JREGON RULE CO.
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Erstes Tausend.
Illustrierter
Ausführlicher Katalog
über
HUGO KRÖTZSCH
Leipzig.
Preis: X Mark.
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-^ Illustrierter
^.j-Ofl jA.usfülirliclier Katalog
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über
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^istfriiiirlii
mit Bekanntgabe
der Auflagemengen, Restbestände,
Erkennungsmerkmale der Originale und Xeudrucke, sowie allen sonstigen,
dem Sammler wichtigen Anmerkungen
auf Grundlage des
anerkannt vorzüglichen
Peraanenten Handbuchs der Postfreimarkenkunde
Hugo Krötzsch-Leipzig.
]\Iit beigesetzten Preisnotiernngen aus ,, Händlerkatalogen" nebst. xAngabe, wie diese Preise
zix den fhatsächlichen Verkaufspreisen
stehen und welche Markenaiien besondere Bewertung haben.
^^^^^^
LEIPZIG.
Herausgegeben und verlegt von Hugo Krötzsch.
1896.
t
Ein jiuc^
in welchem
zuerst das Vorwort gelesen werden muss.
^^^A^"^
Vorwort.
ereits im Jahre 1893 war ich bemüht, ein dem hier vorliegenden Werkchen gleiches Buch zu schaffen; dasselbe erschien unter dem Titel ,y Beibuch mit Lichtdrucktafeln zum philatelistischeii Permanent-Sammelwerk in losen Blättern von Hugo Krötzsch". Es zeigte sich jedoch recht bald, dass in der Postfreimarkenkunde noch sehr viele alte Fehler zu beseitigen waren, welche bisher von Generation auf Generation weitergegeben wurden. — Die Beai^beitung des „Beibuch*' wurde aus diesem Grunde in ganz andere Bahnen geleitet, als ursprünglich beabsichtigt war und ent- stand auf diese Weise aus demselben das „Permanente Hand- buch der Postfreimarkenkunde von Hugo Krötzsch". Natur- gemäss erforderte die Herstellung des „Handbuchs" weit mehr Arbeitskraft und Zeit, als für das „Beibuch" in Aussicht genommen war — von letzterem sollte „Deutschland" im Herbst 1893 komplett vorUegen (was auch geschehen konnte, wenn nicht Zuverlässigkeit des Textes als Hauptzweck des Werkes ins Auge gefasst gewesen wäre); das grundlegende „Handbuch" wird dagegen erst Ende 1896 mit den Deutschen Staaten vollständig. Ein Auszug aus dem „Handbuch" war für den Herbst 1896 in Vorbereitung; dass dieser Auszug
VI
unter dem Titel ,,Ausführlicher Katalog über deutsche Post- freimarken" bereits jetzt erscheint, gebietet die Vorsicht, um nicht nach einer dreijährigen eingehenden Forschung auf dem Gebiete der Postfreimarkenkunde, die mit schweren Mühen und Kosten erzielten Ergebnisse denjenigen litterar- ischen Grössen zu opfern, welche nur ernten und nicht säen wollen.
Das vorliegende Werkchen enthält nur Aufschlüsse über die deutschen Postfreimarhen nach den Ergebnissen der Forschungen im „Permanenten Handbuch für Postfreimarken- kunde mit Lichtdrucktafeln" von Hugo Krötzsch (Krötzsch- Handbuch) und ist nur zu wünschen, dass ein ähnlicher Auszug auch aus dem bisher besten philatelistischen Werke „Die Briefumschläge der deutschen Staaten" von Landgerichts- direktor C. Lindenberg, vom Verfasser und Verleger des- selben gegeben wird. Die Karten und Formulare der deutschen Staaten haben bisher ausser „Deutsche Keichs-Post^' und „Bayern" im „Gr. Handbuch" noch keinen geeigneten Erforscher gefunden, weshalb dieselben den sonst dazu ge- eigneten Sammelwerken z. Z. noch nicht zu statten kommen, bez. für dieselben noch nicht mit Erfolg benutzt werden können.
Zum besseren Verständnis des vorliegenden Werkchens sollen folgende Erläuterungen dienen:
Die Katalogisierung giebt sämtliche Farbenarten (Nuan- cen) bekannt, es soll darunter jedoch nicht verstanden werden, dass sämtliche unter a) b) c) etc. aufgeführten Arten gesammelt werden müssen, es genügt vielmehr vollkommen, je eine dieser Unterarten in die Sammlung aufzunehmen, dagegen r ist als erste Anforderung an eine gute Sammlung darauf zu achten, dass nur saubere und unbeschädigte Stücke der Sammlung einverleibt werden.
* bedeutet, dass von der damit bezeichneten Marke Neudrucke angefertigt wurden.
f bedeutet, dass von der Marke Fälschungen bekannt sind. (Die gefährlichen Fälschungen, d. h. diejenigen, welche dem Original sehr gut nachgeahmt sind, haben im Krötzsch-Handbuch in der Regel nähere Beschreibung er- halten.)
VII
Die Aiiflagemen^en sind natürlich ebenso wie die Restbestände nur dort angeführt, wo dieselben aus Akten ermittelt (in gewöhnlichen geradestehenden Ziffern = 123) oder auf im Krötzsch-Handbuch erläuterte Weise berechnet (in schrägen Ziffern = 123) w^erden konnten.
Teils sind statt der Auflage- die Verkaiifsmengen angeführt, ev. von einem bestimmten Jahre, dessen nähere Bezeichnung durch Beifügung der betr. Jahreszahl gegeben wurde. Letzteres genügt bei grossen Postbezirken voll- kommen, um den
Zweck der Auflage- und Restbeständezahlen zu erfüllen, welcher darin liegt, dem Sammler erkennen zu lassen, welche Stückzahlen von der betreffenden Marke am Schalter verkauft woirden, um dadurch die Berechtigung der Verkaufspreise verstehen zu können. Hierbei ist jedoch noch zu beachten, welche Frankaturbestimmung die Marke hatte und wie die Kauflust nach derselben vorhan- den ist. War die betr. Marke z. B. zur Frankatur der Kreuzbandsendungen bestimmt, so wurde dieselbe entweder samt der uneröffneten Sendung dem Papierkorbe anvertraut oder, wurde die Schleife von der Einlage entfernt, so ging die Marke in der Regel in Stücke , indem dieselbe zur Hälfte auf die Schleife und zur anderen auf die Einlage geklebt war, um beide für den Transport aneinander zu fesseln. Die Kauflust ist dagegen gewöhnlich auch da eine erhöhte, wo die übrigen Marken eines Staates mit geringen Opfern zu beschaffen sind, wie z. B. von Sachsen oder Bayern. Durch die regere Nachfrage werden natürlich für eine an und für sich nicht seltene Marke (wie z. B. Sachsen 3 Pf. rot und Bayern 1 Kr. schwarz) oft Preise erzielt, welche in keinem Verhältnis zu anderen, viel seltener vor- kommenden Stücken (z. B. Mecklenburg-Schwerin ^4 Punk- tiert durchstochen) stehen.
Die Preisnotierungen sind in der Weise gegeben, dass aus den 1895er Katalogen von Glasewald, Kohl, Euben, Senf und Stanley Gibbons die niedrigste (min. = minimum) und die höchste (max. = maximum) Notierung veranschaulicht wird, während aus allen Notierungen dieser fünf Kataloge noch die Durchschnittssumme im folgenden Felde beigefügt ist, woraus sofort ersehen werden kann, ob die zwischen-
VIII
liegenden Verkaufspreise der niedrigsten oder der höchsten Notierung zuneigen. Dieser Durchschnittpreis dürfte in den meisten Fällen vollkommen genügen, um dem Sammler Auf- schluss darüber zu geben, was er für diese Marken beim An- kauf anzulegen hat. Die Preise aus allen Katalogen direkt zu geben, nutzt den Sapimlern durchaus nicht, indem viele der bewerteten Marken von den betreffenden Katalog- Verlegern nicht zu dem angesetzten Preise geliefert werden, bez. geliefert werden können. Dieser Fall kann schon eintreten bei Verlangen nach Marken im Katalog-Preise von 3 Mark direkt nach der Ausgabe der Kataloge; was hat aber die Preisnotierung zu bedeuten, wenn dieselbe ca. Y2 Jahr nach Ausgabe der Kataloge vorgelegt wird? Aus diesem Grunde sind hier nur die Auszüge aus den Händlerkata- logen gegeben, während im letzten Felde unter Bemerkungen ev. darauf verwiesen wird, welcher Preis im regelrechten Kauf bei einem Händler für die betr. (zu niedrig be- wertete) Marke angelegt werden muss. Diesen Bemerkungen ist der Gedanke zu Grunde gelegt , dass die Marke in sauberem Zustande und nicht beschädigt ist, ohne die Be- zeichnung „Prachtstück*^ zu verdienen, denn 1) unsaubere und besonders beschädigte oder geflickte Marken sind zu jedem Preise zu kaufen sehr leicht möglich und oft selbst geringe Anschaffungskosten für das betr. Stück nicht wieder zu erzielen, während 2) ein ganz tadelloses Stück oder auch Blockstücke von mancher Marke besonders schwer zu be- schaffen sind und dementsprechend Käufer für dieselben vorhanden sind, welche Preise über Katalog (Liebhaberpreise) zahlen. Die Folge wird lehren, ob und wie weit diese Be- merkungen das Richtige treffen, auf jeden Fall darf aber ein Gelegenheitskauf denselben nicht entgegengestellt werden. Äuktionspreise sind nicht, wie zuerst beabsichtigt, angeführt, indem dieselben viel zu haltlos sind, um als Norm gelten zu können, wie auch gelegentlich gezahlte Liebhaberpreise für besonders seltene Stücke aus gleichem Grunde keine Aufnahme fanden.
Bezüglich der Preisnotierungen ergeben die gewöhn- lichen Ziffern (z. B. 17.50) den Preis für ungebrauchte Stücke, wogegen halbfette Ziffern (z. B. 17.50) den Preis für entwertete Marken anzeigen.
IX
Von den textlichen Anmerkungen sind ganz besonders hier zu erläutern diejenigen über EchtheitKsmerkniale. Einesteils ist es weder angängig noch durch schriftliche Erläuterung möglich, ein Markenbild so zu beschreiben, dass der Leser sofort, ohne die Marke zu sehen, weiss, wie die echte von der falschen sich unterscheidet, andernteils ist der Laie aber auch in der Regel nicht fähig, bei dem ersten Vergleichsversuch zu einem richtigen Ergebnisse zu kommen, mdeni zur Erzielung desselben mehr gehört, als eine Marke genau zu betrachten — zunächst muss das Auge für der- artige Zwecke geübt werden und dies kann nur durch öfteres Vergleichen einzelner Teile und verschie- dener Marken geschehen, und diesen Zweck hat die Bekanntgabe einiger Echtheitsmerkmale vor allen Dingen, d. h. es soll damit erstrebt werden, den Sammler als Selbstprüfer zu bilden. Wenn dies auch nicht jedem gelingt, so werden doch viele bei geschickter Verwendung der gegebenen Stichproben aus dem Markenbilde erreichen, dass sie zunächst gröbere und dann bald feiner ausgeführte Fälschungen vom Original selbst zu unter- scheiden vermögen und dies dürfte eine besondere Liebe zur Philatelie erwecken, indem der Sammler sich nicht als Spiel- ball jedes auf Unkenntnis berechneten Schwindels fühlt. Vor allen Dingen hat aber der Prüfer dafür Sorge zu tragen, dass er sich selbst eigenartige Stellen in dem Markenbilde sucht, welche nirgends bekannt gegeben sind — dies ist leichter als es zuerst erscheint, und wer einige Zeit das Prüfen übt, der wird kaum noch auf die bekannten Merkmale sich verlassen, denn diese gerade können in neuauftauchenden Fälschungen vorhanden sein, wogegen die meisten Markenbilder und (ausser einigen Portomarken) besonders diejenigen der altdeutschen Staaten eingerechnet, so vorzüglich ausgeführt sind, dass wnklich täuschende Fälschungen als ausgeschlossen zu be- trachten sind. Es ist also zu beachten: die Echtheits- merkmale nie lesen, ohne das Bild der nebengelegten Marke genau zu verfolgen und diese Vergleichungen von Schrift und Bild nur als Übung aufzufassen, dann whd der Nutzen der Bekanntgabe der Echtheits- merkmale nicht ausbleiben!
Die sonst noch verwendeten Abkürzungen sind:
Bdr. = Buchdruck
dchst. = durchstochen
f. =: farbig
ger. P. == geripptes Papier
gez. =: gezähnt
Gg. = Gummierung ,
gl. P. = glattes Papier
Kpfdr. z=i Kupferdruck
Kr.-Hdb. = Krötzsch-Handbuch.
lin. P. =: liniiertes Papier
Präg. = Prägedruck (Relief)
schw. = schwarz
Stdr. = Steindruck (Lithographie)
ungez. = ungezähnt
w. = weiss
Wz. = Wasserzeichen
Senkrechter Strich ( | ) zwischen Worten bezeichnet den Beginn einer neuen Zeile.
Bei gezähnt oder durchstochen be- deutet: „ I " senkrecht und „ — " wagerecht.
Als Ersatz für fehlende Originale zu Vergleichs- zwecken sei hier auf die in Grösse und Zeichnung die Original -Marken genau wiedergebenden Lichtdrucktafeln (s. S. 144) verwiesen, welche gleichfalls im Verlage des Unter- zeichneten als illustrative Abteilung des „Permanenten Hand- buchs der Postfreimarkenkunde" (s. S. 142) erscheinen. Dieses Handbuch giebt über alle auf dem Gebiete des Marken- sammelns auftauchenden Fragen zuverlässigen Aufschluss und hat durch eine Unmenge Erläuterungen in Betreff der Marken- Herstellungsarten einen ganz besonderen Wert für Prüfungs- zwecke, wie auch die Entwertungen durch Wort und Bild nach Möglichkeit in demselben Berücksichtigung finden, so- dass auch die Abstempelungen zum grossen Teil nach dem darin niedergelegten Material mit Erfolg in den Bereich der Selbstprüfung aufgenommen werden können.
LEIPZIG, den 11. März 1896. Lange Strasse 22.
Hugo Krötzsch.
, DEUTSCHE REICHS-POST.
Die Deutsche Reichs-Post umfasst das gesamte Gebiet des deutschen Reiches mit Ausnahme der Königreiche Bayern und Wiirttcmberg, demnach die zum vor- maligen Norddeutschen Postbezirke gehörigen Gebiete , Baden und , als Teil Preussens seit 10. August 1890, Helgoland.
Das Deutsche Reichs-Postgebiet hat einen Flächeninhalt von 445,115 qkni und eine Einwohnerzahl von 43,913,121 (Juni 1895).
Die Hauptstadt des Deutschen Reiches, Berlin (Ew. Dez. 1895: 1,615,082), ist gleichzeitig Sitz der Centrale der Reichspostverwaltung.
Frühere G e 1 d w ä h r u n g bis 1874 :
(In Norddeutschland) : 1 Thaler (= 3 Mark) = 30 Groschen (bezw. Silber- oder Neugroschen) ä 12 (bezw. in Sachsen 10) Pfennig.
(In Süddeutschland) : 1 Gulden {= 1,71 Mark = 60 Kreuzer ä 4 Pfennig. Jetzige Geldwährung seit 1. Januar 1875: 1 Mark = 100 Pfennig.
Freimarken.
1872, 1. Januar. Ältester vorläufiger Keichsadl er (kleines Brust- schild, hängende Schwingen, kleine Krone ohne Bänder) farblos ge- prägt im weissen Kreise^), eingefasst von einem viereckigen ge- musterten Untergrunde mit der Inschrift oben: „DEUTSCHE KEICHS POST.'', unten „GKOSCHEN" oder „KKEUZEK'' und Wertzahlen. Hochrechteck. F. Bdr. mit Präg., w. P. ; färb. Band gez. | U^/^: — 13'/,.^)
|
Aufl. |
Rest |
min.jmax. |
Durchschn, |
Bemerkungen |
||
|
1. 7^ GKOSCHEN^) |
in Millionen "^ |
! i |
||||
|
a) violett . . . |
—.35 —.50 I-.30-.50 |
-.40 -.35 |
||||
|
b) mattviolett . |
. 4 |
— .40;— .40 —.30— .30 |
-.40 -.30 |
|||
|
c) dunkelviolett |
-.50 -.50 —.40 —.40 |
-.50 -.40 |
||||
|
2. ^/g GEOSCHEN |
25 |
0 |
1 |
|||
|
a) hellgrün . . |
^c |
1.— 1.75 |
1.45 |
|||
|
^ |
-.12;-.50 |
—.30 |
||||
|
b) hellgelbgrün |
1.50 1.50 —.40 — 40 |
1.50 -.40 |
||||
|
c) blaugrün . . |
1.50 1.50 !-.40|-.40 |
1.50 -.40 |
5.— |
|||
|
3. V2 GEOSCHEN |
10 , |
1 |
||||
|
a) ziegelrot . . |
i |
I-.15 |
1.50 -.40 |
—.85 —.30 |
||
|
b) mattziegekot |
—.60 |
—.60 —.40 |
-.60 -.40 |
H. Krötzsch, Katalog.
Deutsche Eeichs-Post.
|
Aufl. |
Rest |
min. |
max. |
Durchschn. |
Bemerkungen |
|
|
4. 1 GKOSCHEN |
in |
|||||
|
a) karminrosa . |
Millionen 1 |
-.60 |
1.50 |
1.— |
3.— |
|
|
l 120 |
-m |
—.15 |
—.05 |
|||
|
b) rosa .... |
/ |
1.— -.02 |
1.— —.02 |
1.— -.02 |
2.— |
|
|
5. 2 GKOSCHEN |
^23 |
|||||
|
ultramarin . . |
1.50 |
2.50 |
1.90 |
3.- |
||
|
-.05 |
—.25 |
-.10 |
||||
|
6. 5 GEOSCHEN^) |
3 |
|||||
|
hellgraubraun . |
1.75 -.20 |
4.50 —.35 |
2.80 —.25 |
|||
|
7. 1 KKEUZEE |
5 |
|||||
|
a) hellgrün . . |
—.50 —.20 |
1.75 —.65 |
1.20. —.30 |
2.— |
||
|
b) hellgelbgrün |
1.50 -.20 |
1.50 -.20 |
1.50 -.20 |
|||
|
8. 2 KKEUZER |
1 |
gering |
||||
|
ziegelrot . . . |
—.35 -.85 |
1.50 2.— |
-.90 1.40 |
|||
|
9. 3 KEEUZER |
12 |
keine |
||||
|
karminrosa . . |
-.50 -.02 |
2.— -.50 |
—.90 —.15 |
|||
|
10. 7 KEEUZEE |
2V2 |
keine |
||||
|
ultramarin . . |
2.- -.25 |
3.- -.75 |
2.30 -.35 |
5.— |
||
|
11. 18 KEEUZEE |
1 |
sehr |
||||
|
hellgraubraun . |
gering |
1.50 -.65 |
2.50 1.80 |
1.75 1.35 |
1) Freimarken mit köpf stehend eingeprägtem Adler sind Fälschungen, welche seit 1884 namentlich aus der Schweiz stammend, durch Ausplätten richtiger und Einprägen verkehrtstehender Adler mittelst illegaler Galvanos hergestellt wurden. Es kommen jedoch echte Stücke mit doppelt (nebeneinander) eingeprägtem Adler vor.
2) Ungezähnte Stücke der Freimarken Nr. 1—11 sind ungebraucht als ,, Vor- lagen" (Probedrucke) zu betrachten. Versehentlich in ungez. verbliebenem Zu- stande soll Nr. 5 (und 6 ?) auch am Postschalter verkauft sein , sofern es sich nicht um falsch entwertete Probedrucke aus der ,, Berliner Fabrik" handelt.
2) Die Behauptung Moschkaus , dass Bestbestände des zu früheren Marken- ausgaben benutzten Papieres mit Netznnterdruck (vergl. ,,Nordd. Postbez.". Ausg. 1869) auch für Nr. 1 und 6 aufgebraucht seien, hat sich trotz umfangreicher Untersuchung bisher nicht bewahrheitet.
1872, Februar. GrosseWertzahl „10" im Querovalrahmen bezw. „30" im I Querrechteckrahmen, letzterer oben mit Inschrift „DEUTSCHE EEICHS-POST", unten „GEOSCHEN" und seitwärts mit I blumenartigen Verzierungen ; Untergr. mit vielfach wiederholten 1 Wertinschriften. Qi^errecÄ^ecA;. F. Bdr. w. P. ; gez.
12. 10 GEOSCHEN^)
grau
13. 30 GEOSCHEN^) ultramarin . .
7.
^ O
-.25 -.25
-.35 1.—
—.75 -.50
1, 1.50
—.35 —.40
—.50 1.20
13^A:-14^A.O
Deutsche Reichs-Post.
3
■♦) Die beiden hochwertigen Marken Nr. 12 und 13 waren am Schalter nicht käuflich, ungebrauchte Exemplare stammen aus den grossen Kestbeständcn. Die spätere Ausgabe derselben erklärt sich daraus, dass die gleichwertigen Marken des Norddeutschen Postbezirks vorerst in Geltung blieben. Die Entwertang sollte laut Vorschrift nicht mit dem Aufgabestempel, sondern handschriftlich durch den V<t- merk des Postortes , sowie der Tag-, Monats- und Jahreszahlen erfolgen. Zur Vermeidung von Entwertungsfälschungen ist fiir gebrauchte Stücke thunlichst nicht mehr zu zahlen als wie für ungebrauchte.
1872, April. Freimarke Nr. 3 und 8 in bisheriger Ausführung, jedoch amtlich abgeänderten Farben.^) Hochrechteck. F. Bdr. mit Präg., w. R; gez. | UV,:-13V,.0
|
Aiiü. |
Rest min. |
max. |
Durchschn. |
Bemerkungen |
||
|
14. Y, GEOSCHEN |
in |
|||||
|
a) orange . . . |
Millionen |
-.50 |
2.— |
1.35 |
4.— |
|
|
b) orangegelb . |
\" |
gering |
-.15 1.50 —.15 |
-.40 1.50 —.15 |
-.25 1.50 —.15 |
5.— |
|
15. 2 KREUZEK |
||||||
|
orangegelb . . |
2 |
gering |
—.15 -.75 |
—.50 2. |
-.35 1.20 |
^) Diese Farbenändenmg erfolgte bestimmungsgemäss zur Vermeidung von Verwechslungen der Marken Nr. 3 imd 8 mit Nr. 4 und 9.
1872, Jiini bezw. später.^) Späterer endgültiger Keichsadler^)
(grosses Brustschild, fächerförmig gespreizte Schwingen
^?^^S grosse Kaiserkrone mit fliegenden Bändern); sonst gleiche
\^-S^>S Ausführung wie Nr. 1 — 15. Hochrechteck. F. Bdr. mit
Präg., w. P.
^/, GEOSCHEN
a) violett . . .
b) mattviolett .
c) dunkelviolett
17. Vs GKOSCHEN
a) gelbgrün . .
b) dunkelgrün .
c) hellblaugrün
18. V^GKOSCHEN«)
a) orangegelb
b) orange . .
19. 1 GEOSCHEN«)
a) karminrosa
b) dunkelrosa
|
; gez. 1 |
l^V^:- |
-137..^ |
||
|
20 |
||||
|
-.08 |
—.30 |
—.25 |
||
|
-.35 |
-.50 |
—.40 |
||
|
S-3 |
—.25 |
—.25 |
-.25 |
|
|
^ ^ |
-.40 |
—.40 |
—.40 |
|
|
i |
—.25 |
—.30 |
—.25 |
|
|
6 |
-.40 |
-.40 |
-.40 |
|
|
135 |
0 |
-.08 |
—.10 |
-.10 |
|
—.04 |
-.35 |
-.15 |
||
|
02 |
-.15 |
—.15 |
—.15 |
|
|
C3 |
-.05 |
—.05 |
-.05 |
|
|
lO |
-.10 |
—.15 |
-.15 |
|
|
lO |
-.04 |
-.05 |
-.04 |
|
|
96 |
•s |
|||
|
r^ |
—.10 |
—.25 |
—.15 |
|
|
-.05 |
—.25 |
-.15 |
||
|
.2^ |
—.10 |
—.10 |
-.10 |
|
|
C3 |
-.03 |
-.05 |
-.04 |
|
|
690 |
1 |
|||
|
«D |
—.10 |
—.25 |
—.15 |
|
|
—.01 |
—.08 |
-.04 |
||
|
—.10 |
—.10 |
-.10 |
||
|
-.02 |
-.02 |
-.02 |
1*
Deutsche Keichs-Post.
|
Auü. |
JtvCSt. |
min. |
max. |
Durchschn. |
Bemerkungen |
|
|
20. 2 GEOSCHEN^) |
in |
|||||
|
ultramarin . . |
Millionen 140 |
-.15 |
—.25 |
-.20 |
||
|
i |
-.03 |
—.15 |
—.08 |
' |
||
|
21. 5GK0SCHEN«) |
24 |
g |
||||
|
a) hellgelbbraun |
H 'S 10 -ö |
—.25 |
—.50 |
—.35 |
||
|
'S t |
-.10 |
—.25 |
—.15 |
|||
|
b) graubraun . |
—.25 |
—.50 |
-.35 |
|||
|
^ 'S |
-.10 |
-.25 |
—.15 |
|||
|
22. 1 KKEUZER |
32 |
^ ^ 0 |
||||
|
a) grün .... |
CO |
—.10 |
—.25 |
-.15 |
||
|
1 |
-.12 |
—.40 |
-.25 |
|||
|
b) blaugrün . . |
O) |
—.20 -.15 |
—.30 -.15 |
—.25 —.15 |
||
|
23. 2 KREUZER |
IV2 |
wenige |
||||
|
orangegelb . . |
Tausend |
2.50 15.- |
6.— 20.- |
4.40 17.— |
||
|
24. 3 KREUZER |
65 |
etwa |
||||
|
a) karminrosa . |
55000 |
—.10 —.04 |
—.25 —.25 |
-.20 —.10 |
||
|
b) hellrosa . . |
-.20 —.05 |
—.20 -.05 |
—.20 —.05 |
|||
|
25. 7 KREUZER |
12 |
etwa |
||||
|
blau |
55000 |
—.15 -.30 |
—.25 —.35 |
—.25 -.30 |
||
|
26. 18 KREUZER |
Y2 |
etwa |
||||
|
hellgraubraun . |
60000 |
-.45 4.— |
—.50 10.— |
-.50 6.90 |
^) Die Ausgabezeit der Freimarken Nr. 16 — 26 begann frühestens im Juni 1872, (indem der Druck in der Staatsdruekerei am 1. Juni begann), liegt jedoch für die einzelnen Werte , dem verschiedenen Aufbrauch der älteren Ausgabe ent- sprechend, meistens später, so namentlich für Marke Nr. 23 und 26.
'=') In der Eegel ist von Nr. 12 — 26 die letzte wagerechte Markenreihe des Bogens zu kurz perforiert, d. h. diese Marken sind ca. 1 Zahn kürzer als die übrigen. Die Ursache ist ein in der technischen Ausführung bedingter Arbeitsvorteil.
8) Marke Nr. 21 wurde versehentlich in ungezähnt verbliebenem Zustande verkauft, vielleicht auch Nr. 18 und 19. Näheres siehe Anmerk. 2.
9) Ungebrauchte Stücke der Marke Nr. 20 in abweichenden Farbarten (oliven, braun u. a.) sind Farbeproben (Probedrucke) zur Feststellung der Farbe für die Marken Nr. 27 und 28.
1872, 1. November. Neue Wertstufen in gleicher Ausführung wie Nr. 16 — 26. Hochrechtech. F. Bdr. mit Präg., w. P. ; gez. I 14V,:-13V,.
27. 2V2 GK0SCH.2)
a) dunkelbraun
b) rotbraun . .
28. 9 KEEUZEE ^)
a) dunkelbraun
b) rotbraun . .
|
9 |
keine |
|||
|
7.50 -.30 |
7.50 —.40 |
7.50 —.35 |
||
|
5.— .25 |
7.50 —.40 |
6.50 —.30 |
||
|
■ IV2 |
3000 |
1.25 1.25 |
1.25 1.25 |
1.25 1.25 |
|
—.50 -.85 |
1.75 1.20 |
—.95 -.75 |
Deutsche Reich s-Post.
1871, Februar. Freimarke Nr. 27 und 28 mit braunem Auf- druck der Wertzahl „2^/2*^ bezw. „9" auf dem Adler. Hochrechteck. F. Bdr. mit Präg., w. P.; gez. | 147^:— ISV.,.
|
Aufl. |
Rest. |
min. |
max. |
Durchschn. |
Bemerkungen |
|
|
20. „2V2*'auf2V,GK a) dunkelbraun b) rotbraun . . 30. „9"auf9KREUZ. rotbraun . . . |
in Millionen |
etwa 450(X) etwa 45000 |
—.25 -.20 — .35 —.50 |
—.50 -.25 — .GO 1.25 |
-.30 -.25 -.45 1.05 |
|
375 |
|||||
|
-.25 |
—.40 |
—.35 |
|||
|
-.03 |
-.08 |
-.05 |
|||
|
—.40 |
—.40 |
-.40 i |
|||
|
0 |
-.03 |
—.03 |
-.03 1 |
||
|
■ ^ |
—.40 |
-.40 |
—.40 ! |
||
|
365 |
M |
-.03 |
-.05 |
-.04 1 |
|
|
—.25 |
-.50 |
-.40 |
|||
|
—.05 |
—.08 |
—.06 |
|||
|
- |
—.40 |
-.40 |
—.40 |
||
|
-.05 |
-.10 |
-.08 |
1875, 1. Januar. Grosse Wertziffer ,,3'* bezw. „5" mit Umschrift „DEUTSCHE REICHS -POST'^ innerhalb eines hochovalen Doppelrahmens mit Wertangabe „PFENNIGE^' (seitwärts), Kaiserkrone (oben) und Posthorn (unten); alles eingefasst von einem hochrechteckigen Doppelrahmen. Abgerundetes Hochrechtech Färb. Bdr. w. P.; gez. | 14V,:-13V2.
31. 3 PFENNIGE
a) hellgrün .
b) gelbgrün .
c) blaugrün .
32. 5 PFENNIGE
a) violett . .
b) lila . . .
1875, 1. Januar. Schwach ausgeprägter weisser Reichsadler auf färb. Grunde in einem hochovalen Doppeli-ahmen mit Inschrift „o DEUTSCHE o REICHS -POST o''; darunter ,, PFENNIGE" mit Wertzahl zu beiden Seiten; ausserdem viele Ranken Verzierungen im oberen und seitlichen Marken- muster. Färb. präg. Bdr.^^) w. P.; gez. | I4V2 : — I3V2.
33. 10 PFENNIGE
a) blassrosa . .
b) lebhaftrosa .
c) karmin'^) . .
31. 20 PFENNIGE
ultramarin . .
35. 25 PFENNIGE
a) gelblichbraun
b) dunkelbraun^)
|
1800 ■ |
||||
|
1 |
—.50 |
—.60 |
—.55 |
|
|
-.01 |
—.08 |
^.03 |
||
|
—.75 |
1.— |
—.90 |
||
|
-.05 |
-.05 |
-.05 |
||
|
0 |
—.50 |
—.60 |
—.55 |
|
|
355 |
^0 ■ *o |
—.01 |
—.02 |
-.02 |
|
M |
1.— |
1.25 |
1.10 |
|
|
115 |
-.02 |
-.08 |
—.05 |
|
|
2.— |
2.- |
2. |
||
|
-.10 |
-.10 |
-.10 |
||
|
1 1.50 |
3.— |
2.15 |
||
|
L.io |
—.15 |
—.10 |
Deutsche Keichs-Post.
|
Aufl. |
Rest. |
min. |
max. |
Durchschn. |
Bemerkungen |
|
|
36. 50 PFENNIGE |
in |
|||||
|
a) hellgrau . . |
Millionen |
3.50 |
6.— |
4.50 |
10.— |
|
|
> 50 |
—.10 |
-.15 |
—.10 |
|||
|
b) dunkelgrau . |
^ ' |
4.— —.15 |
4.— —.15 |
4.— —.15 |
7.50 |
10) Um das Abwaschen, der Entwertungen und die nochmalige Benutzung der Freimarken zu verhindern, wurden letztere bei späteren Neuauflagen seit etwa 1878 in leichter löslicher Farbe ,,(L)" und, als sich auch diese noch ziemlich wasser- fest zeigte, seit 1884 in Anilinfarbe ,,(A)'' gedruckt. Die Anilinfarbe (A) hebt sich durch lebhaften Glanz deutlich von den früheren ,, trockenen*' Drucken (L) ab.
1875, 1. Januar. ^^) Grosse WertzifFer „2'' in ähnlicher Anordnung wie Marke Nr. 12 und 13, jedoch mit Inschrift „ZWEI MARK^'. Querrechteck. F. Bdr. w. P. ; gez. | 13 Vg :
2 MARK
a) bläulich violett
b) rot violett . .
|
4 |
1 |
15.— —.20 |
25.— -.50 |
20.- —.35 |
|
o ö |
20.— —.20 |
20.— -.25 |
20.— -.20 |
40. — in schönen Stücken selten !
30.—
11) Für diese hochwertige Marke gilt ebenfalls Anmerkung 4, nur wurde seit 1882 statt des handschriftlichen Vermerks die Entwertung mittelst Aufgabe- stempels vorgeschrieben. Achtung vor Stücken mit entfernter Tintenentwertung!
1877, Mai. Farbenänderung, sonst gleiche Ausführung wie Nr. 36.
Färb. präg. Bdr.^^^) w. P. ; gez. | 147^ :— 1372-
38. 50 PFENNIGE
a) bronzegrün .
b) schwarzgrün
|
377 |
||||
|
o |
4.50 |
8.— |
5.75 |
|
|
ö |
—.10 |
—.35 |
—.15 |
|
|
^ |
5.— |
5.— |
5.- |
|
|
-.10 |
-.20 |
—.15 |
10.—
1880.^^) Fast gleiche Ausführung wie Marke Nr. 31—35 und 38, jedoch mit Inschrift „PFENNIG'^ (ohne Schluss-E). Färb. präg. Bdr. w. P.; gez. I 14V, ^^^'
39.
40.
41.
3 PFENNIG^^)
a) gelbgrün (L^^)
b) grün (L) . .
c) gelbgrün (A'^)
d) blaugrün (A)
5 PFENNIG
a) violett (L) .
b) lila (A) . .
10 PFENNIG a) rosa (L) . .
|
-±o /,. |
||||
|
1470 |
||||
|
—.15 |
—.25 |
-.20 |
||
|
_. |
-.01 |
—.03 |
—.02 |
|
|
g"l |
—.15 |
—.25 |
-.20 |
|
|
-s ^ |
-.01 |
—.25 |
—.06 |
|
|
-.15 |
-.15 |
—.15 |
||
|
—.01 |
—.01 |
—.01 |
||
|
^ä |
—.15 |
-.15 |
—.15 |
|
|
1374 |
II |
-.01 |
-.01 |
-Ol |
|
-.20 |
-.30 |
-.25 |
||
|
-.01 |
-.25 |
-M |
||
|
II |
-.20 |
-.20 |
—.20 |
|
|
—.02 |
-.02 |
-.02 |
||
|
4620 |
||||
|
-.30 |
—.40 |
—.35 |
||
|
-.01 |
-.08 |
—.04 |
Deutsche Reichs-Post.
|
Aufl. |
Rest. |
min. |
max.| D |
urchschn. |
Bemerkungen |
|
|
10 PFENNIG |
in Millionen |
— |
1 |
|||
|
b) hellrosa (A) |
1 |
-.30 — .30| |
-.30 |
|||
|
-.01 |
—.30 |
-.01 -.30 |
||||
|
c) karminrosa ( A) |
2 |
—.30 |
1.50 |
|||
|
.u |
-.01 — 01 |
—.01 |
||||
|
42. 20 PFENNIG |
900 |
fl |
||||
|
a) blau (L) . . |
1 |
-.50 -.75 |
—.65 |
|||
|
o ^ |
—.01 |
-.08 |
-.04 |
|||
|
b) ultramarin (A) |
d s |
—.50 -Ol |
—.50 -Ol |
-.50 —.01 |
||
|
43. 25 PFENNIG |
290 |
1 |
||||
|
a) gelbbraun (L) |
o 'S |
—.60 |
1.50 |
1.— |
||
|
Q.J |
-.03 |
-.50 |
—.15 |
|||
|
b) rötlichbraun (A) |
£ |
—.60 |
-.60 |
-.60 |
||
|
^ |
—.03 |
-.03 |
-.03 |
|||
|
c) dunkelrotbr. (A) |
-.60 |
—.70 |
—.65 |
|||
|
-.05 |
—.05 |
—.05 |
||||
|
44. 50 PFENNIG t |
435 |
o > |
||||
|
a) graugrün (L) . |
-.90 |
3.50 |
1.85 |
5. — |
||
|
9 |
-.03 |
—.35 |
-.12 |
|||
|
b) graugrün (A) . |
''S CO |
—.90 |
1.20 |
1.05 |
3.— |
|
|
1 |
-.05 |
—.05 |
—.05 |
|||
|
c) schwarzgrün (A) |
1 |
1.20 |
1.20 |
1.20 |
8.~ |
|
|
« |
— .05— .05| |
-.05 |
||||
|
12) Marke Nr. 39 (: |
J) wurde |
im Janu |
ir 186 |
3 auf I |
*ostamt 2 |
in Leipzig auch |
in ungezähnt verbliebenem Zustande verausgabt.
1882. Marke Nr. 37 in veränderter Farbe. Querrechtech. Färb. Bdr. w. P. ; gez. [ I3V2.
45. 2 MAEK
a) bläulich hellrosa
b) lilarosa . . .
ÖV2
: UV,.
noch gültig
4.— -.05
4.— —.05
4.— —.15
5 —.15
4.—
-.08
4.30
Hochrechtech
47.
1889, 1. Oktober.^3) Grosse Wertzahl „3'' bezw. „5'S darunter „PFENjSTIG", im Hochoval mit Kaiserkrone. An den Seiten Laub Verzierungen, unten „KEICHSPOST" Färb. Bdr.^^) w. P. ; gez. | 147, : — I3V2. PFENNIG
a) hellbraun . .
b) oliven . . .
c) ungezähnt^'^}
5 PFENNIG
a) gelbgrün . .
b) bläulichgrün
|
—.05 |
—.08 |
-.06 |
||
|
-Ol |
-.08 |
-.03 |
||
|
noch |
—.06 |
—.06 |
—.06 |
|
|
gültig |
—.01 |
—.02 |
-.01 |
|
|
—.08 |
—.08 |
-.08 |
||
|
-.01 |
-.08 |
-.03 |
||
|
—.08 |
—.08 |
-.08 |
||
|
—.01 |
—.01 |
-.01 i |
10.— 15.—
Deutsche Keichs-Post.
1889, 1. Oktober. ^^) Heraldisch berichtigter („neuer'') E-eichsadler färb, in weiss. Kreise, umgeben von Blattverzierungen, oben „KEICHSPOST", unten Wertzahl mit beiderseitigem „PF." Hochrechteck Färb. Bdr.i^) w. P.; gez. | I4V2 : — IBV^.
|
Aufl. Rest. |
min. |
max. |
Durchschn. |
Bemerkungen |
||
|
48. 10 PF(ennig) f |
||||||
|
a) bläulichrosa . |
"» |
—.15 -.01 |
-.15 -Ol |
—.15 -.01 |
||
|
b) rosarot . . |
—.15 —.01 |
—.15 — Ol |
—.15 -.01 |
|||
|
c) karmin . . . |
—.15 -.01 |
—.15 —.08 |
—.15 —.03 |
|||
|
49. 20 PF(ennig) |
||||||
|
a) hellblau . . |
noch |
—.30 —.30 |
-.30 |
|||
|
gültig |
—.01 —.01 |
-.01 |
||||
|
b) lebhaftblau . |
—.30 —.35 —.01— .08 |
-.30 -.03 |
||||
|
50. 25 PF(ennig) |
||||||
|
a) orangegelb . |
—.40— .40 —.02— .08 |
-.40 -.04 |
||||
|
b) rotgelb . . . |
—.40— .40 —.02— .03 |
—.40 -.03 |
||||
|
c) ungezähnt^ ''^) |
20.— 25 — |
|||||
|
51. 50 PF(ennig) |
||||||
|
a) rotbraun . . |
—.90 -.02 |
1.— -.15 |
-.95 -.06 |
10.— |
||
|
b) lilabraun . . |
-.75 -.02 |
—.75 -.03 |
—.75 —.02 |
|||
|
c) ungezähnt^^) |
20.— 25.- |
• 13) Dem Markenbogen ist rückseitig eine unsichtbare Zeichnung aus dicken Wellenlinien bezw. (seit 1892) aus Reichsadlern, Kronen und Posthörnern aufge- druckt, welche bei Bestreichen mit Salmiakgeist in rosaroter Farbe erscheinen.
14) Ende 1893 wurden einige Bogen aus der ersten Lieferung der Marken Nr. 46, 50 und 51 in ungezähnt verbliebenem Zustande und teilweise schon ange- brochen im Bestände des Reichs - Postamtes in Berlin aufgefunden ; von ersterer Marke sind auch an anderen Orten mehrfach völlig bezw. nur in der untersten Reihe ungezähnte Bogen am Schalter verausgabt. Seit Juli 1894 sind derartige Stücke zur postalischen Benutzung nicht mehr zulässig.
15) Die Bogenränder der Marken Nr. 46—51 waren bis Ende 1894 nur oben wagerecht mit den gi-ossen Ziffern in der betr. Markenfarbe bedruckt, welche von links nach rechts den mit jeder senkrechten Reihe addierten Wert der Marken an- zeigen. Seit Ende 1894 ist zum Schutz gegen Abnutzung der Plattenränder beim Drucken eine Neuerung hinzugetreten, indem die Ränder links, unten imd rechts mit einer 21/4 mm breiten Leiste in der Farbe der betr. Marken dicht längs der Aussen- Perforier ung bedruckt sind. Die Leiste besteht nur aus senkrechten Schraf- fierungsstrichen (lllllilllllililllllllliilll), von denen 27 auf 2 cm kommen.
Neudrucke von Freimarken der Deutschen Reichs -Post sind niemals gefertigt.
Doutsche Reiclis-lVst.
Deutsche Postämter im Auslände.
Freimarken.
I. Für die beiden deiUschen PoMmtcr in KoflstiintinopeL
Goldwährung: 1 Pfund (^ etwa 18.46 Mark) r. 100 Piaster i\ 40 Para.
1881, 25. Januar. ') Die Freimarken der Deutschen Reichspost Nr. 40 — 44 mit schwarzem Buchdruck-Aufdruck^) in türkischer Währung: „10 PARA 10'' etc. Färb. Bdr., w. P.; gez. I 147,:- 137,.
|
Aufl. |
Rest. |
min. |
max. |
Durchschn. |
|
1 |
—.20 |
—.40 |
—.30 |
|
|
-.40 |
1.- |
-.65 |
||
|
i |
—.30 |
—.75 |
-.45 |
|
|
i |
—.50 |
1.50 |
-.85 |
|
|
T5 |
||||
|
ö o |
—.40 |
—.75 |
—.50 |
|
|
Cß P |
-.15;-.35 |
-.25 |
||
|
C3 |
||||
|
• H |
20.— |
35.— |
26.25 |
|
|
o .^ |
3.— |
4.50 |
3.50 |
|
|
1,— |
1.80 |
1.25 |
||
|
2.50 |
3.50 |
3.15 |
||
|
4.75 |
12.50 |
7.75 |
||
|
2.50 |
3.- |
2.75 |
||
|
1.50 |
2.- |
1.65 |
||
|
2.50 |
3.50 |
2.90 |
Bomorkungen
1' 10 PARA
auf Nr. 40 (viol.)
2' 20 PARA
auf Nr. 41 (karmin)
3' 1 PIASTER
auf Nr. 42 (blau)
3'a Aufdruck dunkel- blau^)
4' IV4 PIASTER
aufNr.43(hellrotbr.)
5' 2^/2 PIASTER auf
Nr. 44 (a, graugrün)
(b, schwarzgrün)
1) In Constantinopel wurden seit 1. Februar 1870 bis 31. Dezember 1871 die Norddeutschen, seit 1. Januar 1872 bis 25. Januar 1884 die jeweiligen Deutschen Eeichs-Post- Wertzeichen und seitdem solche mit Aufdruck yerkauft. Die obigen Marken Nr. V — 5' verloren mit Ende Juni 1890 ihre Gültigkeit.
~) Der Aufdruck sollte den schwunghaften Arbitragehandel beseitigen, indem die bisherigen Postwertzeichen auch im Deutschen Reichs-Postgebiet benutzt werden konnten, und daher in grossen Mengen von Deutschland aus in Constantinopel (und Deufsch-Ostafrika) gegen minderwertiges Geld um etwa 15% billiger bezogen wurden.
3) Der Aufdruck „1 PIASTER'' der im Mai 1884 gedruckten Auflage er- hielt eine bläulichschwarze Farbe. Scheinbar ist dieselbe auf ein Versehen bei der Farbe-Zubereitung zurückzuführen — jedenfalls war die kaum auffallende Ver- änderung amtlich nicht beabsichtigt.
1889, 1. Oktober. Ähnlicher schwarzer Aufdruck auf den Freimarken der Deutschen Reichspost Nr. 47 — 51. Färb. Bdr. w. P.; gez. | 147^ : — 137,.
6' 10 PARA
auf Nr. 47 (grün)
r 20 PARA t auf Nr. 48 (rosarot)
|
-.10 |
—.15 |
—.12 |
||
|
noch |
—.10 |
—.15 |
-.12 |
|
|
gültig |
||||
|
-.20 |
-.25 |
—.20 |
||
|
-.10 |
-.20 |
—.15 |
10
Deutsche Eeiehs-Post.
|
Auü. |
Rest. |
min. |
max. |
Durchschn. |
Bemerkungen |
|
|
8' 1 PIASTEE |
||||||
|
auf Nr. 49 (blau) |
-.35 -.05 |
—.40 —.15 |
—.35 -.08 |
|||
|
9' IV4 PIASTEE |
||||||
|
a. Nr. 50 (rotgelb) |
-.50 |
—.50 |
-.50 |
|||
|
■5 |
noch |
-.40 |
-.50 |
—.45 |
||
|
10' 2V2 PIASTEE |
gültig |
|||||
|
auf Nr. 51 |
||||||
|
a) rotbraun |
1.— —.40 |
1.— —.75 |
1.— -.50 |
10— |
||
|
b) lilabraun |
—.90 -.40 |
—.90 -.40 |
-.90 —.40 |
//. Für die deutschen Postämter in Ost-Afrihd,
Geldwährung: 1 Rupie {= etwa — .98 Mark) = 64 Pesa (oder 16 Anna).
H1893, September. Die Freimarken der Deutsehen Eeiehs-Post Nr. 46 — 49 und 51, jedoch mit Aufdruck^) „2 PESA 2^' etc. Färb. Bdr. w. P. ; gez. | 147^ : — ISVa-
11' 2 PESA
auf Nr. 46 (braun)
12' 3 PESA
auf Nr. 47 (grün)
13' 5 PESA
auf Nr. 48 (karmin)
14' 10 PESA
auf Nr. 49 (blau)
15' 25 PESA
auf Nr. 51 (lila- braun)
1896.^) Die Freimarken der Deutschen Eeichspost Nr. 46 — 49 und 51, jedoch mit schrägem Aufdruck ,^2 | Deutsch-Ostafrika | PESA'^ Färb. Bdr. w. P.; gez. | 147^: -137,.
16' 2 PESA
auf Nr. 46 (braun)
17' 3 PESA
auf Nr. 47 (grün)
|
—.10 —.10 |
—.20 —.30 |
—.15 -.20 |
||
|
—.20 —.15 |
-.30 —.40 |
—.25 —.30 |
||
|
noch gültig |
—.35 -.20 |
—.40 -.50 |
—.35 -.35 |
|
|
—.50 -.15 |
—.60 -.50 |
-.50 -.35 |
||
|
—.90 —.80 |
1.50 1 — |
1.15 —.90 |
18' 5 PESA
auf Nr.48 (karmin)
|
Deutsclie Keichs-Post. |
11 |
|||||||
|
10 PESA |
Aufl. |
Rest. |
min. |
max. |
Durchsohn. |
Bemerkungen |
||
|
19' |
1 . |
|||||||
|
auf Nr. 49 |
(blau) |
1 ^ ' |
— |
— |
— |
|||
|
20' |
25 PESA auf Nr. 51 |
(lila- |
nicht lusgabt |
|||||
|
braun) |
1 1 |
— |
— |
— |
||||
|
" 1 |
— |
— |
— |
5) Nr. 16'— 20' kommen nach Aiifbrauch der Marken Nr. 11' — 15' zur Ausgabe.
Restbestände.
Die Restbestände der Freimarken Nr. 1' — 5' wurden im Jahre 1891 seitens der Verwaltung des Reichs -Postmuseums an den Brief- markenhändler David Cohn in Berlin abgegeben.
Neudrucke sind niemals gefertigt.
Philatelistischer Verlag von Hugo Krötzseh
Leipzig", Lange Strasse 22.
Kartonblätter für (J^anzsachen
im Format 34 : 27 cm, ohne jede Bedruckung.
gl^" Einstedcsystem ^"W^k
vorzüglich gearbeitet vom gleichen Karton wie iVusgabe a) der Seite 12 aufgeführten Blätter, mit doppelter Kartonstreifen-Ümrandung :
k Blatt 30 Pf.
bei Bezug von mehr als 50 Blättern auf einmal . . . ä 25 „
runde Ecken erhöhen jedes Blatt 2 ,,
schräger Goldschnitt mit runden Ecken alO ,,
Shirting mit Kartonstreifen- Ansatz (für Selbstbinder) . ä 12 ,,
liefert;
Hugo Krötzseh, pMlat. Verlag, Leipzig, Lange Str. 22.
12
Zu beziehen von HugO KrÖtzSCh, Leipzig", Lange Strasse 22 :
!Pbilaf elisf isches
iiiiiiifi 11 mm mmm
Preisgekrönt:
Zürich 1893 Erster Preis. Dresden 1894 Goldene Medaille.
Gössnitz 1895 Erster Preis.
Prachtausgabe mit Original- Einfassung sowie Original -Kopfleiste für jeden Staat
Format: 34: 27 cm.
Das Sammelwerk wird in fünf Ausgaben, mit oder ohne Goldschnitt, so- wie mit oder ohne Florpost-Deckblatt, hergestellt:
a) auf starkem , eigens für diesen Zweck hergestellten Karton mit holz- freier Decke, welcher nicht vergilbt und keine schädlichen Säuren enthält:
I. Blätter nur mit Originaleinfassung, eingedrucktem Landesnamen
und ev. Kopfleiste ä 22 Pf.
II. Blätter mit in Ausgabe I eingedruckten Markenfeldern (ohne Be- rücksichtigung der Nuancen, Papier- und Gummierungsunter- schiede)
V. Blätter nur mit Originaleinfassung und neutraler Kopfleiste oder einfachem Schild, ohne eingedruckten Landesnamen . .
b) auf schwächerem, aber ebenfalls holzfreien Karton :
III. Blätter nur mit Originaleinfassung, eingedrucktem Landesnamen und ev. Kopfleiste
IV. Blätter nur mit Originaleinfassung imd neutraler Kopfleiste oder einfachem Schild, ohne eingedruckten Landesnamen . .
Punkturencarre (dessen senkrechte Mittelreihe markiert ist, um beim Einheften der Marken einen direkten Anhalt zu geben) in grauer Farbe in die Blätter I, III, IV oder V eingedruckt, erhöht jedes Blatt
Echter, schräger Goldschnitt mit runden Ecken erhöht jedes Blatt Runde Ecken (wenn verlangt und die Blätter ohne Goldschnitt bezogen
werden) erhöhen jedes Blatt . • ,
Feinstes Florpost-Deckblatt (auf der Rückseite des Kartons befestigt)
erhöht jedes Blatt
26
20
12
An Blätter, welche im Selbstbinder aufbewahrt werden sollen, müssen beste Shirting- und Kartonstreifen angesetzt werden und kostet dies pro Blatt ,,10
Hierzu empfehle Aufbewahrungskasten (S. 20 u. 58), Selbst- binder (S. 68), Special-Sammelkasten (S. 58), Transportkasten (S. 58), und Sammelmappen (S. 38).
Das GrosslKM'zogtum hat einen Flächeninhalt von 15081 qkni mit (1871) 1461428 Einwohnern. Hauptstadt: Karlsruhe mit (1871) 36582 Einwohnern. Geld Währung: 1 Gulden (= 1,71 Mark) == 60 Kreuzer i\ 4 Pfennig.
Freimarken.
. 1. Mai. Grosse schwarze Wertzahl auf gemustertem Grunde und mit blumenartigen Eckv^erzierungen, alles eingefasst von einem quadratischen Doppelrahmen mit Eckrosetten und Inschrift: ,,Baden'^ (oben), „Freimarke" (unten) und in mikroskopischer Schrift „Deutsch-Oestr. Postverein" (links), jVertrag V. 6. April 1850" (rechts.) Quadrat. Schw. Bdr. f. P.^); ungez.
|
1 (Kreuzer) -) *t |
Aufl. |
Rest. |
min. |
max. |
Durchschn. |
Bemerk. |
|
|
1. |
a = 291780 |
oi |
|||||
|
a) mattbraun . |
b= 445 000 |
25.— |
50.- |
37.50 |
>'l |
||
|
736780 |
2.50 |
2.50 |
2.50 |
^& |
|||
|
b) lebh. hellbraun |
dav.293130verbr. |
25.— |
50.— |
43.75 |
P |
||
|
(1861) |
2.50 |
4.- |
3.30 |
^1 |
|||
|
2. |
3 (Kreuzer) * |
a = 2755 260 |
-2 <x) 2 - |
||||
|
a) orangegelb . |
b = 3402 400 |
^^•on |
50.— |
40.— |
|||
|
6157 660 |
—.20 |
—.'25 |
—.20 |
'9-, -^ |
|||
|
b) dunkelgelb . |
9180 von a verbr. |
o T5 |
35.- |
35.— |
35.- |
§c2 |
|
|
(1851 Nov. |
-.15 |
—.15 |
—.15 |
^00 |
|||
|
c) schwefelgelb |
u. 1852 Aug.) |
GQ |
25.— |
40.— |
30.- |
öJh |
|
|
1 |
—.10 —.20 |
—.15 |
% ^• |
||||
|
3. |
6 (Kreuzer) * |
a= 723240 |
m'A |
||||
|
a) tief(blau)grün |
b= 1835 300 |
^ |
'40.— 80.- |
60.- |
100— |
||
|
2558540 |
(D |
—.20— .40 |
-.30 |
||||
|
b) gelbgrün . . |
5940 von a verbr. (1851/52) |
C3 1 |
40.— 55.— -.20;-.25 |
48.75 —.25 |
60.— |
||
|
4. |
9 (Kreuzer) ^) * |
||||||
|
a) lilarot . . . |
6276040^) |
4.— |
4.— |
4.— |
|||
|
dav. 9 264 verbr. |
—.20— .20 |
—.20 4.75 |
|||||
|
b) mattlila . . |
(1851/52 u. 1870 Juli) |
4.— |
6.— |
||||
|
—.15 |
—.20 |
—.15 |
|||||
|
4A. 9 (Kreuzer) 4) |
|||||||
|
tief(blau)grün . |
90 oder 270 |
||||||
|
(Fehldruck) |
1) Das Papier der zweiten Auflagen (Farbentönung b) ist meistens dicker und ungleichmässig. Ebenfalls auf sehr dickem Papier gedruckt sind vorzügliche Fälsclnmgen die jedoch am Fehlen des Punktes innerhalb der rechten Inschrift zwischen ,,v. 6'' zunächst kenntlich und meistens mit dem Nummernstempel ,,104" entwertet sind.
2) Die Marke Nr. 1 wird häufig aus Nr. 5 diu'ch Färben des weissen Papieres gefälscht.
3) Marke Nr. 4 auf weissem Papier ist durch natürliches oder chemisches Ausbleichen des gewöhnlichen Stückes entstanden.
14
Baden.
^) Der Fehldruck Nr. 4A ist durch ein Versehen entstanden, indem ein tief- (blau)grüner Papierbogen — wie solche für den Wert zu 6 Krz. gebraucht wurden — irrtümlich mit der 9 Krz. -Druckplatte bedruckt wurde (vergl. ,, Deutsch. Brf. Zeit." 1894 April).
1853, Ende. Farbenänderung des Papiers, sonst in bisheriger Ausführung der Marke Nr. 1 — 3; ungez.
|
Aufl. |
Rest. |
min. |
max. |
Durchschn. |
Bemerk. |
|
|
5. 1 (Kreuzer) * |
* |
|||||
|
weiss |
51231005) |
12.50 |
20.— |
16.50 |
||
|
- .20 |
—.75 |
—.40 |
||||
|
6. 3 (Kreuzer) * |
^ |
|||||
|
dunkelgelbgrün |
123705005) |
CO |
20.- |
30.— |
23.75 |
|
|
^ |
—.08 |
—.10 |
—.10 |
|||
|
7. 6 (Kreuzer) * |
O |
|||||
|
hellorangegelb . |
5 6052005) |
.s |
25.- |
35.- |
31.25 |
|
|
r^ |
-.08 |
-.20 |
—.15 |
1858, Ende. Desgleichen, Farbenänderung der Marke Nr. 6 ; ungez.
8. 3 (Kreuzer) *
a) blau . . .
b) stahlblau .
4132;4005)
|
keine |
|||
|
25.— |
25.- |
25.- |
|
|
-.30 |
-.30 |
-.30 |
|
|
25.— |
75.— |
50.- |
|
|
-.25 |
-.30 |
—.25 |
50.—
75.—
5) Im Jahre 1861 wurden 8253 Blatt Ziffernmarken verbrannt, die ihrer Zu- sammensetzung nach unbekannt sind, aber wohl ausschliesslich aus Freimarken Nr. 4 — 8 bestanden.
6) Echtheitsmerkmale sind in der Zeichnung der Marken Nr. 1 — 8 zahlreich vorhanden und die feine Ausführimg des Markenbildes ist besonders durch die für jeden Wert ver- schiedene Guilloche des Wert- ziffer-Untergrundes gut gegen Nachahmungen geschützt. Die Guilloche ist auch für Prü- fungszwecke zunächst zu ver- wenden, demnächst die Schrift und die Eckverzierungen. Die Marken enthalten auch Ge- heim- (oder Stecher-) Zeichen, welche nebenstehende Ab- bildung veranschaulicht, die- selben markieren sich als punktartige Einschnitte im schwarzen Grunde des Bogen- kreises und zwar bei 1 Kr. unten links, 3 Kr. oberhalb der Wertziffer, 6 und 9 Kr. unten rechts. Diese Stecher- zeichen sind natürlich auch auf den Neudrucken vor- handen und für Prüfungs- zwecke am wenigsten zuver- ig, indem dieselben einer i Fälschung am leichtesten bei- zubringen, bez. bei photogra- phischer Eeproduktion vor- handen sind.
Kreuzer
Stecherzeichen.
Kreuzer
liadon.
If)
1860, seit Juni. Badisches Wappen, von zwei Greifen gehalten, auf wagerecht liniiertem Gnuide; eingefasst von einem quadratischen Doppelrahraen mit weisser Inschrift ,, BADEN" (oben), AVertzalil und „KREUZER" (unten), „FREI- MARKE" (links) und „POSTVEREIN", (rechts). Quadrat. F. Bdr. w. R: gez. 13 V^.
|
Ann. |
Rest. |
min. |
max. |
Durchschn. |
Bemerk. |
|
|
9. 1 KREUZER |
4 399200 |
siehe |
||||
|
a) schwarz . . |
Nr. 17 |
2.50 5.— |
3.65 |
|||
|
-.25 |
-.65 |
—.35 |
||||
|
b) grauschwarz |
3.— -.25 |
3.- —.25 |
3.— -.25 |
|||
|
10. 3 KREUZER |
a = 3 171 100 |
2961 |
||||
|
a) preussischblau |
b= 2912400 |
2.50 |
8.— |
6.50 |
20.— |
|
|
0083500 |
-.40 |
—.50 |
—.45 |
|||
|
b) ultramarin . . |
davon 1622 verbr. (JiiU 1870) |
2.— —.30 |
2.50 -.35 |
2.15 -.30 |
||
|
c) grünblau . . |
— |
- |
50.- 1.— |
|||
|
11. 6 KREUZER |
a=- 1111400 |
2953 |
||||
|
a) iebh. orangerot |
b= 1312800 |
3.- |
3.50 |
3.40 |
||
|
2424200 |
-.75 -.90 |
—.85 |
||||
|
b) gelborange . |
davon 90905 verbr. (Juli 1870) |
2.50 -.70 |
3.— -.80 |
2.90 —.75 |
||
|
12. 9 KREUZER |
978400 |
2955 |
||||
|
karminrosa . . |
davon 16114 |
3.50 |
5.— |
4.— |
||
|
aMJÜMtU^ymao, |
verbr. (Jiüi 1870) |
1.75 |
3- |
2.40 |
1862, April. Dasselbe Muster, jedoch Wappen auf weissem (unliniiertem) Grunde; ausserdem geänderte Farbe. F. Bdr. w. P.; gez. 137,.
13. 3 KREUZER
karminrosa .
200000
|
siehe |
|||
|
Nr. 18 |
140.- |
200.- |
163.35 |
|
3.- |
5.— |
3.55 |
1862, Jiüi. Freimarken Nr. 9 — 12, liniierter Grund, mit weiter Zähnung und in teilweise geänderten Farben. F. Bdr. w. P.; gez. 10.
14. 1 KREUZER schwarz . . .
15. 6 KREUZER
preussischblau .
16. 9 KREUZER
a) dunkelbraun
b) hellgelbbraun
|
2675800 |
siehe |
|||
|
Nr. 17 |
1.50 |
1.75 |
1.60 |
|
|
—.45 |
2- |
—.40 |
||
|
1007300 |
12 |
|||
|
davon 2060 verbr. (Jiüi 1870) |
2.— 1.— |
2.50 1.50 |
2.30 1.30 |
|
|
1002900 |
2955 |
|||
|
386800 |
2.25 |
5.— |
3.30 |
|
|
1389700 |
1.— |
1.50 |
1.25 |
|
|
davon 72 230 verbr. (Okt. 1865 und Jiüi 1870) |
3.50 1.50 |
4.— 1.50 |
3.65 1.50 |
16
Baden.
1862, Herbst und später. ^) Muster der Freimarke Nr. 13 (weisser Grund), jedoch mit weiter Zähnung. F. Bdr. w. P.; gez. 10.
|
Aufl. |
Rest. |
min. |
max. |
Durchschn. |
Bemerk. |
|
|
17. 1 KEEUZER«) |
7515400 |
1474 |
||||
|
schwarz . . . |
ein Teil |
—.50 |
1.- |
—.65 |
||
|
, |
davon |
-.18 |
-.25 |
—.25 |
• |
|
|
Nr.9u.l4 |
||||||
|
18. 3 KREUZEE^) |
7303600 |
|||||
|
a) blass karminrosa |
—.75 |
1.50 |
1.— |
|||
|
siehe |
-.04 |
—.08 |
—.05 |
|||
|
b) lebh. karminrosa |
Nr. 24 |
—.75 -.08 |
—.75 -.08 |
-.75 -.08 |
||
|
19. 6 KREUZER |
3081600 |
1323 300 |
||||
|
a) preussischblau |
50.— -.50 |
65.— 1 — |
56.35 —.70 |
100.— |
||
|
b) ultramarin . . |
-.20 -.30 |
—.45 —.40 |
—.35 -.35 |
|||
|
20. 9 KREUZER . |
a = 3080100 |
672800 |
||||
|
a) blassbraun . . |
b=:^ 2 387 800 |
1.25 |
6.— |
3.65 |
||
|
5467 800 |
-.50 |
-.50 |
-.50 |
|||
|
b) rostbraun . . |
—.20 .85 |
—.75 -.50 |
-.45 —.45 |
|||
|
21. 18 KREUZER ^0) |
215800 |
2955 |
||||
|
grün f .... |
99400 |
12.— |
20.— |
15.60 |
||
|
315200 |
15.- |
20- |
16.20 |
|||
|
22. 30KREUZER^0 |
davon 151 012 verbr. (Juli 1870) |
114400 |
||||
|
orangegelb f . . |
230400 |
-.75 17.50 |
1.— 30.- |
—.95 21.30 |
'^) Die Marken Nr. 18, 21 und 22 wurden im Herbst 1862, die übrigen erst im Frühjahr 1864 ausgegeben.
8) Marke Nr. 17 mit Zähnung 13 giebt es nicht (vergl. Krötzsch-Handb. S.7).
9) Die vielen Farbenabstufungen dieses Wertes vom tiefen violettrot bis zum blassen hellrosa sind namentlich in den dunkleren Tönen zuweilen auch auf Farben- zersetzung zurückzuführen.
lö) Vor Fälschungen dieses Wertes sei gewarnt (vergl. Kr.-Handb. S. 7 — 8). ii) Man hüte sich vor falschen Entwertungen (vergl. Kr.-Handb. S.ll sowie Mitt. d. Berl. Phil.-Cl. 1889 S. 135).
1868, 1. September. Ähnliches Muster, jedoch fettere Inschriften, welche unten auf „KK.^' (statt KEEÜZEE) und links ebenfalls wie rechts a,uf „FEFIMARKE^' (anstatt POSTVEREIN) lauten. F. Bdr. w. P.; gez. 10.
1 E:R(euzer)^
a) gelbgrün
b) grün
24. 3 KR(euzer)
a) rosa . .
b) karmin
0
12896900
20525700
3372700
880200 davon ein Teil
Nr. 18.
.10 —.12
-.25 -.15
—.05
—.25 -.05
-.25 -.15
-.25 .15
-.25
-.08
-.25 -.05
—.15 —.15 —.25 —.15
-.15 —.06 —.25 —.05
Baden.
17
|
Aufl. PRest. |
min. |
max. |
Durchschn. |
Bemerkungen |
||
|
25. 7 KR(euzcr) |
4 473 500 |
1057100 |
||||
|
a) mattblau . . |
-.60 |
.60 |
-.60 |
|||
|
.50 |
-.50 |
-.50 |
||||
|
h) (dunkel)blau |
-.25 |
—.60 |
-.40 |
|||
|
I-.50 |
1- |
.65 |
|
650000 |
322800 |
|||
|
-.05 |
-.15 |
—.10 |
||
|
5.- |
8.- |
6.50 |
||
|
1000000 |
445400 |
|||
|
—.05 |
—.20 |
—.15 |
||
|
2.50 |
5- |
3.90 |
||
|
350000 |
160000 |
|||
|
—.15 |
-.40 |
—.30 |
||
|
75 — |
80.- |
77.50 |
1-) Von Marke Nr. 23 giebt es Stücke (,, Spielarten'') mit weissem Strich links vor der ,,1".
Landpost-Portomarken. ^ •^)
1862, 1. Oktober.i^) Grosse Wertzahl, darüber „LAND- POST'S darunter „POKTO-MARKE'S umgeben von ranken- artigen Verzierungen und einer Linie. Quadrat. Schw. Bdr. f. F., gez. 10.
1' 1 (Kreuzer) schwefelgelb .
2' 3 (Kreuzer) schwefelgelb .
3' 12 (Kreuzer) schwefelgelb .
13) Die Landpost -Portomarken dienten zur Erhebung des Bestellgeldes in den Landbestellbezirken der Postämter. Ihre Verwendung hörte mit Ende 1867 auf. 1*) Marke Nr. 3' wurde erst später verausgabt.
Mit dem 1. Januar 1872 ging die badische Postverwaltung in die Verwaltung der Deutschen Reichs-Post über. Gleichzeitig verloren damit die badischen Postwertzeichen ihre Giltigkeit.
Restbestände.
Die badische General-Postkasse, welche die badischen Postwert- zeichen lagerte und an die einzelnen Postanstalten verabfolgte, war im allgemeinen gewohnt, die älteren Bestände erst völlig zu räumen, bevor sie an eine Verteilung jüngerer Auflagen ging; ähnliche An- weisung bezüglich des Marken Verbrauches hatten auch die Postanstalten erhalten (Verfüg, v. 17. Juni 1864). Restbestände an älteren Frei- marken waren daher mit bestimmten Ausnahmen nicht verblieben.
Zu verschiedenen Zeiten waren überdies Markenbogen, deren Druck, Gummierung oder Erhaltung nicht mehr genügte, vernichtet worden. Endlich wurden noch am 23. Juli 1870 bezw. 4. April 1871 die oben vermerkten grossen Mengen an überflüssigen Freimarken verbrannt, nachdem man von jedem Werte 3000 Stück zurückgelegt hatte.
Nach dem Übergang der badischen Post in die Verwaltung der Deutschen Reichs-Post wurden die Restbestände am 22. November 1872 aufgenommen und die oben in Spalte ,, Restbestände' ^ vermerkten Stückzahlen vorgefunden. Marken zu 1, 3, 6, 7, 9 und 30 Kreuzer,
H. Krötzsch, Katalog.
18
Baden.
welche noch Ende 1871 in Verkehr gewesen waren, legte man einst- weilen zurück; die übrigen Vorräte wurden verkauft und zwar:
|
1474 Stück |
1 |
Kreuzer. |
Original |
Nr. 9, |
14 u. 17 . |
||
|
2961 „ |
3 |
„ 10a |
und b . |
||||
|
2953 „ |
6 |
„ IIa |
und b . |
||||
|
2955 „ |
9 |
V 12 |
. . |
||||
|
12 „ |
6 |
1 |
„ 15 |
||||
|
2955 „ |
9 |
„ 16a |
und b . |
am 23. Juni 1873 an |
|||
|
2955 „ |
18 |
„ 21 |
Job. Aug. Senf |
||||
|
und |
in Leipzig |
||||||
|
4457 Stück |
1 |
Kreuzer. |
Neudruck |
a . . |
für 1200 Thaler (einschliesslich |
||
|
2260 „ |
3 |
b . . |
! |
||||
|
1660 „ |
6 |
c . . |
1387 |
||||
|
2952 „ |
9 |
d . . |
! . . ! |
Briefumschlägen. |
|||
|
2461 |
1 |
e . . |
|||||
|
1622 „ |
3 |
f . . |
! |
||||
|
2763 „ |
6 |
Sf . . |
|||||
|
1859 „ |
3 |
h . . |
• • • • |
||||
|
ferner |
Landpos |
t-Portomarken: |
|||||
|
322 800 Stück |
1 |
Kreuzer, Landpost Nr. |
1 . . |
am 7. Oktober |
|||
|
445 400 160 000 |
V |
3 12 |
5» |
7) |
2 . . 3 . . |
an Jul. Goldner in Hamburg für 1000 Mark. |
Die zurückgelegten Kestbestände der jüngeren Freimarken zu 1, 3, 6, 7, 9 und 30 Kreuzer wurden bis auf je 100 000 Stück ein- gestampft; erst einige Jahre später wurden auch letztere verkauft, nämlich :
|
100 000 Stück 6 Kreuzer. |
Original |
Nr. |
19b . . 1 |
|||
|
100 000 |
V 9 |
20b . . |
Mai 1878 an |
|||
|
100 000 |
„ 30 |
22 . . |
W. E. C. Brede- |
|||
|
100 000 |
,, 1 |
23 . . |
meyer |
|||
|
100 000 |
,, 3 |
24 u. 18 |
in Hamburg. |
|||
|
100 000 |
>, 7 |
25 . . |
In gewissem Sinne gehören zu den Eestbeständen auch alle klei- neren Verkäufe, welche vor der Bestandaufnahme (22. November 1872) von verschiedenen, bereits vor Ende 1871 ausser Verwendung gesetzten Freimarken erfolgt waren.
Dagegen können die am 21. Mai 1894 von Herrn Carl Meyle in Pforzheim für 157 Mark erworbenen vier Blockstücke (29 a 1 Kreuzer Nr. la, 19 k 3 Kreuzer Nr. 2a, 24 ^ 6 Kreuzer Nr. 3a und 24 ^ 9 Kreuzer Nr. 4 a), welche sich als Belegstücke in den Akten vor- fanden, nicht als Eestbestände gelten, denn sie sind amtlich verrechnet und durch Tintenstrich entwertet.
Übrigens stammen ziemlich viel ungebrauchte Freimarken nament- lich älterer Ausgaben nicht aus den Restbeständen, sondern unmittelbar aus früheren Ankäufen am Schalter zum Nominalwert.
Baden.
19
Neudrucke.
Von den Freimarken sind die Marken 1 — 8 neugedrnckt.
1867 (oder 18(>6). Amtlicher Nendruck auf zu dickem Papier (ausgen. bei d und g) und mit zio lebhaften, dunkleren Farbentönen. Gummierung rein weiss (Orig. : gelbliche Flecke, häufig mit kleinen schwarzbraunen Tupfen), wenig spröde (statt: sehr spröde) und wenig bezw. nur stellenweise brüchig (statt: überall stark brüchig).
|
Aufl. |
Rest |
Senf-Kat |
Erkennungsmerkmale |
|
|
a) Marke Nr. 1 (1 Krz.) dunkel rostbraun . . . |
5000 |
4457 |
1.— |
P. : fest, etw. zu dick. |
|
b) Marke Nr. 2 (3 Krz.) orangegelb (zu dunkel) . |
2500 |
2260 |
1.— |
P. : etw. dicker. |
|
e) Marke Nr. 3 (6 Krz.) (grau) blaugrün . . . |
2000 |
1660 |
1.— |
P. : sehr dick und fest. |
|
(1) Marke Nr. 4 (9 Krz.) ^«) fahlrosa e) Marke Nr. 5 (1 Krz.) schwarz |
8000 3000 |
2952 2461 |
1.- |
P. : dünn, weich. Gummi: glatt, schwach. P. : zu dick. |
|
f) Marke Nr. 6 (3 Krz.) dunkel (tief) grün in starkem Druck . . . |
2000 |
1622 |
1.— |
P. : zu dick und fest. |
|
g) Marke Nr. 7 (6 Krz.) schwefelgelb (zit hell!) |
3000 |
2763 |
1.— |
P. : dünn und weich. |
|
h) Marke Nr. 8 (3 Ki'z.) blau (etwas dunkel) |
2000 |
1859 |
1.— |
^) Vor dem Verkauf der. Eestbestände (23. Juni 1873) wurden die Neudrucke ebenso wie Originale nur zum vollen Nominalwert abgegeben,
16) Die Behauptung im Dresdener „Philatelist" (1891 S. 306), es gäbe von dem 9 Krz. -Wert keinen Neudruck, ist falsch.
20
Zum guten und staubfreien Aufbewahren der Karton - blätter (34X27 cm) offeriere ich meinen eigens dazu hergestellten
Patent -3c^'T^'^®'kctsten
mit verstellbarem Zwisehenboden
vier festen Seitenwänden, von Y^ zu Y2 ^^a versenkbarem, zur Pultlage verstellbaren Zwischenboden, und Fangkasten im Deckel, sauber in guten Holzarten gearbeitet und verschliessbar. Jedes, auch das kleinste Quantum Blätter liegt zu ob erst im Kasten, derselbe erscheint also stets voll, der leere Eaum befindet sich unter dem Zwischenboden. Ein Schlagen oder Eeiben der Blätter ist ausgeschlossen.
Der Kasten fasst 100 starke oder 250 schwache Kartonblätter.
Preise des Sammelkastens mit verstellbarem Zwischenboden.
Nr. 1^ Massiv Eiche Mark 28.—
„ 1^ Nussbaum, innen Ahorn „ 32. —
„ 3* Massiv Eiche • . . „ 26.—
„ 3^ Nussbaum, innen Ahorn „ 31. —
„ 3 Nussbaum mit Ahorn und Rosenholz, innen
Ahorn „ 40. —
„ 4 Nussbaum mit Ahorneinlage, innen Ahorn . „ 32. —
Hugo Krötzsch, philatelistischer Verlag
Leipzig, Lange Strasse 22.
Königreich mit einem Flächeninhalt von 75864 qkm und (^1895) öTTS&JG Einwohnern.
Hauptstadt: München mit (1895) 405521 Einwohnern.
Geld Währung: 1 Gulden {= 1,71 Mark) j\ 6() Kreuzer A 4 Pfennig; von 1875 an: 1 Mark -= 100 Pfennig.
Freimarken.
1849, 1. November. Grosse Wertzahl auf genmstertem Grunde, eingefasst von einem quadratischen Kahmen mit Inschrift „BAYERN'' (oben), „FRANCO" (unten), „EIN" (links) und ,, KREUZER" (rechts), sowie kleiner Wertzahl in jeder Ecke. Quadrat. F. Bdr. w. Handp.^) (ohne Seidenfd.^); ungez.
|
Aufl. 1 Rest |
|min. |
max. |
Durchschn. |
Bemerkungen |
||
|
1. 1 KREUZER«) t |
1 |
|||||
|
a) schwarz . . |
12.50 25.— |
16.50 |
||||
|
ige |
15.-|25.- |
18.50 |
||||
|
b) gi-auschw^arz |
.s |
12.— |
12.- |
12.— |
||
|
^ |
15.- |
18.— |
16.50 |
20- |
1) Amtlich ist diese Marke niemals auf Papier mit Seidenfaden gedruckt. Die vorkommenden Stücke sind chemische Fälschungen: der Marken Nr. 4 oder 9 (welche dann die Wertxiffern im Kreise zeigen) oder unberufene Neudrucke.
1849, 1. November. Ähnliche Ausführung, die Wertziffer aber auf glattem Grunde innerhalb eines vom Quadratrahmen unterbrochenen Kreises. Quadrat. F. Bdr. w.^) Handp.^) mit rotem senkrechten Seidenfaden ; ungez.
2. 3 KREUZER-^)
a) hellblau . .
b) dunkelblau . 5.— 5.— 5. — 30. —
c) grünblau^)
d) graublau-)
3. 6 KREUZER^O
■yynj\, a) (rötl.-) fahlbr.
b) rosabraun
|
3690 |
||||
|
2.- -.05 |
2.50 —.20 |
2.25 —.10 |
||
|
5.— -.05 |
5. — -.05 |
0.— -.05 |
||
|
2.— —.20 |
6.- -.30 |
4— —.25 |
||
|
2.— —.05 |
2.— —.05 |
2.- -.05 |
||
|
ver- mutlich keine |
100.- 2.— |
250.- 3.50 |
175.— ; 2.80 i |
|
|
100.- 2- |
100.- 2. |
100.— I 2 — |
Vorsicht vor
gewaschenen
Stücken !
2) Scheinbar durch Licht-, Säure- oder Feuchtigkeitseinflüsse sind die Farben- abtönungen in grünblau und graublau entstanden.
22
Bayern.
1850, 1. Juli. 1858, 1. Juni*). Ähnliche Ausführung wie Nr. 1 u. 2, jedoch mit vollständiger Linie des Mittel- kreises und feinerer Verzierung der Eckzwickel. Quadrat. F. Bdr. w. Handp.^) mit Seidenf. ; ungez.
|
Aufl. |
Rest |
min. |
max. |
Durchschn. |
Bemerkungen |
|
|
4. 1 KREUZEK«) |
3690 |
|||||
|
a) mattrosa . . |
^ |
1.75 -.20 |
1.75 -.25 |
1.75 -.25 |
||
|
b) rosa (rot) . . |
1.50 —.20 |
2.50 -.35 |
1.95 -.25 |
|||
|
c) mattrot . . 5. e^KREUZEE^) ^c^i a) rötlichbraun -^^ b) dunkelbraun |
3690 |
2.— -.20 1.50 -.05 2.— -.05 |
2.— -.20 2.25 -.10 2.- -.05 |
2.- —.20 1.80 —.06 2.— -.05 |
||
|
c) graubraun . |
3.- -.05 |
3.- -.05 |
3.— —.05 |
|||
|
6. 9 KREUZER a) blassgrün . . |
3690 |
4.— -.10 |
5.— —.15 |
4.65 —.15 |
||
|
b) saftgrün . . |
5.— -.20 |
5.— —.25 |
5.— —.25 |
|||
|
c) blaugrün . . |
10.- -.20 |
10.— —.30 |
10.— —.25 |
30.— |
||
|
7. 12 KREUZER a) ziegelrot . . |
3690 |
7.50 4.— |
12.50 5.— |
10.— 4.70 |
||
|
b) stumpf- zinnoberrot . |
10.— 6.- |
10.— 6.- |
10.— 6.- |
|||
|
8. 18 KREUZER a) goldgelb . . |
3690 |
7.50 4.— |
12.50 5.- |
10.— 4.55 |
||
|
b) ockergelb . . |
10.— 4.50 |
10.— 5.- |
10.— 4.75 |
3) Die Freimarken Nr. 3 und 5 sind in manchen Katalogen verschmolzen und nur als ,, Hauptart I" (Nr. 3) mit unterbrochenem Kreise und als Hauptart II (Nr. 5) mit vollem Kreise bezeichnet.
Die übrigen Nr. 4 — 8 aufgeführten Marken haben nur volle, d. h. nicht unter- brochene Kreiszeichnung, die Marke Nr. 2 dagegen nur unterbrochenen Kreis. Jedoch sind häufig durch Abnutzung der Druckplatten, welche bei Nr. 1 aus Schriftmetall gegossen, bei Nr. 2—14 aus Messing hergestellt waren, kleine un- bedeutende Abweichungen und unscharfer Druck entstanden.
*) Die einzelnen Werte wurden zu verschiedenen Zeiten verausgabt, nämlich 1850, 1. Juli Nr. 6; 1850, 10. Oktober Nr. 4; 1850 Ende Nr. 5; 1854, 1. Juli Nr. 8 und 1858, 1. Juni Nr. 7. Ihre Gültigkeit verloren alle Marken Nr. 2—8 jedoch gleichzeitig am 1. September 1864.
») Das Papier ist Handpapier, daher sehr verschieden stark.
6) Die Farbe des 1 Krz. -Wertes wurde in rosa geändert, weil die Entwertung auf der schwarzen Marke (Nr. 1) schlecht erkennbar war; Nr. 1 gelangte erst im Oktober 1851 ausser Verkehr,
Bavern.
23
1862, 1. Oktober. Farbenänderung, im ül)rigen gleiche Aus- führung wie Nr. 2, 4 — 8. F. Bdr. w.') P.'^) mit Seidenf. ; ungez.
|
Aufl. |
Rest |
min. |
max. |
Durchschn. |
Bemerkungen |
|
|
9. 1 KREUZEK |
||||||
|
a) gelb .... |
1.— -.15 |
1.25 -.20 |
1.20 —.15 |
|||
|
b) orangegelb . |
1.25 —.15 |
2. — !20 |
1.65 -.20 |
|||
|
10. 3 KREUZER |
||||||
|
a) rosa .... |
1.— |
1.50 |
1.30 |
|||
|
—.03 —.08 |
-.05 |
|||||
|
b) karminrosa . |
1.50 1.50 |
1.50 |
||||
|
-.03 |
-.03 |
-.03 |
||||
|
c) mattrosa . . |
1.50 -.03 |
1.50 -.03 |
1.50 -.03 |
|||
|
11. 6 KREUZER |
||||||
|
a) ultramarin . |
2.50 -.05 |
2.50 -.15 |
2.50 —.08 |
|||
|
b) dunkelblau . |
S |
2.50 |
2.50 |
2.50 |
||
|
'> |
-.05 |
— 05 |
-.05 |
|||
|
c) preussisch blau |
^ ü |
— |
— |
RRR |
||
|
12. 9 KREUZER |
<v |
|||||
|
a) fahlbraun . . |
•s |
3.50 -.10 |
4.50 —.10 |
4.— -.10 |
||
|
b) gelblichbraun |
3.— -.10 |
4.50 -.15 |
3.90 —.15 |
|||
|
13. 12 KREUZER |
||||||
|
a) gelblichgrün |
5.— 1.- |
10.— 2- |
7.65 1.60 |
|||
|
b) saftgrün . . |
7.50 1.50 |
8.- 2.— |
7.75 1.75 |
|||
|
14. 18 KREUZER |
||||||
|
a) ziegelrot . . |
8.— 3.- |
8.— 3.- |
8.- 3- |
|||
|
b) zinnoberrot . |
6.- 2.50 |
12.50 3.50 |
8.65 3 — |
|||
|
c) stumpfrot |
8.- 3.50 |
20.— 7.50 |
14.— 5.15 |
30.- |
") Freimarken in schwarz auf farbigem Papier sind ,,Instruktionsmarken*', welche den Umschlägen der Markenpackete zur Kennzeichnung ihres Inhaltes auf- gedruckt waren. Mit Ausnahme der Instruktionsmarke zu 1 Krz. (Nr. 4) lilagrau und zu 18 Krz. (Nr. 14) grau stimmt ihre Papieriarhe mit der den Originalen Nr. 2 — 14 entsprechenden Dritckfarbe überein.
1867, 1. Januar. Bayrisches Staatswappen mit Krone, von zwei Löwen gehalten, auf wagereeht LLniiertem Grunde^), darüber „BAYERN'^ darunter „KREUZER''. In den vier Ecken Wertzahlen, verbunden durch Verzierungen. Hochrechteck. F. prägeartiger Bdr. w. P.^) mit Seidenf.; ungez.
24
Bayern.
|
Aufl. |
Rest. |
min. |
max. |
Durchschn. |
Bemerkungen. |
|
|
15. 1 KEEUZER |
||||||
|
a) mattgrün . . |
—.50 |
2.- |
1.25 |
Von Nr. 15—20 |
||
|
-.08 |
—.15 |
—.15 |
sind Block- |
|||
|
b) saftgrün . . . |
1.- —.10 |
2.- —.15 |
1.50 —.15 |
stücke selten! |
||
|
c) blaugrün(1868) |
^ |
1.— —.25 |
2.50 -.30 |
1.75 —.30 |
6.— |
|
|
16. 3 KREUZER |
||||||
|
a) rosa .... |
2.50 -.03 |
3.50 -.08 |
2.90 -.04 |
|||
|
b) karminrosa . |
3.- -.03 |
3.— —.03 |
3.— -.03 |
|||
|
c) mattrosa . . |
3.- -.03 |
3.50 —.03 |
3.25 -.03 |
|||
|
17.6KREUZER^^-^^) |
' ^ |
|||||
|
a) hellblau . . . |
8.50 |
9.— |
8.75 |
12.— |
||
|
—.40 |
—.50 |
—.45 |
||||
|
b) lebhaftblaii . |
6.— |
12.— |
8.90 |
15.— |
||
|
s |
-.45 |
-.65 |
—.55 |
|||
|
18. 9 KREUZERN«) |
<v |
|||||
|
a) gelblichbraun |
6.— |
10.— |
8.15 |
15.— |
||
|
1.50 |
2.50 |
1.90 |
selten in guten Stücken! |
|||
|
b) mattbraun . . |
6.- 1.75 |
6.— 1.75 |
6.— 1.75 |
10— |
||
|
19. 12 KREUZER |
||||||
|
a) bläul. violett . |
7.50 2.50 |
10.— 5.— |
9.15 4.50 |
15.— |
||
|
b) rötl. violett . |
10.— 4.50 |
12.- 6.— |
11.— 5.25 |
15.— |
||
|
20. 18 KREUZER |
||||||
|
a) ziegelrot . . |
7.50 3.50 |
12.— 5 — |
9.— 4.15 |
IS- |
||
|
b) blassrot . . . |
7.50 4.- |
9.— 5.- |
8.25 4.50 |
IS.— |
8) Infolge Abnutzung der Druckplatten oder zu reichlichem Farbenauftrag erscheint der liniierte Grund häufig völlig glatt.
9) Das Papier ist verschieden stark, zuweilen auch gerippt.
10) Nr. 17 und 18 wurden am 1. Oktober 1868 ausser Verkehr gesetzt.
1868, 1. Oktober. Marke Nr. 17 in geänderter Farbe, und ein neuer Wert, sonst gleiche Ausführung^). F. prägeart. Bdr. w. P. mit Seidenf. ; ungez.
21. 6 KREUZER 1^)
graubraun . .
22. 7 KREUZER
a) ultramarin .
b) hellblau . .
|
o |
4.— |
7.50 |
5.75 |
|
|
'> |
-.40 |
1.— |
-.70 |
|
|
r^ ^ |
4.— |
6.— |
4.75 |
|
|
-.30 |
-.50 |
—.35 |
||
|
4.— |
4.— |
4.— |
||
|
S |
-.35 |
—.35 |
-.35 |
Biivorn.
25
") Die Verwendung halbierter Marken (z. Ji. Nr. 17 als :{ Kreuzer) isl durch keine anitliehe Verfiigimg gedeckt.
W a s s e r z e i c li e n ^ ' )
a) gekreuzte Linien b) enge Wellenlinien c) weite Wellenlinien.
1870, Juli. Gleiches Muster^) auf P. ohne Seidenf., aber mit Wz. F. prägeart. Bdr. w. P.^-) mit Wz. ^^): gekreuzte Linien ^^), gez. 12.
|
Anü. Rest |
min. max. i 1 |
Durchschn. Bemerkungen |
||||
|
23. 1 KEEüZEß |
||||||
|
a) blassgrün (Q^^) |
—.30— .30 —M —.04 |
-.30 —.04 |
||||
|
b) saftgrün (Q) . |
—.30 —.50 -.03-.15 |
—.40 -.08 |
||||
|
c) grün (Kl'*) . |
1 |
|||||
|
24. 3 KKEUZEK^^) |
||||||
|
a) rosa (Q) . . . |
-.40 -.02 |
—.40 -.02 |
—.40 ' -.02 |
|||
|
b) karminrosa (Q) |
J^ ' 1 |
—.40 —m |
1.— —.15 |
—.65 -.05 |
||
|
c) karminrosa (E) |
•^ |
• |
||||
|
25. 6 KEEUZEE |
1 |
|||||
|
a) gelbbraun (Q) |
—.50 -.20 |
1.50 —.30 |
-.80 1 -.25 |
|||
|
b) graubraun (E) 26. 7 KEEUZEE |
—.50 -.30 |
—.50 —.30 |
—.50 -.30 |
|||
|
a) ultramarin (Q) |
—.40 —.10 |
1.50 -.35 |
-.85 -.20 |
|||
|
b) ultramarin (E) 27. 12 KEEUZEE t |
4000 |
-.50 -.10 |
—.50 —.10 |
—.50 -.10 |
||
|
a)bläul. violett (E) b) rötl. violett (E) 28. 18 KEEUZEE |
'ü |
25.— 30.- 40!— |
40.— 50.— 40.— |
33.75 38.75 ; 40.— |
||
|
a) ziegelrot (Q) . b) ziegelrot (E) . |
i 1 1 |
1 et |
1.— -.•25 —.40 —.25 |
1.— —.25 1.— —.50 |
1.— -.25 —.75 -.30 |
26
Bayern.
12) Das Papier ist selten glatt (Nr. 23, 30 u..36 überhaupt nicht ermittelt) oder senktecht (weit oder eng), wagerecht (weit oder siebartig), senkrecht eng und wagerecht weit gerippt (Nr. 27, 37, 45 u. 46 überhaupt nicht ermittelt).
13) Das Wasserzeichen ist oft sehr undeutlich, doch fehlt es niemals gänzlich ; am besten erkennbar ist das Wz. , wenn man die Marke mit der Vorderseite auf dunkelgefärbtes Glas legt und hierauf ihre Kückseite mit reinem Benzin bestreicht.
14) Die gekreuzten Linien bilden entweder annähernd Quadrate (Q) mit 14 mm Querlinien (Diagonalen) oder stark verschobene Rhomben (R) mit grössten Quer- linien von 17 mm Länge ; letztere Gestalt scheint die jüngere zu sein.
1873, 1. Januar., Dieselbe Ausführung^). F. prägeart. Bdr. w. P.^^) mit Wz.^^): gekreuzte Linien; gez. 12.
|
Auü. |
Rest |
min. |
max. |
Durchschn. |
Bemerkungen |
|
|
29. 9 KEEUZER |
||||||
|
a) rötlich braun . |
ei |
—.15 |
—.40 |
-.25 |
||
|
-o |
-.15 |
-.75 |
—.30 |
|||
|
b) mattrötlichbr. |
M |
-.20 |
—.20 |
-.20 |
||
|
30. 10 KREUZER |
Cd |
-.15 |
-.15 |
—.15 |
||
|
a) gelb .... |
U |
—.15 |
—.50 |
-.40 |
||
|
—.18 |
-.25 |
-.20 |
||||
|
b) goldgelb . . |
-.50 —.80 |
—.50 -.80 |
—.50 -.80 |
1874, 15. August. Grösseres Format. Ahnliches Muster, jedoch Wertzahlen auf wagerecht liniiertem Grunde. Hoch- rechteck. F. prägeart. Bdr. w. P. ^^) mit Wz. : gekreuzte Linien; ungezähnt.
1 MARK
dunkelviolett . 20.-40.— 28.75 60.—
1.75 5.- 2.65
1875, April. Freimarke Nr. 31, jedoch gezähnt 12. 1 MARK
a) dunkelviolett
b) blauviolett .
1875, Juli. Dieselbe Ausführung wie Nr. 23 — 30, jedoch auf P.^^) mit Wz.: weite wagerechte Wellenlinien; gez. 12. 1 KREUZER
32.
|
12.50 |
15.— |
14.15 |
||
|
-.35 |
-.75 |
-.55 |
||
|
12.50 |
12.50 |
12.50 |
||
|
-50. |
-.50 |
—.50 |
33. 34. 35. 36. 37.
hellgelbgrün . . 3 KREUZER
rosa
7 KREUZER
ultramarin . .
10 KREUZER
gelb
18 KREUZER ziegelrot . . .
|
—.10 |
—.15 |
—.10 |
||
|
<v |
—.70 |
1.25 |
1.— |
|
|
r^ |
||||
|
—.10 |
—.25 |
—.15 |
||
|
^ |
-.25 |
2, |
—.75 |
|
|
^ r^ |
||||
|
N |
—.20 |
—.35 |
—.25 |
|
|
02 1 |
1.50 |
1.50 |
1.50 |
|
|
— .BO |
-.50 |
—.40 |
||
|
^ |
-.65 |
2.25 |
1.40 |
|
|
'^ |
—.30 |
—.75 |
-.60 |
|
|
1 — |
2.— |
1.40 |
2.50
2.50
2.50
5) Alle Kreuzermarken verloren mit dem 1. Januar 1876 ihre Gültigkeit.
Ravorn.
27
1876, 1. Januar. Ähnliche Au.sfiihnin«,^, jedoch mit In- schrift „PFENNIG'^ und Wertzahlen auf glattfarhigcni (Jrunde. Hochrcchtcck. F. prägeart. Bdr. w. P. mit Wz.: weite wage- •echte Wellenlinien ; gez. 12.
|
Aufl. |
Rest |
min. |
max. |
Durchschn. |
Bemerkungon |
|
|
38. 3 PFENNIG |
||||||
|
a) hellgelbgrün |
—.15 —M |
-Z |
—.35 -.10 |
|||
|
b) mattgrün . . |
-'f. |
—.40 |
-.40 |
|||
|
39. 5 PFENNIG |
—.05 |
—.05 |
—.05 |
|||
|
a) dunkelbläu- |
||||||
|
lichgrün . . |
—.50 -.15 |
1.— 1.— |
-.75 -.45 |
|||
|
a) dunkelgrün . |
-.75 |
1.25 |
1.— |
|||
|
10. 10 PFENNIG |
—.10 |
— .25 |
—.15 |
|||
|
a) rosa .... |
-.50 -.01 |
- .50 -.01 |
—.50 —.01 |
|||
|
b) karminrosa . |
—.40 |
1.— |
-.60 |
|||
|
41. 20 PFENNIG |
' |
—.01 |
—.08 |
-.03 |
||
|
a) ultramarin . |
-.75 |
1.80 |
1.40 |
|||
|
-.02 |
-.15 |
—.05 |
||||
|
b) heUblau . . |
1.20 |
1.20 |
1.20 |
|||
|
42. 25 PFENNIG |
—.04 |
—.04 |
-.04 |
|||
|
a) gelbbraun |
1.75 |
2.25 |
2.- |
4.— |
||
|
—.12 |
—.75 |
-.30 |
||||
|
b) mattbraun . |
1.75 |
1.75 |
1.75 |
4.— |
||
|
43. 50 PFENNIG |
•- |
-.15 |
-.15 |
—.15 |
||
|
a) ziegelrot . . |
5.— |
8.— |
6.65 |
10.- |
||
|
—.15 |
—.35 |
—.25 |
||||
|
b) dunkebot . . |
7.50 |
7.50 |
7.50 |
10.— |
||
|
44. 2 MAEK«) |
—.40 |
-.40 |
—.40 |
|||
|
a) hellorange . |
7.- |
7.- |
7- |
|||
|
b) dunkl.(rötlich) |
—.25 |
—.25 |
-.25 |
|||
|
orange . . . |
5.— —.20 |
7.— -.50 |
5.65 —.30 |
1879, Januar
Bdr. w. gl. P. mit
45. 5 PFENNIG
a) liellviolet .
Nr. 39 und 43 in Farbenänderung. F. präg AVz.: weite wagerechte Wellenlinien \ gez. 12.
b) bläul. violett
4G. 50 PFENNIG
a) dunkelbraun
b) gelbbraun .
|
—.40 |
—.85 |
—.65 |
||
|
—.05 |
-.15 |
—.10 |
||
|
—.40 |
—.75 |
—.60 |
||
|
-.05 |
-.05 |
-.05 |
||
|
10.- |
12.50 |
11.65 |
||
|
—.15 |
-.25 |
-.20 |
||
|
10.— |
10.- |
10.— |
||
|
—.20 1 |
-.20 |
—.20 |
10.- 10.- 30.- 30.-
28
Bayern.
1879, Dezember. Nr. 32 auf P.^^) mit Wz.: weite wagerechte Wellenlinien; gez. 12.
|
Aufl. |
Rest |
min. |
max. |
Durchschn. |
Bemerkungen |
|
|
47. 1 MAEK |
||||||
|
a) lebhaft violett |
^ |
40.— 100.- -.lOj 1.50 |
70.- —.60 |
150.— |
||
|
b) matt violett |
ilso |
l!50 |
l!50 |
150.— |
1881, November. Gleiches Muster auf w. gl. P. mit Wz.
enge senkrechte Wellenlinien; gez. 12.
48. 3 PFENNIG
a) gelbgrün . .
b) hellgrün . .
49. 5 PFENNIG
a) rötHchviolett
b) bläulichviolett
50. 10 PFENNIG
a) karminrosa .
b) rosa ....
51. 20 PFENNIG
a) ultramarin .
b) lebhaft blau
52. 25 PFENNIG
gelbbraun . . .
53. 50 PFENNIG
a) dunkelbraun
b) braun . . .
54. 1 MAEK
a) violett . . .
b) hellrotviolett
|
—.15 -.03 |
—.15 -.03 |
—.15 -.03 |
||
|
-.15 -.03 |
—.50 -.35 |
—.30 -.10 |
||
|
—.25 —.02 |
-.65 -.65 |
-.40 -.20 |
||
|
—.25 —.03 |
-.40 -.03 |
-.35 -.03 |
||
|
-.30 -.01 |
—.50 —.35 |
—.35 —.10 |
||
|
-.30 -Ol |
—.30 —.01 |
-.30 -.01 |
||
|
—.50 —.02 |
—.75 -.15 |
—.50 -.05 |
||
|
—.50 —.02 |
—.50 —.02 |
—.50 -.02 |
||
|
-.80 -.05 |
1.25 -.75 |
-.95 -.30 |
||
|
1.50 -.05 |
2.50 —.75 |
2.15 —.25 |
||
|
1.50 -.10 |
1.50 —.10 |
1.50 —.10 |
||
|
2. — !io |
2.— —.10 |
2.- —.10 |
||
|
2.— -.08 |
3.— -.35 |
2.25 -.15 |
-.50
-.75
—.75 —.75
1.— 1.—
3.—
Ravcrn.
20
1888, Januar. Gleiches Muster auf w. gl. V. mit Wz.: enge icagerechte Wellenlinien, gez.^^') 14Y.,.
|
Aafl. |
Rest 1 minJmax. |
Durchschn. |
Bemcrkiingen |
|||
|
5o. 3 PFENNIG |
||||||
|
a) hellgrün . . |
1— .10~.35 I-.02 .:» |
-.20 -.10 |
||||
|
1)) gelbgrün . . |
1— .10 -.03 |
—.10 -.03 |
-.10 -.03 |
|||
|
o6. 5 PFENNIG |
||||||
|
a) hellviolett . . |
-.15 —.03 |
-.15 |
-.15 .03 |
—.50 |
||
|
b) rötlichviolett . |
—.15 |
1.- |
-.40 |
|||
|
-.02; 1.- |
-.25 |
|||||
|
57. 10 PFENNIG |
||||||
|
a) karmin . . . |
—.20 — Ol |
—.35 —.08 |
-.25 —.03 |
|||
|
b) rosa .... |
-.20 -.01 |
-.20 -.01 |
-.20 -.01 |
|||
|
58. 20 PFENNIG |
||||||
|
a) dunkelultramar. |
-.35 -.01 |
— .75 -.15 |
—.45 -.05 |
|||
|
b) blau .... |
—.35 —.35 —.02— .02 |
—.35 —.02 |
||||
|
59. 25 PFENNIG |
||||||
|
gelbbraun . . . |
—.60 1.50 -.03 -.15 |
1.10 —.08 |
2, |
|||
|
GO. 50 PFENNIG |
||||||
|
dunkelbraun . . |
! |
1.2o 7.50 |
5.10 |
8.— |
||
|
! |
-.03 |
-.•25 |
-.10 |
^^) Die Zähmuig der Freimarken Nr. 55 — 60 giebt es in zwei verschiedenen Lochgrössen. Der Durchmesser der letzteren ist bei der einen Art etwa doppelt so gross als bei der anderen, die Zähne daher spitzer und dünner. Die Zahl der Zähne ist bei beiden Arten dieselbe, nämlich 14^ <> auf 20 mm.
1890, Februar und später.^") Farbenänderung der Freimarken
Nr. 55, 56, 59, 60. rechte Wellenlinien;
61. 3 PFENNIG
a) dunkelbraun .
b) oliybraun . .
c) gelbüchbraun
F. prägeart. Bdr. ^y. gez. I4Y2.
d. P.
Wz.:
enge v:ar/c-
62.
5 PFENNIG
a) dunkelblaugrün
b) hellbläulich-
giiin ....
|
-.05 |
—.10 |
—.07 |
||
|
l-.Ol |
-.08 |
-.04 ! |
||
|
—.08 —.05 |
—.08 |
-.08 |
||
|
-.05 |
—.05 |
|||
|
-.05 |
-.05 |
-.05 |
||
|
I-.03 |
-.03 |
-.03 |
||
|
—.10 |
—.85 |
—.15 |
||
|
-Ol |
-.08 |
—.03 |
||
|
-.10 |
—.10 |
-.10 |
||
|
J-.02 |
-.02 |
-.02 |
30
Bayern.
|
68. 25 PFENNIG |
Aufl. |
Rest |
min. |
max. |
Durchschn. |
Bemerkungen |
|
a) rotorange . . |
-.40 -.03 |
-.50 -.05 |
—.45 —.04 |
|||
|
b) gelborange . . |
-.40 |
-.40 |
—.40 |
|||
|
04. 50 PFENNIG |
-.04 |
-.04 |
—.04 |
|||
|
braunviolett . . |
'' |
-.75 —.03 |
1.50 —.04 |
1.— -.03 |
17) Die einzelnen Werte wiu-den allmählich je nach Auf brauch der älteren Bestände verausgabt, und zwar Nr. 61 und 63 im Februar 1890, Nr. 62 und 64 im März.
1891, Februar. Marke Nr. 44 auf P. mit Wz. der Ausgabe 1881 November (enge senkrechte Wellenlinien).
65. 2 MAEK
orangegelb
3.50 -.20
3.50 -.40
3.50 -.30
18) Mit Ende Dezember 1892 verloren alle vor Januar 1890 ausgegebenen Freimarken, ausgenommen Nr. 54, 57 u. 58, ihre Gültigkeit.
Portomarken. 1^ ^^' 20)
1862, 1. Oktober. Grosse schwarze ^^B^^ im hochrecliteckigen Doppelrahmen, welcher oben die Inschrift „S3at)r. ^ofttaye", unten „Dom Empfänger ^a^Ibar'' und beiderseits „3 Äreuger'' enthält. Hochrechteck, Schw. Bdr.*^^) w. gl. P. mit rotem wagerechten Seidenf.^^); ungez.
'Bayr.ipoHtafr
SomÖm^fSD^r
|
! ziem- |
|||
|
hch |
6.50 |
7.50 |
6.90 |
|
viele. |
10.— |
15.-I |
12.40 |
1'. 3 freu^er schwarz .
^9) Die Portomarken werden nur für Briefsendungen verwandt, welche im Bestellbezirk der Aufgabe- Postanstalt verbleiben ; für alle anderen nicht bezw. un- genügend freigemachten Sendungen wird das Briefgeld wie im deutschen Reichs- Postgebiet mit Blaustift auf dem Briefumschlage vermerkt und bar erhoben.
20) Die Marken zu 3 und 5 Pfennig dienen zur Erhebung des Briefgeldes für postpflichtige Dienstsachen, diejenigen zu 10 Pfennig für Privatbriefe, welche im Lokalverkehr in unfrankiertem Zustande nur 10 Pfennig kosten.
21) Die Druckform war aus einzelnen losen Lettern zusammengesetzt ; infolge- dessen finden sich oft kleine Abweichungen im Bilde der Marke, z. B. Ver- schiebungen der inneren Umrandung, ein schlecht bezw. garnicht gekommener Punkt oder Buchstabe (z. B. das ,,r" in ,,(Sm^fänger**). Derartige zufällige und beim Buchdruck mit losen Lettern unvermeidbare Vorkommnisse sind Druckmängel, welche die ihnen oft gewidmete hohe Preisbewertung nicht als gerechtfertigt er- scheinen lassen (vergl. Krötzsch-Nachträge Nr. 9, Artikel ,, Typen!").
22) Die sogenannte Instruktionsmarke '^) unterscheidet sich vom Original nur durch das Fehlen des Seidenfadens.
1870, 1. Juli. Ziemlich ähnliche Ausführung, jedoch auf anderem Papier. Hochrechteck. Schw. Bdr. w. gl. oder ger. P. mit Wz.: gekreuzte Linien; gez. 12.
2'.
1 ^reu^er schwarz
3'. 3 ^reu^er schwarz
|
6 ^ |
—.10 |
—.35 |
-.25 |
|
|
8.- |
12.50 |
10.25 |
||
|
o; u |
||||
|
CO -:2 |
||||
|
^ S |
— .15 |
—.35 |
-.25 |
|
|
10.- |
9.50 |
Bavern.
31
1876, 1. Januar. Muster der gleichzeiti<^(Mi l^'reimarken, J(m1oc]i in liellgrauer Farbe mit karniinroteni. Buclidriiek-Auf- driK'k: „^soiii (5'mpfaiuicv ,^af)IIiav.'' F. prägeart. Bdr. w. gl. oder ger. P.-^) mit Wz.: weite wagerechte Wellenlinien ; gez. 12.
|
Aufl. |
Rest min. |
max. |
Durchschn. |
Bemerkungen |
||
|
4'. 3 PFENNIG |
||||||
|
hellgrau . . . |
-.30 -.30 |
—.50 —.50 |
—.40 -.40 |
|||
|
5'. 5 PFENNIG |
||||||
|
hellgrau . . . |
—.25 —.30 |
—1)0 —.30 |
— 35 -.30 |
|||
|
6'. 10 PFENNIG |
||||||
|
hellgrau . . . |
—.40 —.15 |
—.75 —.15 |
—.65 —.15 |
Wz
r.
8'.
23) Nr. 105 und 106 sind noch nicht auf geripptem Papier ermittelt worden.
1883, Juni und später-*). Desgleichen, jedoch auf w. gl. P. mit
: enge senkrechte Wellenlinien; gez. 12.
3 PFENNIG
hellgrau . .
|
—.15 1.— |
1.— 1.80 |
—.70 1.45 |
||
|
—.40 —.25 |
1.— —.50 |
—.70 -.40 |
||
|
-.35 l-.io |
-.75 —.15 |
-.55 -.10 |
5 PFENNIG
hellgrau . .
10 PFENNIG
heUgrau . .
24) Die einzelnen Werte wurden nach imd nachi^) verausgabt, und zwar Nr. 105 im Jahre 1883, Nr. 104 im Jahre 1886 und Nr. 106 im Jahre 1887.
1888, März. Desgleichen, jedoch auf w. gl. P. mit Wz.: enge wagerechte Wellenlinien; gez. 14Y,.
10'. 3 PFENNIG
a) hellgrau . .
b) grünlichgrau
11'. 5 PFENNIG
a) heUgrau . .
b) grünlichgrau
12'. lOPFENNIG^^)
a) hellgrau . .
b) grünUcligrau
2ö) Angeblich soll Nr. 12' im Jahre 1895 in Nürnberg und Würzburg von der Postverwaltimg (?) in Stücken ohne karmim-oten Aufdruck verausgabt sein (vergl. Krötzsch-Handbuch S. 10, nachgetragen).
|
—.10 |
—.15 |
-.10 |
||
|
—.10 |
—.15 |
-.10 |
||
|
—.10 |
—.15 |
—.10 |
||
|
—.10 |
-.15 |
-.10 |
||
|
—.10 |
—.50 |
—.20 |
||
|
—.15 |
^.15 |
—.15 |
||
|
—.10 |
—.15 |
-.10 |
||
|
—.15 |
-.15 |
-.15 |
||
|
-.20 |
—.35 |
-.25 |
||
|
-.03 |
-.04 |
—.03 |
||
|
—.20 |
-.30 |
-.25 |
||
|
-.03 |
—.04 |
—.03 |
32
Bayern.
1895, September. Neue Wertstufe in gleicher Ausführung. Wz.: enge wagerechte Wellenlinien; gez. 14Y2-
Aufl.
Rest
Durchschn.
Bemerkungen
13^ 2 PFENNIG^^)
hellgrau . . .
26) Gegen den Willen der Postverwaltimg sind in Aichach Anfang September 1895 einige zur Ausgabe bestimmt gewesene Ausliilfsmarken verwendet worden; dieselben bestanden aus Marken Nr. 10' mit rotem Aufdruck ^,2" auf jeder Wert- zahl ,,3". Diese Aushilfsmarken sollten bis zur Fertigstellung von Nr. 13' als Ersatz dienen, was jedoch durch rechtzeitige Ablieferung von Nr. 13' rückgängig gemacht wurde.
Restbestände.
Von der Freimarke Nr. 1, welche im Oktober 1851 ihre Gültig- keit verlor, sind geringe Kestbestände übrig geblieben.
Die Bestände der braunen 6 Krz.-Marke (Nr. 3) scheinen völlig verbraucht zu sein.
Die Kestbestände der übrigen in den 1850er Jahren verausgabten und seit 1. September 1864 aus dem Verkehr gezogenen Freimarken, also Nr. 2, 4 — 8, bestanden aus je 41 Bogen ^ 90 Stück = je 3690 Stück. Dieselben wurden von der Generaldirektion der Königl. bayerischen Verkehrsanstalten in München im Jahre 1869 an Herrn Wilhelm Faber & Co. in Heidelberg zum Nominalwert verkauft, mit- hin für 180810 Kreuzer oder 3 0137^ Gulden (^ 1,71 J6).
Als am 1. Januar 1876 mit Einführung der Pfennig-Marken alle früheren Ausgaben nach Kreuzerwährung ungültig geworden waren, verfügte die Postverwaltung noch über Kestbestände aller Freimarken Nr. 9—30, sowie 33—37 und Portomarken Nr. 1'— 3'. Nament- lich von der Ausgabe 1875 und den vorhergehenden Ausgaben waren noch sehr grosse Mengen vorhanden. Die gesamten entbehrlichen Kestbestände, welche sich (einschhesslich grosser Massen an Kreuzer- Umschlägen) auf angeblich 3 998 701 Stück beliefen , wurden im Jahre 1876 oder 1877 dem Briefmarkenhändler Georg Zechmeyer in Nürnberg für ca. 6 000 Mark überlassen. Unter diesen verkauften Kestbeständen waren nicht vorhanden: Nr. 1, 15, 16, 19, 21, 22 und 31.
Kestbestände von älteren Pfennigmarken sind bisher noch nicht verkauft worden, vermutlich weil die alten Bestände jedesmal vor Ausgabe neuer Marken vorher aufgebraucht wurden.
Neudrucke.
Von den bayrischen Freimarken sind niemals Neudrucke ver- anstaltet. Die früher als solche vermuteten Stücke von Nr. 1 — 28 in scharfem klaren Druck und frischer Farbe sind Musterbogen, welche sehr sauber ausgeführt und s. Zt. von der Druckerei vorgelegt, jedoch wegen zu hohen Preises nicht in dieser Weise in Auftrag gegeben wurden. Diese Musterbogen, angeblich nur je 10, welche bis zum Jahre 1880 unberührt in Verwahrung blieben, wurden zu jener Zeit zum Austausch der Postwertzeichen fremder Postbehörden benutzt und sind dadurch auch den Sammlern bekannt geworden. (Vergl. Krötzsch-Handbuch S. 12, nachgetragen.)
Goiiieiuschaftlichcs Gebiet der Freien Reichs- und Hansestädte Hamburg und Liibeck mit 90 qkm Fläeheninhalt und (1861) 12198 Einw. Hauptort: Bergedorf mit (18GD 2989 Einw. Geldwährung: Hamburger Mark-Courant (= 1,20 Mark) ä IG Schillinge, h 2 Sechslinge, k 2 Dreilinge.
Freimarken.
1. November 1861. Lübeck-Hamburger Postwappen im Kreise, von Insehriftenleisten rechteckig umgeben. Inschriften: links Wert in Buchstaben; oben BEKGEDOKF; rechts SCHILLTNG(E); unten POSTMAEKE. In den 4 Innenecken die 4 Buchstaben : L, H, P, A = Lübeck-Hamburger Post-Amt. Quadratische Bildfläche in mit dem Werte steigender Formatgrösse. Schw. bez. färb. Stdr. a. färb. bez. weissem Papier'); ungez.; bräunliche Gg. ^)
|
lll:^4iWJ>r.l:^lll |
|
|
1 |
|
|
^^E |
i Sc |
|
Aufl. |
Rest jmin.lmax. |
Durchschn.j Bemerkung. |
||||
|
1. V.SCHILLINGO'^) a) schw.Dr.a. hellblau |
160000^) |
43000^) |
2.— 25.— |
4.— 35 — |
3.50 30.— |
|
|
b) „ „ „ blau (sog. dunkelblau) |
40000^) |
10000^) |
4.— 25.- |
5.- 35- |
4.50 30.- |
|
|
2. 1 SCHILLING^ schw. Dr. a. weiss |
90000 |
40000 |
2.— 30.— |
4.— 45.— |
3.60 37.50 |
|
|
2a. tetes b^ches^) . |
10.— |
10.— |
10.— |
|||
|
3. IV2 SCHILLING^) schwarzer Dr. auf |
||||||
|
schwefelgelb'^) . . |
100000 |
75000^) |
—.60 50 — |
1.— 60.- |
-.85 55. — |
|
|
3a. t^tes b^ches-) . |
4.— |
4.— |
4.— |
|||
|
4. 3 SCHILLINGE^ blauer Dr. a. rosa"^) |
80000 |
64000^) |
—.50 75.- |
1.50 75- |
-.90 75. — |
|
|
5. 4 SCHILLINGE |
||||||
|
schw. Dr. a. chamois |
80000 |
64000^) |
—.90 100.- |
1.75 125.- |
1.05 112.50 |
H. Krötzsch, Katalog.
34 Bergedorf.
1) Nach den eingehenden Erläuterungen im Krötzsch - Handbuch (Neu- bearbeitung S. 76 — 94) sind die gewöhnlich als 1. Ausgabe bezeichneten Marken
1/2 Schilling schwarzer Druck auf hell-lila und 3 ,, ,, ,, ,, dunkelrosa
nur als nicht zur Frankatur verwendete Probedrucke anzusehen.
2) Von den Werten zu 1 und IV2 Schilling giebt es kopfstehende Stücke (tetes beches). Von 1 Schilling lassen sich aus dem ganzen Bogen 12 tetes beches entnehmen, welche, durch einen weissen Zwischenraum stets getrennt, übereinander oder nebeneinander stehen, wogegen der V-/^ Schilling-Bogen 8 tetes beches ergiebt, welche stets direkt nebeneinander stehen.
3) Diese Aufstellung der Auflage- und Restbestände-Mengen ist nach dem Ergebnis der Erläuterungen im Krötzsch-Handbuch {neue Bearbeitung ,, Bergedorf") angegeben.
*) Die Papierfarbe des IV2 Seh. -Wertes ist in 3 Farbentönungen vorhanden : a) dunkelschwefelgelb , b) grünlichschwefelgelb und c) wässerigschwefelgelb. Auf Einzelmarken kommt dieser Unterschied jedoch nicht zur Geltung, sondern ist nur an Randstücken und ganzen Bogen gut bemerkbar. Ebenso giebt es vom 3 Sch.- Werte besonders auffällige, lebhafte und matte Drucke, welche jedoch keine Ab- tönungen der Farbe darstellen und in der Regel nicht berücksichtigt werden sollten.
5) Die bei Bergedorf hochinteressante Block- und Bogenzusammenstellung ist im Krötzsch-Handbuch (Neu-Bearbeitung S. 48 — 64) sorgfältig beschrieben. Durch Korrekturen auf dem Block-Stein sind in den , den Block bildenden Marken Ab- weichungen entstanden, welche von Spezialsammlem als Arten (Typen) gesammelt werden können. Die Blocks waren gebildet bei den Werten zu 1/2 Seh, von 12, 1 Seh. von 10, IV2 Seh. von 12, 8 Seh. von 10 und 4 Seh. von 8 Marken (vgl, Fig. 5 — 9 a. a. O.). Der dunkelblaue Druck ist in anderer Bogen-Blockzusammen- stellung als der hellblaue Originaldruck.
ß) J. B. Moens - Brüssel empfing mit den von ihm gekauften Restbeständen nach seiner Angabe ca. 50 Stück IV2 SCHILLINGE -Marken, teils lose, teils mit IV2 SCHILLING (ohne Schluss - E) zusammenhängend , welches Korrektur- stücke von 1861 sein sollen und mit den 1861er Originaldrucken in Papier und Zeichnung übereinstimmen müssen. Mir hat, trotz umfangreichen Materials, noch' keiner dieser 1861 er Drucke vorgelegen, vielmehr nm' solche Stücke, welche in der Zeichnung vollständig mit den 1872 er Neudrucken übereinstimmen (vergl. auch Anmerkung 10).
Echtheitsmerkmale in jeder (hell- oder dunkelblauen) V2 Schilling - Marke . 1. Unterhalb des Adlerflügels vom Körper (nach der Kugel über dem P gerichtet) bis fast an den Schenkel des Adlerf usses ein kräftiger schwarzer Strich , welcher zwei Untergrund -Wellenlinien schneidet. 2. Zwei Anlagepunkte, welche der Litho- graph nach Erledigung nicht entfernte , a) mitten im Kettenringe unterhalb des zweiten E von BERGEDORF , b) rechtsseitig im rechten Kettenringe unter A in HALBER. 3. Der Wappenschild ist in der oberen Hälfte falscher Weise mit 3V2 senkrechten Strichen schattiert, welche bei den hellblauen Marken fast immer, bei den dunkelblauen seltener sichtbar sind. — Die Buchstaben sind von einander gänzlich verschieden, zeigen jedoch bei der hell- und dunkelblauen regelmässig gute Querstriche in den Buchstaben H und A. Ebenso ungleichmässig wie die Buchstaben sind auch die Ziffern.
Merkmale in der 1 Schilling - Marke : Wieder die Anlagepunkte im Ringketten- kreise, 1. unter dem I von EIN, 2. unter dem zweiten E von BERGEDORF, 3. über dem ersten L von SCHILLING (diese Punkte haben jedoch die Gestalt eines Strichelchens, und besonders der letztere ist leicht als senkrechter Strich erkennbar, welcher oberhalb am Kettenringe anliegt und den Kettenring auch mit dem unteren Ende ziemlich erreicht). In dem gewellten Wappenuntergrunde ist zwischen der Adlerflügelspitze und dem Adlerschnabel dicht am Ringkettenkreise ein kleiner schwarzer Strich, welcher zwei Wellenlinien kreuzt, unter einem guten Ver- grösserungsglase erscheint dieser Strich jedoch aus 3 Punkten bestehend, von denen je einer zwischen den Wellenlinien (von der Flügelspitze aufwärts) sitzt. Ausser den beiden Wellenlinien, welche den Adlerflügel und -Schenkel verbinden, berührt keine Wellenlinie, von links kommend, den Adler-Oberschenkel. In POST- MARKE erscheint das P etwas über das O gelegt. Die obere Hälfte vom Wappen- schilde ist korrekter Weise nicht schattiert.
Merkmale in der P-/^ Schilling - Marke : Von den Anlagepunkten ist hier nur einer sichtbar, und zwar im Kettenringe über dem ersten L von SCHILLING: ein weiterer Anlagepunkt ist noch unter der Kugel sichtbar, welche unter dem schwarzen L steht. Die Wertziffem sind alle verschieden, in der unteren linken
li(M'g(Hlorf. 35
Wertziffer hat die Bruchziffer ,,1" (in V_>) zwei Anstriche. In SCHILLING süjht das zweite L etwas zu hoch. D«^r SchiUI ist in der oberen Hälfte nicht schattiert.
Merkmale in der 3 Schillinge- Marke: Von den Anlagei)unkten ist im King- kettenki-eise nur einer über dem zweiten L von SCHILLING erkennbar; die 1. (linke obere) und die 4. (rechte untere) Kralle verlaufen direkt in eine Wellenlinie ; der obere (weisse) Teil des Wappenschildes ist mit senkrechten Strichelchen schattiert; die linke obere Wertziffer ist am grössten, die rechte obere im unteren Teile etwas nach links verschoben ; in POST^IARKE erscheint im M der rechts- seitige Balken meist durch Punkte vom Buchstaben getrennt und im unteren Teile an der Innenseite unklar, d. h. nicht geradlinig begrenzt; das farbige P ist links unten durch einen feinen Strich mit der Inschriftenleiste von POSTMARKE ver- bunden.
Merkmale in der 4 Schillinge - Marke : Im Ringkettenkreise ist nur unterhalb IE von VIER (oft mit der Inschriftenleiste verbunden) ein kleiner Anlagepunkt sichtbar ; unter dem P in POSTMARKE, zwischen der Trennungs- und Einfassungs- linie, dicht an letzterer, ein kleiner Punkt ; die obere Hälfte vom Brustschilde ist wieder schattiert und zwischen dem rechten Turmdach und dem Ringkettenkreise ist der gewellte Untergrund abweichend, indem daselbst eine rückwärts schlagende Welle den regelmässigen Gang unterbricht.
") Die Papiermasse ist bei den Werten zu i/'g, l^/o, 3 und 4 Schillinge über- einstimmend : Ungleichmässig gearbeitetes , unsatinirtes einfaches Anschlagzettel- papier, welches gegen das Licht gehalten schräg sich kreuzende Porenlinien, sogar hie und da Löcher zeigt, welche teils die Gummirung nach der Vorderseite durch- dringen liessen. Für den Wert zu 1 Schilling ist etwas fester und gleichmässiger gearbeitetes Papier verwendet worden, welches (gegen das Licht gehalten) unregel- mässige, teils auch wage- und senkrecht, selten schräg sich kreuzende Poren- linien zeigt.
^) Die Farbe der Gummirnng ist durchgängig bei allen Werten eine bräunliche. Weisse Originalguminirung giebt es nicht, die als solche oft be- zeichnete ist die dünn aufgetragene Schicht, welche bei losen Stücken leicht zu diesem Irrtum verleiten kann, dagegen ist an ganzen Bogen mit derartig dünn aufgetragenem Gummi stets die bräunliche Gummi-Farbe erkennbar. Die Gummi- Fläche ist sehr verschieden : glatt, blasig, fein- oder grobbrüchig.
9) Zur Entwertung wurde ausser den Ortsstempeln nur ein Balkenstempel verwendet, welcher zum Teil sehr gut nachgeahmt (gefälscht) wurde und nur von denen auf seine Echtheit beurteilt werden kann, welche die nicht in Worten wiederzugebenden Eigentümlichkeiten des Originalstempels kennen. Echt ent- wertete Marken auf ganzem Briefe haben mehr als doppelten Katalogwert der losen Stücke. An losen Stücken ist die Echtheit des Stempels selten klar nachzuweisen.
Neudrucke.
1867, Juni. Amtlicher Neiidruek der im Original sehr seltenen Probedrucke : ^/g Schilling schwarzer Druck auf helllila und 3 Schillinge schwarzer Druck auf dunkelrosa. Dieselben sind sehr sauber gedruckt, jedoch in der Papierfarbe nicht getroffen.
a) ^/g Seh. schwarz a.
rotviolett . . .
b) 3 Seh. schwarz a.
lebhaft hellrosa .
Auü.
2400
1920
Erkennungsmerkmale : Im N in EIN oben rechts ein schwarzes Pünktchen.
ä Stück M. 6.—
Im S in POSTMAEKE 2 schwarze Pünkt- chen in der ^Mittel Windung.
ä Stück M. 8.—
J. P. Moens-Brüssel war Besteller und Empfänger dieser Neudi-ucke, welche ihm vom Bergedorfer Amt in je 12 dem Original nachgebildeten Bogen und gummiert geliefert wurden.
Nichtamtliche Neudrucke.
Sämtliche nichtamtliche Neudrucke hat J. P. Moens-Brüssel vom Originalstein drucken lassen, welchen er mit den Markenrest- beständen vom Bergedorfer Amte erhielt.
3*
36
Bergedorf-Neudrucke.
ISVÄ. /. Auflage. Dieser, sowie der folgende 1874er Neudruck ist den Originalen sehr ähnlich und vielfach als Original in den Sammlungen (auch gebraucht, d. h. mit falschem Stempel) aufgenommen, c) V2 Seh. hellblau (et- was dunkler als das
hellblau der Origin.)
Erkennungsmerkmale : Schrift hagerer, unregelmässiger ; H und A Quer- striche mangelhaft; im N von EIN oben rechts ein deutlicher schwarzer Punkt.
d) 1 Schilling grauweiss.
Ziffern anders, meist mit linksseitigem, teils auch vollständigem Fussstrich (Originalziffern sind schlanker und in der Regel ohne Fussstriche) ; Schrift ist hagerer, H und A mit mangelhaften Querstrichen ; rechtsseitig am rechten Wappenturm ist (unterhalb des Fensters) ein schwarzer Punkt auf einer Untergrundwellenlinie.
e) IV2 Schilling schwefelgelb^^).
f) IV2 SchilHnge schwefelgelb (mit citrongelbem Strich)
ef) IV2 SchiUingi«) mit IY2 Schillinge zusaramenhän gend .
Das Posthorn lässt auf der rechten Hälfte der Schnecken Windung eine starke schwarze Schmierung erken- nen, welche bis an den Trichter reicht und 'den dazwischen befind- lichen Untergrund bedeckt; ferner befindet sich dicht an der Fusslinie unterhalb des Wappenturmes ein kleiner schwarzerSpitzwinkel, und die Wellenlinien unterhalb des Wappenturmes bez. rechts vom Posthorn sind mehr- fach zerrissen.
g) 3 Schillinge violett.
Im S in POSTMARKE oft ein blaues Punktchen, meist aber nur die daselbst vorhandene Verbreiterung des Buchstabenbildes in der Mittelwindung, Die Schrift ist unsauberer und besonders die kleinen wage- rechten Striche inmitten der beiden E und dem F in BERGEDORF zu dünn. Der Wappenuntergrund ist am Adlerkopf immer, oft stark lädiert. Letzterer ist in der Schnabelpartie meist farblos, doch giebt es auch volle Drucke.
h) 4 Schillinge rotchamois.
Zunächst der kleine schräge schwarze Strich auf dem Wellen - Untergrund an dem Ringkettenkreise unterhalb IE von VIER. In BERGEDORF ist BE nur durch einen Haarstrich getrennt und RG in der unteren Hälfte fast vollständig verbunden. Der Hals und Kopf des Adlers ist heller, oft sehr hell. Im zweiten I in SCHILLINGE ist im Fusse ein kleines Pünktchen.
1874. //. Auflage.
i) 4 Schillinge bräunlichchamois.
Auf dem Kopfe des Adlers ein kleiner senkrechter Strich und auf dem Wappenuntergrunde, direkt am Ringkettenkreise anliegend (linksseitig unterhalb der Adlerklaue bez. rechtsseitig der Kugel über dem schwarzen P) ein deutlicher schwarzer Punktklecks. Im M in POSTMARKE linksseitig an der Kopflinie ein schwarzer Punkt. Der Druck ist sehr schwarz- schmierig ; der Adler - Kopf und -Hals regelmässig dunkler und der Wappenuntergrund unklarer als bei der I. Auflage. Der schräge Strich unter IE von VIER und das kleine Pünktchen im zweiten I in SCHILLINGE sind nicht mehr vorhanden. Die Buchstaben BERG in BERGEDORF sind regelrecht von einander getrennt. 1^) Der bisher von Moens bestrittene Neudruck IY2 Schilling existiert doch
und kommt meist als Doppelstück mit l^/g Schillinge zusammenhängend vor. (Vgl.
hierüber Bergedorf-Neubearbeitung im Krötzsch-Handbuch.)
Borgedorf-Noudrucke.
37
Die nun folgenden Auflagen weichen alle, besonders auch in den Papierfarben, mehr von den Originalen ab, als die vorhergehenden.
1887. ///. Auflage.
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k) V2 Schilling helllilablau. |
Erkennungsmerkniale : Zunächst die der I. Auflage : im N von EIN rechts oben ein schwarzer Punkt und in den Buchstaben H und A fehlen die Querstriche fast gänzlich. Gegen die I. Auflage unterscheidet sich die III. Auflage durch helleren Adlerkopf , fettere Inschriften und defekteren Untergrund. |
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1) 1 Schilling grauweiss. |
Die Wertziffern füllen mit ihrer unförmigen breiten Masse die Eckquadrate fast vollständig aus , was als besonderes Kennzeichen der III. Auflage dieses Wertes zu beachten ist. Gegen die I. Auflage unterscheidet sich die III. ausserdem durch schwärzeren Druck, schadhaftere Wappen -Untergrundlinien und auf dem Halse, dicht unter dem schwarzen Kopfe ein heller Fleck , d. h. derselbe ist nicht vollständig weiss, sondern nur schwach ausgedruckt ; die Inschriften sind viel schlechter; der schwarze Punkt rechtsseitig am Turme auch hier vorhanden. |
|
m) 17, SchilUnge citronengelb. |
Wie in der I. Auflage, jedoch ist bei der III. Auf- lage der Druck schmieriger und dadurch das ganze Markenbild unsauberer, in der linken unteren Ecke hat die Bruchziffer-lnur noch einen Anstrich imd ist kleiner und vor dem Adlerkopfe über dem Schnabel ist in der Kegel ein schwarzer Punkt, welcher sich oft mit dem Wappenbilde verbindet, wodurch der Adlerkopf anscheinend eine auf dem Rücken liegende Parenthese [w] trägt. |
|
n) 3 Schillinge, sehr lebhaft rotviolett. |
Im S in POSTMARKE ist das Kennzeichen der 1867er und der 1872er Neudrucke entfernt, dieser Buchstabe hat wieder eine verhältnismässig normale Gestalt. Die Schrift ist klarer und besonders in SCHILLINGE die Buchstaben INGE kräftiger, der Wappenuntergrund nur schwach sichtbar und im Adler- kopfe das Auge auf unschattierter Fläche. |
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0) 4 Schillinge lebhaft rotchamois. |
Wie in der I. Auflage ist auch hier der schwarze Schrägstrich auf dem Wappenuntergrunde imterhalb IE von VIER und das kleine Pünktchen im Fusse des zweiten I in SCHILLING (beide Merkmale fehlen der II. Auflage), dagegen ist hier das M in POSTMARKE ohne den in der 11. Auflage vorhandenen Punkt und RG nicht wie in der ersten Auflage verbunden, sondern von einander getrennt wie in der II. Auflage. Der Kopf und Hals des Adlers ist wieder wie in der I. Auflage hell, während Flügel und Schenkel, durch den russigen Druck, dunkel , teils ganz schwarz sind. Die Schrift ist schlechter als bei der I. und H. Auflage. |
1888. IV.^Auflage.
p) 1 Schilling blänlichweiss.
Der Wappenuntergrund ist sehr schwer und lücken- haft erkennbar, der weisse Fleck auf dem Halse (am Kopfe) tritt noch deutlicher als bei der III. Auflage hervor, die Schrift und besonders SCHILLING ist kräftiger als in der I. und HI. Auflage und die Quer- striche in A und H vorhanden , wenn auch nicht so klar wie im Original.
38 Bergedorf-Neudrucke.
q) 3 Schillinge
stumpf-schwarzblau auf (niatt-)\dolett.
Ziemlich vollständig verschwundenerWappenunter- grund, am unteren Ausläufer des C in SCHILLINGE ein in das Innere des Buchstabens verlaufender feiner Strich, welcher auch in schwachen Spuren bei einigen Stücken der III. Auflage vorhanden ist.
^1) Die Auflagemengen sämtlicher Nichtamtlichen Neudrucke kann Moens auch für einzelne Teile nicht^mehr angeben, indem die Unterlagen abhanden ge- kommen sind. Die Summe muss nach den vorhandenen Vorräthen jedoch eine ganz bedeutende sein. Der Preis für lose Stücke ist durchschnittlich 5 Pfennig.
^2) Fernere Auf lagen können vom Originalstein nicht angefertigt werden, indem derselbe durch die Güte des Herrn Moens im Reichs-Postmuseum in Berlin ruht und überdies noch durch Ritze für den Druck unbrauchbar gemacht ist.
Vielfach darum ersucht, die
Prüfung von Bergedorf-Matwertungen
zu übernehmen, erkläre ich mich dazu bereit, nach eingehendem Studium an sehr umfangreichem Material, Prüfungen auf Echtheit gewissenhaft und zuverlässig gegen folgende Gebühren und Porto auszuführen :
1) 1 — 10 Marken 50 Pfennig, jede weitere 5 Pfennig
2) 1 — 3 Entwertungen 2 Mark, jede weitere 50 Pfennig
3) Bestimmung der Neudruck- Auflagen wie unter 1). Auf Wunsch versehe ich echt entwertete Marken mit meinem
Prüfungsstempel.
Hugo Krötzschf Leip^ig^ Lange Strasse 22,
Sammelmappen
auf allen vier Seiten mit umlegbaren Klappen versehen. Von kräftiger Pappe mit bestem kirschrotem Kaliko bezogen, in soli- dester Ausführung. Die Sammelmappen fassen bis zu 100 starke oder 250 schwächere Kartons. Format 34:27 cm Mark 3. — Diese Sammelmappen werden auf Wunsch mit besonders feinen Bezügen oder beliebigem Goldaufdruck innerhalb 4 Wochen geliefert.
Hugo Krötzsch, philatelistischer Verlag
Leipzig, Lange Strasse 22.
Herzogtum mit einem Flächeninhalt von 3690 qkm und einer Einwohnerzahl von (1867) 302 702 ; Hauptstadt: Braunschweig mit (1867) 50 502 Einw. ; G e 1 d - Währung: bis 1857 1 Thaler (= 8 Mark) = 24 Gute - Groschen ä 12 Pfennig, seit 1857 bis 1. Januar 1868 1 Thaler (= 3 Mark) k 30 Silbergroschen k 10 Pfennig.
Freimarken.
1852, 1. Januar.' Mit doppelter Linie eingefasstes Querrechteck ; inmitten senkrecht schraffiertes^) Queroval mit nach links springendem Pferde, darüber Krone; über diesem Queroval in fliegendem Bande: BKAUNSCHWEIG , darunter ebenso EIN (ZWEI bez. DEEI) SILB. GK. ; zu beiden Seiten in kleinen Hoch- ovalen die Wertziffer; f. Bdr. w. P. ; ungez.; rosa Gg.
|
Aufl. |
Rest |
min. max. 1 |
Durchschn. |
Bemer^iungen |
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1. 1 Silbergroschen |
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rosaf .... |
250.- 13.50 |
500.- 17.50 |
375.— 15.20 |
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|
2. 2 Silbergroschen |
||||||
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hellblau . . . |
•600000 |
200.- 9.- |
350.- 10.50 |
275.- 9.90 |
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|
3. 3 Silbergroschen |
||||||
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hellziegelrot . . |
150.- |
350.- |
250.— |
|||
|
- |
10- |
11.- |
11.70 |
1) Die Schraffierung des Wappenuntergrundes ist zuweilen infolge mangel- haften Druckes stellenweise nicht sichtbar, auch sind die von Nr. 1 teils erwähnten Abarten mit Punkt über der linken bez. rechten Seitenwertziflfer nur auf Farben- teilchen zm'ückzufühi'en, welche während dem Drucke auf die Form gelangten.
-) Ungebrauchte Stücke dieser Marken sind ausserordentlich selten. Bei Erwerb solcher Marken ist gi'össte Vorsicht geboten, indem diese häufig Stücke sind, von welchen die Tinten-Entwertung auf chemischem Wege entfernt ist.
1853, 1. März. Marken Nr. 1—3, aber schw. Bdr. f. R; Wz.
Posthorn im Linienquerrechteck ; ungez. 1. 1 Silbergi'oschen
a) ockerbraun^)
b) braunorange "f
5. 2 Silbergroschen
a) blau^ 4) . .
b) dunkelblau .
6. 3 Silbergroschen
a) blassrotf^, *)
b) rosa ....
|
40.— 2.- |
40.— 2- |
40.- 2 — |
||
|
25.— 1.— |
30.- 1.50 |
27.50 1.20 |
||
|
7.50 1.— |
7.50 1.— |
7.50 1.— |
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7.50 -.90 |
15.— 1.50 |
10.- 1.— |
||
|
85.— 2.50 80.— 2.50 |
100.- 2.75 125.- 3.50 |
92.50 2.65 97.50 2.80 |
60.— 50.—
150.— 150.—
40
Braunschweig.
3) Nr. 4a hat stets als Wz. das Posthorn nach links (vergl. Wasserzeichen- tafel Fig. 2) und scheint auch, den Abstempelungen nach zu ui'teilen, früher als die anderen Arten derselben Emission in Verkehr gelaugt zu sein ; Nr. 4b, 5 und 6 haben stets Posthorn nach rechts (von vorn gesehen).
^) Nr. 5 und 6 kommen auf dickerem und dünnerem Papier vor, während Nr. 4 ziemlich gleichmässig starkes Papier hat. Nr. 5 kommt auch schräg halbiert vor.
1856, 1. März. Typus von Nr. 1—6, im unteren Bande DEEI PFENNIG bez. VIEE SILBE. PF.; schw. Bdr. f. bez. w. P.; Wz. Posthorn nach rechts im Linienrechteck; ungez.
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Aufl. |
Rest |
min. |
max. |
Durchschn. |
Bemerkungen |
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7. V4 Silbergr.^) a) dunkelbraunf b) hellbraun . . 8. Y3 Silbergroschen weiss* ^) . . . |
282000 davon ver- kauft 281040 |
960 |
60.— 7.50 7.50 10.— |
100.- 15.- 20.— 20.— |
78.30 9.60 11.60 13.15 |
Wasserzeichentafel.
)
|
^ |
^ |
|
=^ |
w= |
Braunschweig.
41
5) Aiiss(M- dor orston Ausgabe (welche durch die Verwendung spröder Farbe schlecht gedruckt ist und, al)g(^S('hcn von den Maassen, wenig von den angefiihrt<'n Merkmalen erkennen lässt) niuss natürlich immer das Wasserzeichen vorhanden sein. Dieses Wasserzeichen ist aber so vielfältig verscliieden , dass wohl angenommen werden kann, auf dem ganzen Bogen sei jedes einzelne Wasserzeichen anders ge- formt, was leicht erklärlich ist, da dieselben jedes einzeln aus Draht geflochten wurde. Auffällig sind allerdings die Abweichungen z. B. von (auf der beigegebenen Tafel) Nr. 1, 5 und 8, 8 und (J, sowie die Änderung der Form (Nr. 8 und 9), ebenso ist die Entfernung der Einfassungslinien nicht übereinstimmend (Nr. 7 und 8), wie auch am Rande einzelne V4 dc'i' V4"^^^ärkc ohne Wasserzeichen vor- handen sind (Nr. 7).
^) Von Nr. 8 giebt es privatim hergestellte Neudrucke, welche im Handel nicht vorkommen. Dieselben sind auf glattem Maschinenpapier ohne Wasserzeichen gedruckt und sind ungummiert. Es giebt solche in guter und schlechter Ausführung.
1857, 1. Februar. Ein durch Linienkreuz gevierteiltes Quadrat von 23 Y2 ^^^^ Höhe und 24 mm Breite; jedes Viertel trägt im Linien- quadrat ein Queroval mit 74; darunter Gute gr., darüber Krone; oben bez. unten in der Einfassung Postmarke und an der linken bez. rechten Seite 3 Pfennige, das ganze Markenbild ist von einer fetten Linie ein- ir^nsrl gefasst; schw. Bdr. f. P. ; Wz. Posthorn nach rechts im Linien- j|j^ rechteck (welches jedoch wegen der abnormen Markengrösse •^^^1 nicht genau einmal auf jede Marke entfällt^); ungez.
|
Aufl. |
Rest min. |
max. |
Durchschn. |
Bemerkungen |
||
|
9. V4 Gutegroschen«) |
||||||
|
a) dunkelbraun |
1.50 2.50 |
2.50 4.- |
1.85 3.30 |
|||
|
b) hellbraun . . |
3.— 6.— |
3.— 6.— |
3.- 6.— |
'^) Diese Marke wurde ganz-oder geteilt als Ergänzungsmarke imd in mannig- fachen Zusammenstellungen der einzelnen Viertel verwendet. Diese einzelnen Viertel kommen auch ohne Wasserzeichen vor. Vgl. Anm. 5.
8) Dieselbe Marke, in gelbbrauner Farbe auf weissem Papier ge- druckt, verdankt nur einem Versehen ihre Herstellung. Diese schon im Jahre 1857 gedruckten Marken blieben bis zum Jahre 1868 im Depot der Postdirection liegen und wm'den mit den Restbeständen verkauft. Gummierte Stücke davon giebt es nicht.
1861, April. Nr. 4 aber schwarzer Bdr. a. schwefelgelbem P. ; Wz. Posthorn nach rechts im Linienrechteck; ungez.
10.
1 Silbergroschen schwefelgelb -j- .
L50; 12.50 -.75 1,
9.90 -.95
9) Eine Farbenänderung war mit Ausgabe dieser Marke nicht beabsichtigt. Das im Jahre 1860 von der Fabrik gelieferte Papier war statt orangegelb in schwefelgelber Farbe. Diese Marke wurde aushilfsweise auch schräg halbiert verwendet.
1862, 1. September. Marke Nr. 6, aber in geänderter Farbe; f. Bdr. w. P.; Wz. Posthorn nach rechts im Linienrechteck; ungez.
11. 3 Silbergroschen karminrosa auf
15. 3.50
25.— 4.—
18.75 3.80
30.—
1863, 1. Januar. Typus wie Nr. 1 — 8, 10 und 11; die Krone (in anderer Form) ist durch das Kreuz mit der Einfassung verbunden, die oberen Bandenden sind gerollt statt (5-förmijg geschwungen, im unteren
42
Braunschweig.
Bande FÜNF PFENNIG, in den seitlichen kleinen Hochovalen farbig auf schw. Grunde links: Yg, rechts: Gr.; schw. Bdr. f. P. ; Wz. Posthorn nach rechts im Linienrechteck; ungez.
|
Aufl. |
Rest |
min. |
max. |
Durchschn. |
Bemerkungen |
|
|
12. ^/g Silbergroschen a) gelblichgrün b) dunkelgrün . |
-.60 4.- -.60 3.50 |
—.60 4.— 1.— 4.— |
-.60 4.— —.75 3.90 |
|
360000 |
||||
|
15.— |
20.— |
18.35 |
||
|
6.— |
12.50 |
7.65 |
10) Diese Marke kommt auch auf sehr dünnem Papier vor, fast wie Seidenpapier. Gezähnte Exemplare dieser Marke sind erst nach der Ausserkurs- setzung in England hergestellt und demnach für Sammler wertlos.
1864, 1. Juli. Nr. 10, aber f. Bdr. w. P.; Wz. Posthorn nach rechts im Linienrechteck; in Linien durchst. 12 — 127^ von unten nach oben.
13. 1 Silbergroschen
a) gelb .... 15.- 20.- 18.35 40.-
b) orangegelb
1864, August. Nr. 8, 12, 10, 5, 13 und 11, aber in Bogen durchst. 16 von oben nach unten.
14. Ys Silbergroschen schwarz auf weiss
15. Y2 Silbergroschen schwarz a. grün^^)
16. 1 Silbergroschen schwarz auf gelb^^)
16a. Abart: mit kleinem Liniendurchstich 11 von oben nach unten.
|
144000 |
35.— 50.- |
40.— 50.— |
37.50 50.- |
|
|
100.- 100.- |
100.- 100.- |
100.— 100.- |
||
|
150.- 100.- |
150.- 100.- |
150.— 100.- |
17. 2 Silbergroschen schwarz auf blau^^)
18. 1 Silbergroschen
a) gelb auf weiss
b) orangegelb a. w.
19. 3 Silbergroschen rosa auf weiss .
19 a.
144000
\ 660000
144000
25.- 15.-
12.50 3.
12.50 3.-
30.- 16.-
40.- 20.
15.-
12.50 3.
33.75 16.60
13.15 3.90
12.50 3 —
40.—
18.80
30.— 30.—
75.—
Abart: 3 Sgr. karminrosa mit grossem Linien - Durchstich 12 (wie Nr. 13), aber von oben nach unten. 19 b. Abart: 3 Sgr. karminrosa mit kleinem Linien - Durchstich 17 j wie Nr. 16 a.
Braunschweig.
43
^1) Marko Nr. 17 kommt auch schräg: halbiert vor.
12) Die Ausgabe dor Marken Nr. lö, IG, 10a, 19a und 191) war von dor Po«t- behörde nicht beabsichtigt. Diese Äfarken entstammen lediglieh solchen Marken- bogen , an welchen seitens der Druckerei Versuche mit dem Durchstich gemacht wurden. Alle derartigen ;Markenbogen wurden nachher am Schalter verkauft.
1'^) Die Spit-zeil des Bogeiidarchstichs zeigen nach links, bezw. nach unten. Es kommen aber Marken vor, bei welchen die Linien an einer oder an beiden Seiten diametral verkehrt stehen. Infolge unrichtigen Auflegens der Bogen weisen die Spitzen der Bogen nach rechts bezw. nach oben.
1^) Die 3Iarkeii mit Liniendurehstich haben stets die gleiche Grösse des dm-ch die vier Durchstichlinien gebildeten Kastens, nämlich 22X23Vomm. Bei den Marken mit Bogendurchstich variirt dieselbe , in der Regel sind die Marken zu Vs Grr., 2 und 3 Gr. etwas grösser als die 1 Groschen-Marke.
15) Im ,, Philatelist" 1891, S. 305 wird behauptet, dass die in Linien durch- stochenen Marken stets kleiner sind, als die in Bogen durchstochenen, d, h. der Abstand zwischen zwei Marken betrage bei den in Linien durchstochenen Marken nur 2 mm , bei den ungezähnten und bogenförmig durchstochenen 2^4 unn. Dies ist unrichtig, da die Marken bereits gedruckt und gummiert waren, als man die verschiedenen Durchstichversuehe imternahm und weil undiu-chstochene und in Linien durchstochene Exemplare gleicherweise 2V4 mm Abstand von einander haben. Dieser um-egelmässige Abstand ist erklärlich, da er bei der Herstellung der Druck- platten fast unvermeidlich ist.
16)^ Von den Marken Nr. 15 und 16 giebt es zahllose Fälschungen des Durchstichs , welche oft schwer zu erkennen sind. Ungebrauchte Stücke von Nr. 15, welche im Handel verhältnismässig häufig vorkommen, sind höchst zweifel- hafter Herkunft. Unter den Bestbeständen befanden sich keine durchstochenen Bogen.
1865, September. Wappen: Pferd mit Krone, weiss auf färb. Grunde; darum in guillochiertem Hochovalrahmen oben : BKAUNSCHWEIG, unten : GEOSCHEN, an den Seiten in weissen Kreisen die WertzifFer; f. Bdr. w. P. ; in Bogen durchst. 16.
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Aufl. Rest |
nun. |
max. |
Durchschn. Bemerkungen |
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20. V3 Groscheniö) |
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schwarz . . . |
—.50 6.50 |
-.85 7.50 |
-.70 7.20 |
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21. 1 Groschen!^) |
||||||
|
a) rosa .... |
—.10 —.50 |
—.15 —.60 |
—.15 -.50 |
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|
b) karmin . . |
—.05 |
—.10 |
—.08 |
|||
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—.40 |
-.75 |
-.80 |
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22. 2 Groschen |
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blau |
—.25 1.50 |
-.50 2.50 |
-.40 2.15 |
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23. 3 Groschen |
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hellbraun . . . |
-.10 2.50 |
—.25 4.- |
—.15 3.20 |
^') Die Durchsticli-Bogeiilinieii von Nr. 20 — 23 stimmen genau mit den- jenigen der Marken Nr. 14 — 19, nur ist die Marke grösser, 25V2 1^1^ hoch, 22^/4 mm breit. Der Dm-chstich erfolgte jedoch bei Nr. 20 — 23 um die ganze Marke zu gleicher Zeit, indem die senkrechten Diu-chstichünien durchgehend und die wage- rechten einzeln in der Markenbreite eingesetzt waren, sodass Hochquadrate gebildet wurden und der Diu-chstich auf ein Mal erfolgen konnte.
18) Das Ausgabedekret Yon Nr. 20—23 datirt vom 28. August 1865 und be- stimmt, dass die neuen Marken nach dem 1. September, jedoch nicht vor Auf- brauch der alten Markenbestände an das Publikum abgegeben werden sollten.
19) Von Nr. 20 und 21 giebt es undurchstocliene Stücke, aber nur im unge- brauchten Zustande. Dieselben haben sich unter den Bestbeständen gefimden.
44 Braunschweig.
20) Die Echtheitsmerkmale unterscheiden sich nicht in den einzelnen Emissionen, sondern in jedem Werte, sodass also der Stempel der ersten 1 Silb. Gr. -Marke auch noch zum Drucken der 1 Silb. Gr.-Marke im Jahre 1865 gedient hat :
1/4 (DREI PFENNIG). Schrift IV3 mm hoch ; rechts steht der letzte der 38 Schraffierungsstriche (im Ovaluntergrund) dicht an der Einfassungslinie ; Stein- lagerung des Weges gleicht mehr getrocknetem Strassenschlamm.in 5 Schichten;
4 durchgehende Mähnenstriche, 5 Bauchstriche, Ovale 31/4 mm breit, 41/4 mm hoch.
1/3 (VIER SILB. PF.). Schrift IVe mm hoch; rechts steht der letzte der 35 Schraffierungsstriche von dfer Einfassungslinie frei ab ; Steinlagerung des Weges fast wie bei V4 > ^^^ sind es hier 4 Schichten ; 7 Mähnenstriche , 7 Bauchstriche ; Ovale 31/4 mm breit, 41/3 mm hoch.
1/2 Gr. (FÜNF PFENNIG). Die Zeichnung der Marke ist vielfach abweichend, Schrift oben IV2, unten IV4 mm hoch; von den 42 Schraffierungsstrichen liegt der rechte und linke an der Einfassung; auf dem Wege liegen 5 Steine aneinander; Mähne geteilt, unten 1, oben 3 fast durchgehende Striche ; 7 Bauchstriche ; Ovale 3Vo mm breit, 42/3 mm hoch.
1 (EIN SILB. GR.). Schrift IV4 mm hoch; links liegt der letzte der 40 Schraffierungsstriche an der Einfassung ; auf dem Wege liegen 4 Steine ; die Mähne sägezahnartig mit 3 dm-chgehenden Strichen ; 7 Bauchstriche ; Ovale 3V4 mm breit, 4V2 mm hoch.
2 (ZWEI SILB. GR.). IV3 mm hohe Schrift; rechts steht der letzte der 40 Schraffierungsstriche nahe an der Einfassung ; auf dem Wege liegen 3 Steine ; die Mähne ist wallend, 2 durchgehende und 1 teilender Strich; 7 Bauchstriche; Ovale 3V4 mm breit, 41/2 mm hoch.
3 (DREI SILB. GR.). IV3 mm hohe Schrift; links ist vom (38.) Schraffierungs- strich nur ein schwacher Ansatz vorhanden ; auf dem Wege liegen 2 Steine je links auf einen kleineren aufgelegt ; die Mähne ist nur in der unteren Hälfte ausgeführt ;
5 Bauchstriche ; Ovale 3V3 mm breit ; 4V2 mm hoch.
V4 (Gute gr.). Das linke obere Viertel: in Postmarke am s unten rechts und links je ein Punkt. Das rechte obere Viertel: hinter Postmarke am Ende des unteren Bogens vom e ein mikroskopischer Punkt, die 1 ohne Anstrich, das g in Gute gr. unten ohne Punkt, der Punkt hinter Gute gr. steht zu weit ab. Das rechte untere Viertel: das g in Pfennige geht nicht so weit als die anderen durch die Einfassungslinie, hinter Postmarke ein Punkt. Das linke untere Viertel: das /"in Pfennige geht durch die innere Einfassungslinie, der Punkt hinter Gute gr. steht zu weit ab.
Restbestände.
Beim Übergang der Braunschweigischen Post an den Norddeut- schen Bund fanden sich Restbestände der Marken ^/^ Gutegroschen schwarz auf braun, ^/^ Gutegr. hellbraun auf weiss, ^/g Groschen grün undurchstochen, Ys ^^j I5 ^ und 3 Groschen letzter Ausgabe durchst. vor, welche an Händler und Sammler verkauft wurden. Die Stück- zahl derselben ist unbekannt.
Neudrucke wurden, ausser dem privaten von Nr. 8 (vgl. Anm. 6), nicht hergestellt.
^*tt^
Freie Reichs- und Hansestadt mit einem Staatsgebiet (ausser Bremen die Städte Bremerhaven und Vegesaek, sowie 58 Dörfer umfassend) von 255 qkm und 109572 Einwohnern (18G7). Die Stadt Bremen hatte 1867: 74574 Einwohner.
Geldwährung: 1 Thaler Gold {=^ 3,31 Mark) k 72 Grote ä 5 Schwären, 11 Grote = 5 Silbergroschen.
Freimarken.
1855, 10. April. Hochrechteck, von einer fetten Linie umgeben, in der Mitte Schlüssel in senkrecht schraffiertem Wappenschilde, darüber Krone, über derselben im Bogen: STADT POST AMT, unter dem Wappen in gebogener Leiste BKEMEN ; zu beiden Seiten des Wappenschildes weisse Hochovale mit grosser Wert- ziffer, die ganze Zeichnung befindet sich in verziertem Kahmen ; in den Ecken kleine Wertziffer; schw. Stdr. f. Papier verge (d. i. streifig gemustert) senkrecht oder wagerecht; ungez.
piJS,
1. 3 (Grote)
schw. a. graublau "j*
Aufl. : Rest
mm. max,
12.50:20.— 17.50 25.—
Durchschn.
15.10 19.70
Bemerkungen
1) Nr. 1 existiert in 3 Typen (diese 3 Typen [zusammenhängend], wie auch die anderen, sind auf Lichtdrucktafel 6 im Krötzsch- Handbuch originalgetreu abgebildet). Vgl. Anm. 3.
2) Bei allen 3 Typen sowohl, als auch in allen 3 Ausgaben (öfter aber in denen von 1862 und 1867) kommen Stücke vor , welche eine feine , meist unterbrochene (zerstückeltet, nach oben gebogene Querlinie zeigen, welche unter dem ersten T in STADT auf dem Yorsprung der Verzierung beginnt, zwischen Krone und Schrift läuft und auf der entgegengesetzten Verzierung unter M in AMT endet. Die Linienreste sind teils so fein, dass sie auf gebrauchten Stücken schwer zu sehen sind.
3) Als Erkennungs- und Echtheitsmerkmale dieser 3 Typen ist zunächst zu beachten: das hängende Oval der Verzierung unter EM in BBEMEN hat in der I. Type 1 , in der II. Type 2 und in der III. Type 3 Schraffierimgsstriche. Die grossen Wertziflfem haben bei allen Typen in dem oberen und imteren Bogen zwischen 2 oder 3 wagerechten Schraffierungen einen kleinen Kreis. Ferner:
Type I. Über PO in POST ist die Verzierung nicht schraffiert; über der Ovalverbindung unter EM in BREMEN, auf der mittleren Kronenzacke ist ein kleiner Punkt genau auf der Mitte; die linke obere 3 ist kleiner als die übrigen, die rechte stösst imten an die Verzierung ; der Schlüsselbart berührt die Wappen- einfassimg nicht und ist dessen obere Besatzung (d. s. die Einschnitte im Schlüssel- bart) fast geschlossen und innen rechts verbunden ; im Reif der Krone ist inmitten eine Perle, zu beiden Seiten je ein Brillant und eine Perle ; die Schraffierung des Ovalrahmens der rechten 3 geht nicht in die obere, unter AM in AMT nach der Krone zu vorspringende Verzierung und trägt auch nur 2 Schraffierungsstriche in der darunter befindlichen Zacke , während die linke obere Verzierung (unter STA in STADT) einen wagerecht laufenden und die darimter befindliche Zacke 8 senk- rechte Schraffierungsstriche zeigt.
Type II. Über PO imd unter EM trägt die Verzierung keine Schraffierung. Der Punkt auf der mittleren Kronenzacke steht etwas nach links ; die Unke obere 3 ist schmäler und länger als die anderen , die rechte stösst unten ebenfalls an die Verzierung; die Schattenlinie des Schlüsselbartes berührt die obere Wappen- einfassung und seine Besatzung ist frei ; der Kroneni-eif ist wie bei der I. Type besetzt, nur die rechte (letzte) Perle ist fast unsichtbar; die Schraffierung des OvaLrahmens der rechten Wertziffer geht korrekt senkrecht in den oberen Ausläufer und fehlt in der darunter vorspringenden Zacke, links ist der obere Ausläufer ohne Schraffierimg, die untere Zacke hat sechs Schraffierimgsstriche.
46
Bremen.
Type III. Über PO und unter EM ist die Verzierung schraffiert; die mitt- lere Kronenzacke trägt den Punkt ebenfalls etwas links; die linke obere 3 ist kurz und dicker als die übrigen (hauptsächlich unteren) Eckwertziffern, auch steht die- selbe, entgegen den beiden vorigen Typen, fast an der Verzierung und die r e c h t e frei ab; der Schlüssel berührt die Wappeneinfassung nicht und ist dessen untere Besatzung innen geteilt; der Kronenreif trägt in der Mitte einen Brillant und zu beiden Seiten je 1 Perle und V2 sichtbaren Brillant; der rechte Wertzifferovalrahmen zeigt in dem oberen Ausläufer die Schraffierung am deutlichsten von den 3 Typen, der linke ist unschraf fiert , während die beiden unteren Zacken hier gleichmässig schraffiert sind. "*
1856, 4. April. Hochrechteck mit fetter und feiner Linie ein- gefasst, welche an den Ecken ausgebogt drei staubfädenartige Ver- zierungen zeigt, in der Mitte Stadtwappen und Krone, zu beiden Seiten in Hochovalrahmen grosse Wertziffer; oben durch Verzierung in der Mitte geteiltes zweimal gebogenes schwarzes Band mit ,,Franco Marke'', unten „fünf Grote'' in gebogenem schwarzem Band; alles auf wellig schraffiertem Grunde (Spitzen nach unten); schw. Stdr. f. gl. P. ; ungez.
Auü.
Rest
min. max. Durchschn.
Bemerkungen
2. 5 Grote schwarz a. rosa "f- 1 7.50 10.— 8.20
15.-20.- 17.50
^) Nr. 2 existiert in' 2 Typen, welche (wie die 3 Typen von Nr. 1) ebenfalls auf dem Markenbogen neben einander stehen. Vgl. Anm. 5.
5) Von den Echtheitsmerkmalen dieser zwei Typen sei erwähnt, dass die- selben an den eigentlichen Treffpunkten der äussersten Einfassungslinie je einen kleinen Punkt und an allen 4 Seiten Trennungslinien haben. Die Typen unter- scheiden sich:
Type I. Der wellenartige Untergrund geht von der linken Wappeneinfassung zunächst abwärts; zwischen der Einfassung und dem unteren Bande rechts (nach Grote) ist der Wellenbogen, und nur oben zweimal der Wellenbruch, zu sehen; über dem oberen rechten Band mit Marke sind 5 Wellenlinien, die auf dem oberen Wappenrand laufende Wellenlinie stösst an die Krone ; der Kronenreif hat in der Mitte einen Brillant und zu beiden Seiten nicht ganz runde Perlen ; die Buchstaben der Inschriften sind korrekt; in der äusseren rechten oberen und unteren Eck- verzierung berührt der mittelste Strich die Einfassung nicht.
Type II. Der wellenartige Untergrund geht von der linken Wappeneinfassung zunächst aufwärts ; zwischen der Einfassung und dem unteren Bande rechts (nach Grote) ist der Wellenbruch durchgehends sichtbar; über dem oberen Band mit Marke sind nur 4 Wellenlinien ; die auf dem oberen Wappenrand laufende Wellen- linie berührt die Krone nicht ; der Wellenuntergrund fehlt unter M in Marke (über der Krone) und über der linken oberen Windung des unteren Bandes ; der Kronen- reif hat in der Mitte und links je einen unscharfen Brillant , während der rechte mehr einem liegenden Oval gleicht und in der Mitte nach unten zu einen unregel- mässigen Punkt hat; in ,,Franco Marke" ist ,Fr' sowie ,an' verbunden, vom M der rechte Balken und auch das k zu lang, ebenso das G in Grote zu gross; der Schlüsselgriö" hat rechts statt eines Ringes mit Knopf nur einen grossen Knopf.
^) Das Papier bleicht in der Sonne leicht und kommt deshalb in Nuancen bis blassrosa, grauweiss, ja sogar weiss vor.
'^) Von Nr. 2 existiert ein Fehldruck mit der Inschrift ,,Franco Marken*', derselbe hat wohl nie zur Frankierung gedient. Falsche Abstempelung dieses Fehldrucks kommt vor.
1860, 10 Juli. Typus der Marke Nr. 2, aber „sieben Grote'' und in den ausgebogten Ecken schellenartige Verzierungen ; die Unter- grundwellen tragen die Spitzen oben; schw. Stdr. f. gl. P.; ungez.
3. 7 Grote
schw.a. schwefelgelb*)-
12.-
15.— 95.-
14.— 71.25
Bremen.
47
®) Nr. 3 existiert nur in einer einzigen Type.
^) Als Echtheitsinerkmale dienen ausser den Trennungslinicn als eines der vorzüglichsten : im k von Marko im s<Mikreehten Balkon untorhall) dos Tn'ttpunktos rechts ein scliwarzer Punkt, ferner zwischen Schlüsselbart und -Schaft eine durch- gehende Linie, das Schlüsselrohr ist mit ei n o r Linie geschlossen ; die senkrechten Schrafüerungsstricho im Wappen ragen fast sämtlich in die obere Schildoinfassung, zwei davon dringen auch in das rechte untere Viertel des Bartes ; ebenso gehen die Verzierungen der beiden Wertzifter-Üvalrahmen über die äussere Einfassungs- linie des Wappens, wie auch, besonders an der linken Seite, mit den Untergrund- wellenlinien in die doppellinige Einfassung ; die senkrechte Schraffierung des Wert- zifter-Ovalrahmens ragt oft in den die Wertzifter umgebenden hellen Ovalreif; die unmittelbar auf dem Wappen sitzende Krone trägt in der Mitte des Reifes einen Brillant mit Punkt ; der Untergrund fehlt oben in der linken Ecke über dem Bande an der Einfassung, sodass ein kleines freies Dreieck entstanden ist , ferner unten zwischen dem linken Oval und dem Wappen, sowie oben und unten zwischen dem rechten Oval und der Einfassung.
1861, 13. Dezember. Wappenschlüssel auf glattem Grunde in verziertem Hochovalrahmen, welcher sich auf senkrecht schraffiertem Grunde im Hochrechteck mit abgerundeten Ecken befindet; oben in geradem Bande BKEMEN, farbig auf weissem Grunde, an beiden Enden dieses Bandes Verknotungen mit herab- hängenden Enden; unten farbig 5 Sgr. auf weissem glatten zu beiden Seiten desselben „V" weiss auf glattem Grunde, im Kreise mit aufgesetzter Verzierung; alles in doppellinigem Hoch- rechteck mit Kugel und Stäbchen -Einfassung; f. Stdr. w. P. ; ungez.
Schilde ,
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Aufl. Rest min. max. |
Durchschn. |
Bemerkungen |
||||
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4. 5 S(ilber)gr(oschen) a) grün a. weiss f b) hellgrün a. w. |
6.— 16.50 6.— 20.- |
15.— 32.50 8.— 32.50 |
8.30 23.20 7.35 25.85 |
|||
|
c) moosgrün a. w. gelblicher Gummi |
50.— 40.— |
|||||
|
d) grün a. weiss gelblicher Gummi |
15.— 35 — |
|||||
|
e) hellgrün a. w. weisser Gummi |
6.— 50 — |
10) Nr. 4 existiert niu- in einer einzigen Type.
11) Echtheitsmerkmale sind : grüne unscharfe Trennungslinien der einzelnen Marken, das Band mit BRE!MEN ist unten rechts mit der Einfassung des Wappen- untergrundes verbunden, links nicht ; in der Verzierung des Ovalrahmens ein Punkt in der linken nach oben gebogenen runden Arabeske der obersten linksseitigen Rahmenverzierung, sowie je ein Punkt in den beiden letzten unteren breiten Aus- läufern. Die senkrechte Schraffierung des Ovakahmen-Untergrundes , welche die obere Einfassung fast regelmässig (aber ivenig) überschreitet, ist auch noch in dem unteren Querrechteck (mit 5 Sgr.) in Spuren allenthalben bemerkbar, ausser den deutlicheren Resten auf der Fahne der 5 und dem oberen Bogen des S ; der Schlüssel zeigt die Oeffnung eines Hohlschlüssels ; die äussere Einfassung hat 16 Perlen, 15 davon tragen eine halbmondartige , mit dem Rücken der Marke zu- gekehrte Schattierung, die 16. (in der rechten oberen Ecke) dagegen einen Kreis, die 16 Stäbchen dieser Einfassung sind wie mit einem aufliegenden Stäbchen schattiert, dessen starke Kontur ebenfalls stets der Marke zugekehrt ist, in dem 2. Stäbchen von oben, an der rechten Markenseite, erscheint nun dies aufliegende Stäbchen als Parenthese, indem die feine Konturlinie von dieser getrennt an der äusseren Stäbehenseite liegt und dadurch diese als starke Linie erscheinen lässt.
48
Bremen.
1861, 13. Dezember. Hochrechteck; inmitten Wappenschlüssel auf senkrecht schraffiertem Grunde im Hochoval von einer achtbogigen Guillochierung umgeben, um welche sich ein achtbogiges Hochoval legt, dasselbe trägt oben BEEMEN, unten ZEHN GKOTE in weisser Schrift; in den vier Ecken in blattartiger Verzierung die Wertziffer weiss auf schwarzem Grunde, welche oben nach innen, unten nach aussen ihre Basis hat; schw. Stdr. w. gl. P.; in S-Form durchstochen.
10 GKOTE schwarz a. weiss *j*
Aufl.
Rest min
35.—
50.- 70-
Durchschn. Bemerkungen
43.75 65.— 65.— 100.—
12) Der Durchstich Hess die Marken nur sehr wenig miteinander verbunden, weshalb xusammenhängende durchstochene Stücke selten sind.
13) Auch von Nr. 5 existiert nur eine Type.
14) Als Echtheitsmerkmale beachte man: die Marken sind durch feine in den Durchstich fallende Trennungslinien abgeteilt; die rechte obere 10 hat in der 0 nach dem Fussstrich der 1 zu einen kurzen Strich, neben dem Kopf der 1 eine Zacke , die andere Hälfte ist oben etwas nach innen gedrückt und unten an der Verbindung abgeplattet; die 1 der linken Wertziffer ist ebenfalls unregelmässig, indem sie beiderseits am Fussstrich und unter dem Anstrich eingedrückt ist, die 0 ist, wie auch die der linken unteren Wertziffer, neben dem Fussstrich der 1 etwas eingedrückt ; die Schraffierung des Inschriftenovals geht deutlich bis an den Unter- grund der oberen linken Wertziffer (diesen Plattenfehler haben jedoch auch die guten Fälschungen) ; die Schraffierung durchschneidet in BREMEN den oberen linken Kopf strich und läuft zweimal in den oberen Bogen des B; ferner läuft sie einmal über den rechten Fussstrich und dreimal in den oberen Bogen des R ; das M ist links über dem linken Fussstrich weiss mit der Schraffierung verbunden ; der linke Fussstrich des zweiten E wird von einer Schraffierungslinie durchschnitten; in ZEHN dringt die Schraffierung unterhalb des linken Kopfstriches in E ein und der Bindestrich des H geht von links oben schräg nach rechts unten; von der senkrechten Schraffierung des Mittelovales geht eine Linie von der Mitte des Schlüsselrohrendes oben durch die Ovaleinfassung, eine andere Linie geht durch den nicht geschlossenen obersten Bartwinkel , eine dritte schneidet knapp den linken Griffknopf; der Schlüsselbart ist nicht, wie bei den anderen Werten, mit drei Stäben angesetzt, sondern der obere und untere Stab ist im Winkel bis ziem- lich zum Mittelstab angelegt, das Schlüsselrohr läuft in durchgehender Linie bis zum Ende und ist daselbst durch nur eine Linie abgeschlossen.
1863, 29. April. Hochrechteck; in der Mitte kleiner Wappen- schlüssel in senkrecht schraffiertem Oval, umgeben von einem guillo- chierten Oval, mit oben BEEMEN, unten ZWEI GEOTE. in weisser Schrift. Zu beiden Seiten wagerecht und oben senkrecht schraffierte Leisten mit der getrennten Inschrift: STADT- POST- AMT. ; in der unteren Leiste drei in einander gehende Wellen-Doppellinien; in den Ecken je ein kleiner Schild mit der WertzifFer weiss auf glattem Grunde ; die Ecken zwischen Oval und Einfassung mit senkrecht schraffierten Arabesken geschmückt; f. Stdr. w. ger. P. ; in S-Form durchstochen.
2 GEOTE. schw. a.
a) orange -j- . .
b) rotorange •(" .
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24.— |
40.— |
||
|
50.- |
60.- |
||
|
35.— |
40.— |
||
|
65.— |
65.— |
31.80 57.50 37.50 65.—
40.-
80.-
50.-
100.
Bromen.
41)
1^ Nr. 6 existiert nur in einer Type.
i«)!Eohtheitsnierkmale : In STADT- POST- AMT. in den beiden S je 1 Punkt in den Bogen, im P innen im Bogen ein Punkt, in den beiden A unter dem Binde- strich ein Punkt, im M in den beiden unteren si)itzen Winkeln je ein Punkt (dies(^ Punkte gehören zur Umrandung der Buelistaben) ; die oben^ rechte Eekfullung hat an ilirem unteren Ausläufer (iiber dem N von BREMEN) statt einer, zwei Ranken ; der SchUisselrücken besteht aus aneinanderstossenden eckigen Punkten , welche allerdings durch die schmierige Farbe leicht als Linie erscheinen ; die Inschrift ZWEI GROTE ist schief eingezeichnet, sodass das halbe E und der Punkt zu hoch liegen , auch ist der Zwischenraum der Buchstaben bis zum R ein grösserer als von da bis zum Punkt (was fast deutlich zeigt, dass der Zeichner nur acht statt neun Buchstaben gerechnet hatte und dies erst nach oder bei Herstellung des R bemerkte) ; die obere linke Wertziffer hat eine breit abschliessende statt geschweifte Fahne. Trennungslinien sind nicht vorhanden.
Ende 1862 bis Ende 1863. in S-Forin durchstochen.
Die Marken Nr. 1, 2 und 4, aber
7. 3 (Grote) schw. a.
graublau ^^t • •
8. 5 Grote schw. a. rosa f . . . . .
9. 5 Sgr.
a) meergrün a. w. ■}■
b) gelbgrün a. w. "j*
Aufl.
Rest min. max.
45.— 40.—
15.— 12.50
60.— 25-
50.— 20.—
^0. — 50-
25.-
60.- 25.-
125.
Durchschn.
52.50 44.—
20.75 15.10
60.- 25 — 78.35 21.40
Bemerkungen
1"^) Nr. 7 ist wie Nr. 1 auf Papier verge (senkrecht oder wagerecht) gedruckt.
18) Die Marken Nr. 7 — 9 kamen nach Auf brauch der gleichartigen ungezähnten Marken in Verkehr: Nr. 7 etwa Mai 1863, Nr. 8 November 1862, Nr. 9 etwa September 1863.
19) Die Typenverschiedenheiten und Echtheitsmerkinale von Nr. 7 und 8 sind dieselben, wie bei Nr. 1 und 2; auch die Echtheitsmerkmale von Nr. 9, welche übrigens in der Eegel in der gelbgrünen Nuance vorkommt, stimmen mit den oben bei Nr. 4 angegebenen, nur gehen die Linien des Untergriuides noch öfter über die Einfassungslinien hinaus , insbesondere überschreiten fast alle SchraffierungsKnien den oberen Schildrand mehr, teils bis an die Schrift reichend, unten jedoch nur diejenigen , av eiche durch die Fahne der 5 bis zum oberen Teil des Bogens gehen und über dem S von Sgr. ; auch sind bei den dm'chstochenen Exemplaren die Schattenlinien unklarer. Die Trennungslinien der einzelnen Marken sind vielfach gänzlich verschwunden und teils auch wegen des Dm-chstichs oft nur noch in kleinen Spuren erkennbar; dazu kommen noch als besonders markante Merkmale : das rechte herabhängende Bandende hat eine von links oben bis unten laufende zweite Kantenlinie , rechts nur im unteren geteilten Zipfel , auch in der rechten römischen Wertziffer erscheint im rechten Schrägbalken eine langlaufende, feine, teils unterbrochene Linie, welche manchmal auch einen Kopf strich hat; am Schlüsselgriff fehlt rechts auf dem Einge der Knopf.
1867. Typus der Marken Nr. 1-
10. 2GK0TEschw.a.
a) gelborange
b) dunkelorange.
-6, jedoch
gezähnt 13.
|
12.50 |
20.- |
||
|
25.- |
35.- |
||
|
20.— |
30.- |
||
|
i |
30.— |
33.- |
14.50 29.- 25.— 31.50
35.- 50.-
H. Krötzsch, Katalog.
50
Bremen.
|
Aufl. |
Rest |
min. |
max. |
Durchschn. |
Bemerkungen |
|
|
11. 3 (Grote) schw. a. graublau ... |
12.- 25.— |
20.— 45.— |
14.50 33.75 |
|||
|
12. 5 Grote |
||||||
|
schw. a. rosa . . |
^ |
12.— 12.50 |
20.— 30.- |
14.50 18.20 |
||
|
13. 7 Grote schw. a. |
||||||
|
schwefelgelb . . 11. 10 GEOTE . . |
15.— 175.- |
25.- 225.- |
17.60 200.- |
|||
|
schwarz a. w. |
22.— |
35.— |
27.60 |
|||
|
15. 5 Sgr. a) gelbgrün a. w. |
60.— 20.- 20.- |
80.- 35.— 25- |
70.— 30.- 21.25 |
100— 50.— |
||
|
b) blaugrün a. w. |
15.— 20.- |
50.- 40.- |
24.— 30- |
100.— |
20) Die Marken Nr. 10 — 15 kamen erst nach Aiifbrauch der früheren gleich- wertigen Ausgaben in Verwendung, weshalb sich ein Ausgabetag nicht angeben lässt. Nr. 13 dürfte erst in der zweiten Hälfte des Jahres 1867 in Kurs gekommen sein, woraus sich die grosse Seltenheit der gestempelten Stücke erklärt.
21) Die oben angeführten Typenverschiedenheiten und Echtheitsmerkmale finden sich auch hier, Nr. 13 hat jedoch nirgends Trennungslinien, welche daher von der Platte entfernt sein müssen, wenn sie sich nicht völlig abgenutzt haben sollten; für Nr. 15 gelten die Notizen zu Nr. 9 in Anm. 19.
22) Mit dem 31. Dezember 1867 wurden die Bremer Postwertzeichen ausser Verkehr gesetzt.
Restbestände
sind von allen Ausgaben und allen Werten der Bremer Marken verkauft worden. Über die Anzahl derselben ist jedoch noch nichts bekannt.
Neudrucke sind von Bremer Marken nicht angefertigt.
Stempelfälschungen sind häufig.
Deutscher PYeistaat mit der Bezeichnung: Freie und Hansestadt. Flächen- inhalt 407,22 qkni mit 3051% Einwohnern (1867). Hauptstadt gleichen Namens mit 224 974 E i n w o h n e r n (1867). G e 1 d w U h r u n g : 1 Mark (Hambiu-ger) Courant (= 1,20 Mark) i\ 16 Schilling ;\ 12 Pfennig.
Freimarken.
1859, 17. Januar. Grosse, breit schattierte Wertziffer, dahinter das Hamburger Wappen , darüber im fliegenden Bande HAMBUKG, darunter desgl. POSTMAEKE ; zu beiden Seiten des Wappens verteilt Wertangabe in Buchstaben (z. B.: Ein I Schilling); schw. bez. f. Bdr. w. P. ; ungez. ; Wz. Schlangenlinie^); gelbbraune Gg.
|
Aufl. |
Rest |
min.jmax. |
Durchschn. Bemerkungen |
|||
|
1. 7, SchiUing |
||||||
|
schwarz f^) . . |
5.— 25.— |
6.25 25.— |
5.35 25.— |
|||
|
2. 1 Schilling |
||||||
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braun f . . . . |
7.50 6.— |
10.— 8.- |
8.20 7.30 |
|||
|
3. 2 Schilling |
||||||
|
ziegelrot f . . . |
7.50 |
10.- |
9,10 |
|||
|
6.50 10.- |
7.60 |
|||||
|
4. 3 Schilling |
||||||
|
preussischblau f ^) |
8.50 10.- |
10.— 15.- |
9.70 11.70 |
|||
|
5. 4 SchüUng |
||||||
|
a) grün .... |
5.— |
5.50 |
5.25 |
In breitrandigen |
||
|
50.— |
50.— |
50. |
Stücken |
|||
|
b) gelbgrün f. • |
4.50 50.- |
7.50 55- |
5.'90 51.25 |
gebraucht sehr selten. |
||
|
6. 7 SchilHng |
||||||
|
orange f .... |
9.— |
17.50 |
11.40 |
|||
|
3.- |
4.- |
3.30 |
1 In schönen breitrandigen Stück . gebraucht ' sehr selten. |
|||
|
7. 9 SchilHng |
||||||
|
citronengelb f |
10.— |
15.— |
12.20 |
|||
|
100.- |
100.- |
100.— |
||||
|
1) Marke Nr. 1 wiu- |
de auch |
halbiert |
verw |
endet |
, um als I |
Ergänzung zu der |
Marke Nr. 2 zu dienen; richtig ist zwar, dass das Porto nach Schleswig-Holstein vom März 1864 auf 1% Seh. herabgesetzt wurde , allein gleichzeitig wm'den auch Marken dieses Wertes ausgegeben, sodass ein Bedürfnis für derartige Halbierungen nicht vorlag ; auch ein dieselben anordnendes oder billigendes Dekret ist nirgends auf- findbar gewesen, sodass.höchstens eine nichtamtliche derartige Verwendungjstattfand. 2) Von Moens und Anderen wird Nr. 4 auch in ultramarin erwähnt ; diese Marke existierte zwar, wurde aber erst nach Auflösung der Hamburgischen Post 1868 bekannt , war nie im Gebi^auch und sind vorkommende Stücke offenbar un- gezähnt gebliebene der Emission vom September 1864. Bei nicht allseitig breiten Rändern liegt überdies stets die Vermutimg nahe, dass es Stücke mit abgeschnittener Zähnung der späteren Ausgabe sind.
4*
52
Hamburg.
3) Die Marken waren in 12 wagerechten Reihen ä 8 Stück gedruckt, die senkrechten Reihen standen 3V2 mm voneinander entfernt und waren diu"ch einen feinenlTrennungsstiich in der Farbe der Marken abgeteilt ; die wagerechten Reihen standen niu- V-/^ mm voneinander ab und zwar ohne Trennungslinie. Die Marken- bogen trugen an jeder Seite der wagerechten Reihen fortlaufende Ziffern in der Farbe der Marken und am Kopfe die Inschrift: hamburgische postmarken, in zwei verschiedenen Grössen.
jg I 4) Das Papier ist fest satiniert und zeigt (gegen das Licht gehalten) dicht- stehende Poren.
^Wasserzeichen.
5) Das Wasserzeichen wurde 2 Markenbogen, welche einen Bogen bildeten, mit einer Form gegeben. Diese Wasserzeichenform teilte sich in ein linkes und ein rechtes Linien-Hochrechteck von je 165 mm Breite und 293 mm Höhe, welche je 12 Reihen der grossen Schlangenlinie (vergl. Fig. a) enthielt; jede vollständige Schlangenlinie hatte 8 vollständige Bogen. Die beiden Hochrechtecke standen 47 mm voneinander ab und waren nur dm'ch die untere durchgehende Ein- fassungslinie verbunden. 4 mm über dieser Verbindungslinie stand das 49 mm hohe und am Fuss 43 mm breite Hamburger Wai3ijen (ähnlich dem der Couverts n. Em.). Vermutlich erst nach dem Druck wurde das mit dieser ganzen Wasser- zeichenform hergestellte Papier geteilt, wobei das in der Mitte stehende Wappen meist nicht in zwei gleiche Teile zerschnitten wurde , wenn das Wasserzeichen schief eingearbeitet war; daher ist auch oft auf den Randmarken die Hochrechteck- Einfassungslinie sichtbar (Fig. b) oder die einzelnen Marken haben nur Bruchteile der Schlangenlinien (Fig. c). Marken ohne Wasserzeichen oder mitTeilen vom Wappen sind selbstverständlich sehr selten, zumal das letztere, indem dies auf einzelner Marke kaum erkennbar ist, denn selbst bei der schon reichlichen Verschiebung , welche Fig. b zeigt , würde niu* die linke untere Eck-Marke der rechten Bogenhälfte einen spitzen Winkel (vom Wappenfusse) zeigen, sonst aber auf keiner anderen Marke etwas bemerkbar sein. Der Bogen konnte natürlich auch leicht in der Druckmaschine schief eingelegt werden und dadiu-ch gleichfalls die am Rande stehenden Markenbilder auf vom Wasserzeichen nicht berührte Bogenteile kommen.
^) Echtheitsmerkmale. Nr. 1 (V2 Seh.) : Der rechte untere Fussstrich im H von HAMBURG ist innen unterbrochen, sodass ein Punkt dazwischen erscheint; der erste senkrechte Strich im M berührt den Fussstrich nicht; unter dem Fuss- strich des B befindet sich links ein Punkt ; hinter G befinden sich unten fast an der Bandlinie zwei mikroskopische Punkte ; der Fuss der zwischen dem Wappen und Schilling befindlichen Linie steht auf dem unteren Schriftband auf, die Linie selbst aber nicht auf dem Fuss , vielmehr befindet sich zwischen beiden ein nach links oben laufender dicker Strich, statt eines Punktes; der obere wagerechte Strich im ersten 1 von Schilling ist am senkrechten Balken unterbrochen; in POSTMARKE befindet sich direkt auf dem linken Kopfstrich des K ein Punkt; die Zeichnung des rechten unteren Bandendes unter RK in POSTMARKE ist unterbrochen , während sie links unten korrekt ist ; die auslaufenden Enden be- rühren weder das Band noch die Einfassung.
Nr. 2 (1 Seh.) : Bei dem Wort HAMBURG ist im A unter dem Querbalken ein Punkt ; ein weiterer , kleinerer unter dem linken Kopf strich des M ; sowie je ein Punkt an und unter dem linken Kopf strich des U ; ferner ein Haarstrich über UR; über dem zweiten 1 in Schilling befindet sich am Wappenturm ein Punkt; ein kommaartiger Strich ist unter dem Kopfstrich des P in POSTMARKE links vom senkrechten Balken ; der Fussstrich im T desselben Wortes schneidet mit dem senkrechten Balken ab, links davon an Stelle des fehlenden Fussstriches ein Punkt. Hier ist, entgegen der vorigen Marke, das untere Bandende links unterbrochen und rechts korrekt, die Enden berühren weder das Band noch die Einfassung.
Trainburuf.
53
Nr. 8 (2 Seh.): In HAMIiUKG hofindot sich links unter dem oboron wago- lochton Strich tlos orst(»n sonknM'hton lialkons ein I'unkt; am B ist der Kopfstrich in der Mitte unterbrochen; zwischen B und U oben ein Punkt; bei dem linken Balken d(^s U geht vom Kopfstrich an jeder Seite eine kleine feine Linie nach unten und auswärts ; in Schilling ist je ein Punkt am oberen Bogen des S innen und aussen, dicht am (irundstrich ; ferner ist unter dem Kopfstrich des i, unter dem Kopfstrich des ersten 1 und über dem rechten Fussstrich des n je ein Punkt; ein feiner wagerechter Strich über ng; bei dem i in Zwei befindet sich über dem rechten Fussstrich aussen ein Punkt ; das untere Band ist links zwischen den beiden abschliessenden Strichen offen ; der untere Bandausläiiier rechts berührt das Band und die Einfassung, der linke nicht.
Nr. 4 (3 Seh.): Links vom H in HAMBURG ist ein Punkt; über dem P von POSTMARKE sind kleine Schraffierungslinien und rechts davon ein Punkt, diese Schraffierungslinien erscheinen jedoch oft als Punkte (hauptsächlich bei ultra- marin) oder berühren nur teilweise das P; beim r in Drei befindet sich sowohl links oben, unterhalb des Kopf stnchs , als darunter zwischen dem zweiten und dritten Turmabsatz ein Punkt. Die unteren Bandenden gehen in die Ausläufer über und berühren weder das Band noch die Einfassung.
Nr. 5 (4 Seh.) : Im rechten flatternden Ende des oberen Schriftbandes ist die letzte Schraffierungslinie (nach links) durch einen Punkt angedeutet ; ebenso im linken Ende, wo jedoch über dem Punkt noch ein feiner Querstrich ist; links oberhalb des c in Schilling ist ein Punkt ; ebenso über dem E in POSTMARKP] und über dem r von Vier am rechten Teil der Verzierung, Die Ausläufer der unteren Bandenden berühren mit dem grösseren Bogen die Einfassung , mit dem kleineren Ansatzbogen das Band.
Nr. 6 (7 Seh.): Über S in Schilling neben dem Wappentm'm ist ein Punkt; desgl. links von dem S in Sieben, unterhalb der Arabeske. Bei dem A in POST- MARKE ist der linke Fussstrich innen unterbrochen , sodass ein Punkt gebildet ist. Die Ausläufer des unteren Bandes berühren weder das Band noch die Ein- fassung ; der rechte grössere Bogen ist an der Einfassung abgeplattet , sodass fast eine Trennung der Linie entsteht.
Nr. 7 (9 Seh.) : Rechts am Fussstriche des P in POSTMARKE ist ein Punkt, auch endet der untere Haarstrich des c in Schilling in einem Punkt, welche jedoch beide kaum sichtbar sind wegen der hellen Farbe. Am besten lassen sich noch die Schraffierungen über dem P und über und imter dem E in Postmarke erkennen. Das linke imtere Bandende geht frei aus , während das rechte mit dem kleinen Bogen das Band berührt.
1864, 1. März. Ähnlicher Typus wie Nr. 1—7, nur befindet sich die Kopfinschrift im Bogen, die Fussinschrift in gerader Linie; die Inschriften und das Wappen stehen auf schraffiertem Grunde; in den oberen Ecken schief stehende Kreuze; f. Stdr. w. P. ; ungez. ; Wz. Schlangenlinie ; gelbbraune, gelbliche oder weisse Gg.
|
Aufl. |
Rest min. max. |
Durchschn. |
Bemerkungen |
|||
|
8. IV, Schilling 7) 13) |
||||||
|
a) ma*t . . • |
3.— 1.50 |
4.— 7.50 |
3.85 3.40 |
15.— |
||
|
b) grau* . . . |
4.50 2.- |
7.50 3.— |
6.— 2.65 |
10.— |
||
|
c) blau .... |
40.- |
50.— |
45.— |
|||
|
30.- 1 |
40.— |
36.65 |
||||
|
d) grünlichgrau . |
7.50 3.— |
15.- 6.- |
10.- 4.30 |
30.- |
||
|
e) rötUchlila . . |
2.- 1.50 |
3.— 1.50 |
2.50 1.50 |
|||
|
f) graubraun . . |
5.— 2.— |
7.50 6.— |
5.85 3.40 |
10.— |
||
|
g) rötlichviolett f |
4.50 1.50 |
5.— 15.- |
4.75 6,35 |
20.— |
54
Hamburg.
') Nr. 8 existiert noch in unzähligen Farben ab tönnng:eii, doch ist dies Farben- spiel nur die Folge der leichten Zersetzbarkeit des als Druckfarbe gewählten Mauvems imd sind die Farbenveränderungen wohl während dem drucken entstanden.
8) Die Markenbogen von Nr. 8 trugen zunächst weder Reihenziffern noch Inschriften , die Marken selbst aber sind mit einem Abstand von 3 mm in Breite und Höhe voneinander entfernt und dazwischen ist in beiden Richtungen eine Teilungslinie angebracht. Später wiu-de eine Auflage in Anordnung von Anmerkung 10 gedruckt.
^) Echtheitsmerkmale. Bei Nr. 8 (IV4 Seh.) schneidet je eine Schraffierungs- linie das A, B und U in HAMBURG senkrecht; in demselben Worte ist auch das M unkorrekt, indem der Aufstrich in den rechten Balken in % Höhe eintritt ; das U hat links keinen Kopf strich; vor dem zweiten i in Schilling verbindet eine Schraffierungslinie die linken Ausläufer des Fuss- und Kopf Striches ; die Schraffierungslinie vor M in POSTMARKE ist geknickt und läuft in den linken FussstrichTvdnkel des linken M-Balken, das A hat einen breiten Kopf strich; nach POSTMARKE ist ein runder Punkt, welcher von einer Schraffierimgslinie senk- recht geschnitten wird. Das linke obere Eckkreuz hat in der Mitte einen Kreis, wogegen das rechte Eckkreuz vom linken unteren Flügel bis zur Mitte eine 7 zeigt, der linke Wappenstern ist in der Mitte , der rechte (nur fünfstrahlige) und das Kreuz in den Flügeln mit unregelmässigen Linien gemustert.
1864, 1. April. Ähnlicher Typus wie Nr. 8, die Schriftleislen bestehen aber auf allen 4 Seiten aus unschraffierten Quer- rechtecken, in jeder Ecke ein senkrecht stehendes schraffiertes Kreuz; f. Stdr. w. P. ; ungez.; Wz. Schlangenlinie; gelbbraune, gelbliche und weisse Gg.
9. 2V2 Schimngii)^3) dunkelgrün * -j- .
Auü.
Rest
7.50 2.50
10. 4.50
Durchschn,
8.25 3.50
Bemerkungen
15.—
10) Bei Nr. 9 finden sich Ziffern an jeder Seite der senkrechten bez. wag- rechten Reihen ; die durch Trennungslinien in beiden Richtungen abgeteilten Marken haben einen Abstand von ca. 2 mm.
11) Nr. 9 existiert noch in unauffälligen helleren Nuancen.
12) Echtheitsmerkmale. Bei Nr. 9 (21/2 Seh.) hat in Schilling das c keinen Punkt , sondern einen senkrechten Strich ; unter dem oberen Teil des ersten 1 ist ein Punkt, wie bei dem Wert zu 2 Schilling ziegelrot (Nr. 3) , links in der Wert- angabe ist der Kopf strich rechts am u zu gross , sodass er rechts übersteht ; die Wappensterne sind fast regelmässig mit Strichen, das Kreuz mit Winkeln ge- mustert , an beiden Wappensternen ist der rechte untere Strahl kürzer als die übrigen, die Eckkreuze sind von links nach rechts schräg schraffiert.
13) Stücke von Nr. 8 und 9 ohne Wasserzeichen, welche in den meisten Katalogen erwähnt werden, wurden erst nach Auflösung der Hamburgischen Post 1868 bekannt, sind entweder Neudrucke oder allenfalls Probedrucke, soweit nicht durch unrichtiges Auflegen der Bogen einzelne Stücke ohne Wasserzeichen blieben, was noch zu beweisen wäre ; gebrauchte Exemplare ohne Wasserzeichen sind nicht nachgewiesen. Vergl. auch Anmerkung 5.
1864, September bis 1865, April. Marken Nr. 1—9, teilweise in nuancierten Farben; schw. bez. f. Bdr. bez. Stdr. ^*) w. P. ; gez. I3Y2 j Wz. Schlangenlinie; gelbbraune oder weisse Gg.
10. V2 SchilHng schwarz-j- . .
11. 1 Schilling 21) braun . . .
-.35 .75
-.75 1.25
1.- 1.—
1.75 1.50
-.45 1.—
1.20 1.B5
Nr. 10—19 ungebraucht mit Original - Gummi selten !
Hamburg.
öo
|
Auü. |
Rest |
min. |
max. |
Durchschn. |
Bemerkungen |
|
|
12. 17, Schilling ^^) |
||||||
|
a) violett*t . . |
1.50 -.50 |
2.- -.50 |
1.75 -.50 |
|||
|
b) lilaf .... |
1.50 |
3.- |
2.25 |
Ö |
||
|
-.50 |
1.50 |
—.75 |
S |
|||
|
c) rötlichlila |
1.50 |
2.50 |
2.— |
w |
||
|
—.50 |
1.50 |
—.85 |
B |
|||
|
d) graulila . . |
2.— |
2.50 |
2.25 |
3 |
||
|
—.60 |
—.60 |
-.60 |
0 |
|||
|
13. 2 Schilling |
'S |
|||||
|
ziegelrot . . . |
1.— |
1.75 |
1.30 |
t |
||
|
1.25 |
2.- |
1.60 |
0 |
|||
|
11. 2V2 SchiUing^«) |
*£ |
|||||
|
a) dunkelgrün . |
1.20 |
2.— |
1.60 |
|||
|
(April 1865)* |
1.50 |
1.50 |
1.50 |
i4 |
||
|
b) gelbgrün ^^ . |
1.— |
2.— |
1.75 |
t |
||
|
(1867)* |
1.— |
2. |
1.35 |
§ |
||
|
15. 3 Schilling |
20.— |
30.- |
25.— |
c3 "2 |
||
|
a) preussischblau |
10.— |
12 — |
10.50 |
C5 |
||
|
b) ultramarin . |
2.50 |
3.25 |
2.80 |
I |
||
|
(1865). |
2.75 |
4 — |
3.45 |
s & |
||
|
16. 4 SchilHng |
-.75 |
1.50 |
1.— |
|||
|
gelbgrün . . . |
2.— |
2. |
2.- |
|||
|
17. 7 SchiUing |
28.— |
30.— |
29.50 |
45.— |
||
|
orangef . . . |
17.50 |
25 — |
20.65 |
|||
|
18. 9 Schilling |
1.— |
1.25 |
. 1.05 |
|||
|
a) citronengelb . |
35- |
70.— |
46.25 |
60.— |
||
|
b) mattgelb . . |
—.80 |
1.25 |
1.15 |
|||
|
35.- |
35.- |
35 — |
45.— |
") Nr. 10, 11, 13, 15—18 sind in Buchdruck, Nr. 12 und 14 in Steindruck ausgeführt.
15) Die Marken Nr. 10 — 18 kamen nach und nach ohne besonderes Dekret in Verwendung, je nachdem die alten ungezähnten Bestände aufgebraucht waren.
16) Die Nuancen von Nr. 12 sind riel weniger weit auseinandergehend, wie bei der ungezähnten Nr. 8 , dagegen kommt Nr. 14 seit 1867 in markant gelb- grüner Farbe vor ; von Nr. 15 existieren die beiden im Text gedachten Farben- verschiedenheiten neben einander und Nr. 15b ist die in Anmerkung 2 erwähnte Marke , welche sich auch ungezähnt imter den Restbeständen befand. Bei der vorgedachten Emission sind auch Stücke mit mancherlei Fehlzähnungen zu ver- zeichnen, welche teils in Verwendung kamen, teils mit den Restbeständen abgegeben wurden ; es werden erwähnt Nr. 10, 15, 17 senki-echt ungezähnt, Nr. 18 wagerecht imgezähnt.
1") Die Marken Nr. 12 und 14 in gewechselten Farben, d. h. IV4 Seh. gelb- grün oder 2V2 Seh. graulila auf Originalpapier mit Wasserzeichen sind Probedrucke. 18) Bezüglich der Stücke ohne Wasserzeichen vergl. Anm. 5 u, 13.
56
Hamburg.
19) Die Echtheitsmerkmale der gezähnten Marken sind dieselben, wie die oben angegebenen der ungezähnten gleichen Werte.
20) Ein von Moens erwähnter Fehldruck von Nr. 14 mit Druckfehler HAMBUGG beruht jedenfalls auf Irrtum ; die lithographische Herstellungsart lässt denselben wenigstens unwahrscheinlich erscheinen.
21) Nr. 11 wurde auch (nicht amtlich) halbiert verwendet.
1865, 15. Februar. Marke Nr. 17 in anderer Farbe; f. Bdr. w. P. ; gez. 1372 j ^^- Schlangenlinie.
19. 7 SchiUing22) rotviolett . .
Anü.
Rest min.
-.75 1.25
1.25 2.80
Durchschn.
-.95 2.05
Bemerkungen
22) Diese Marke gänzlich ungezähnt ist Essai.
23) Die Echtheitsmerkmale sind dieselben wie bei Nr. 6 bez. 17 und ausser- dem noch in HAMBUKG im R zwei und nach dem G ein Punkt; bei scharfem Druck ist ferner nach P in POSTMARKE ein Punkt sichtbar.
1866, 5. April. Ähnlicher Typus wie Nr. 9, die durch Kelief schraffierte Wertziffer vor dem Stadtwappen befindet sich jedoch in achteckigem Kahmen mit den üblichen Inschriften, an den kurzen Querseiten durch kleine sechsstrahlige Sterne getrennt; die äusseren Markenecken sind weiss; f. Efdr. w. P. ; ohne Wz. ; in Linien durchst. 10.
20. IV2 Schilling karminrosa* .
-40. 6.—
.75
-.55 6.80
2^) Echtheitsmerkmale: Die Ecksterne müssen weisse Mittelpunkte haben; in der linksseitigen Wertangabe sind die beiden i und n und alb unten miteinander verbunden, in POSTMARKE hat das K unten einen auffällig kleinen Winkel.
1866, 27. Juni. Typus von Nr. 20, nur sind die vier III äusseren Markenecken farbig schräg schraffiert; f. Efdr. w. P.; ohne Wz.; in Linien durchst. 10.
21. IV4 SchiUing^ß)
a) violett*f . .
b) hellviolett. .
|
—.60 1.— |
1.— 3- |
||
|
-.60 1.50 |
—.60 1.50 |
—.85 1.75
—.60 1.50
25) Bezüglich der Echtheitsmerkmale ist zu beachten, dass wie bei Nr. 20 die Mitte der vier Ecksterne einen deutlichen weissen Punkt haben muss, ebenso müssen die weissen Wertziffern eine schräg von rechts oben nach links laufende, relief geprägte Liniierung mit glatter Umrandung haben ; unter der grossen 1 ist die zweite wagerechte Linie eine Backsteinbreite unterbrochen ; die schraffierten Ecken sind nicht mit dem Schriftrahmen verbunden, sondern stehen frei.
26) Nr. 21 wird zuweilen in der Farbe der Marke Nr. 20 offeriert ; dieser an- geblich seltene Fehldruck IV4 Seh. karmim^osa ist eine chemische Fälschung.
1867, Juni. Typus von Nr. 10, 11, 13, 15—19, also In- schriften oben und unten in fliegendem Bande; f. Stdr. w. P.; Wz. Schlangenlinie; gez. ISYg-
22. 2V2 Schilling 28)
dunkelgraugrün —.35
2.50 3.-
-.95 2.70
IIainl)ur2:. 57
-") Echtheitsmerkmale : Trenmingslini«' an (Im LiinKScitcn ; links nolx'U dorn K()i)fstri('h dos H in HAMIURCJ ist ein Punkt, in POSTMAHKK fclilt links dor Kopfstrich dos E, dnfiir stoht dort oin Punkt ; dio Worthiuchzidor 1 ist obon etwas nach hinton abgosohrägt und iibor doni Anstrich orsclu^nt noch oin kleines Rochtock ; dies ist jedoch nur bei gut<»n Druckou vorhanden, durch den teils sehr schlechten Druck , welcher oft das ganze Rild der Marke sehr undoutiich wied(^r- giebt, wird eine genauere Angabe der Kchthoitsnierkmalo verhindert.
28) Diese Marko existiert auch siMiknH-ht oder gänzlich ungezähnt, sowie infolge unrichtiger Bogenauflage ohne "Wasserzeichen; vergl. hieriiber jedoch oben Anmerkungen 5, 13 und 16.
-^) Am 1. Januar 1868 ging die Hamburger Postverwaltung in derjenigen des Norddeutschen Postbezirks auf.
Restbestände.
Unter den Restbeständen befanden sich die Marken Nr. 10 — 16 und 18 — 22 in gewaltigen Mengen, waren jedoch in der grossen Mehr- zahl ungumraiert. Die Restbestände wurden im Jahre 18f39 an Julius Goldner in Hamburg verkauft.
Neudrucke.
Nur die Marken Nr. 8 u. 9 bez. 12 u. 14, 20 u. 21 existieren in (Privat-) Neudruck, welcher in Hamburg seit etwa 1872 hergestellt wird.
Nr. 8, 9 bez. 12, 14 und 21 wurden mit dem Originalcliche neu- gedruckt, Nr. 20 mit dem Umschlagstempel des gleichartigen Couverts.
Nr. 8 u. 12 existiren als Neudruck in lila, röthch violett, violett, grau, Nr. 9 bez. Nr. 14 in dunkelgrün, gelbgrün und hellgelbgrün. Das Wasserzeichen fehlt stets, der Druck ist unsauber, das Papier ist teils weich und wollig, teils glattes Maschinenpapier. Die Zähnung war früher richtig (137.,), ^^^^' unsauber, später ist sie gut, aber un- richtig 117, statt 137^.'
Nr. 20 ist bräunlichrot statt karmin und durchstochen 8^/, statt 10; der Druck ist unreiner und die Konturen, hauptsächhch an der 2, unklarer, wie auch die weissen Punkte in den Ecksternen teils ver- schmiert; die Relief- Schraffierung fehlt fast gänzlich in den Ziffern.
Nr. 21 ist in der Farbe einen Schein rötlicher, stimmt aber im Durchstich mit dem Original überein ; auch hier ist der Druck unreiner und die Relief-Schraffierung verschwunden.
Stempelfälschungen und Gefälligkeitsstempel (d. h. nach der Kurszeit den Restbeständen aufgedruckte Originalstempel) sind häufig.
J^
58
Bei Bedarf von mehr als einem Kasten für grössere Sammlungen
empfehle die sehr praktischen
Aufbewahrungskästen in Buchform
welche zur Aufnahme der 100 bez. 250 Blätter aus dem gefüll- ten Patent-Sammelkasten mit verstellbarem Zwischenboden be- stimmt sind und buchartig nebeneinander gestellt werden können.
Der Aufbewahrungskasten besteht aus zwei ineinander schlagen- den Kästen mit je 3 Seiten wänden , schützt vollständig gegen Staub und ist mit gutem Schloss versehen.
Sehr sauber aus Eichenholz gearbeitet. . . , . Mark 15. —
Spezial-Sammelkasten.
Derselbe eignet sich vorzüglich zum Aufbewahren einer entsprechen- den SpezialSammlung und fasst 25 starke oder 50 schwächere Kartons.
Sehr sauber in Eichenholz gearbeitet und mit prima Schloss ver- sehen Mark 10. —
Transportkasten für Sammelblätter.
Dieser Kasten soll dem Zwecke dienen, Teile der Sammlung (bis 25 starke oder 50 schwächere Kartons) gut und sicher zu den Yereins- sitzungen oder Sammelfreunden tragen zu können.
Sauber in Eichenholz gearbeitet und verschliessbar Mark 8. —
Hugo KrÖtzSCh, philat. Verlag, Leipzig, Lange Strasse 22.
Bis 20. September 1866 Königreich, seitdem preusvsische Provinz mit einem Flächeninhalt von 38481 qkm und einer Einwohnerzahl von 1937637 (1867). Hauptstadt: Hannover mit (1867) 73 979 Einwohnern.
Geld Währung: 1 Thaler (:= 3 Mark) a 24 Gutegroschen k 12 Pfennig, seit 1. Oktober 1858 1 Thaler (= 3 Mark) i\ 30 Groschen k 10 Pfennige.
Freimarken.
1850, 1. Dezember. Grosse WertzifFer niit der Inschrift GUTENGR.(oschen) in arabeskenverziertem Wappenschilde, darüber ist das grossbritannisch-hannöversche Wappen mit der Devise SUSCIPEEE ET FIXIRE; zu beiden Seiten und unterhalb I des Schildes ein Schriftband, in welchem links FRANGO, rechts EIN. GGR., unten HANNOVER und zu beiden Seiten ' die Wertzifier steht. Das ganze Markenbild von einer feinen einer fetten Linie hoch rechteckig umgeben; schw. Bdr. f. P. ; ungez. ; Wz. Linienviereck in Markenbildgrösse ^) ; gelbrote bez. rote Gg. 2).
1^^^^ ,
und
1. 1 GUTENGR.
hellgraublau*-j-
Auü.
Rest Imin. max.
100.- 1.75
150.- 2.50
Durchschn,
125.— 2.20
Bemerkimgen
1) Der Markenbogen bestand aus 12 wagerechten Reihen zu je 10 Stück und waren die Ränder ohne jeden Vermerk.
-) Die rote Gnmmierimg wurde gewählt, um ein leichteres Kontrolieren der gelieferten Gummierung zu ermöglichen , andernteils auch , um etwaige zufällige Ablösung der Marke (während der Beförderung) erkennbar zu machen.
3) Marken ohne Wasserzeichen giebt es nicht, trotz gegenteiliger Meldungen, dasselbe ist aber oft schwer zu finden , weil es sich meist in der Einfassungslinie des Markenbildes befindet. Nr. 1 mit Wasserzeichen Eichenkranz sind Stücke der II. Em. (Nr. 2), welche die Farbe selbstthätig oder durch chemische Behand- lung in grünlich-blau veränderten und so dem hellgraublau von Nr. 1 ähnlich wurden.
1851, 21. Juli. Typus von Nr. 1; bei Nr. 3 — 5 hat aber der Mittelschild glatten schwarzen Grund und die Wertangabe in Bruch- teilen des Thalers, im rechten Seitenband und den unteren Ecken die entsprechende Angabe in Silbergroschen; schw. Bdr. f. P. ; ungez.; Wz. Eichenkranz im Linienhochrechteck^) ; gelbrote bez. rote Gg.
2. 1 GUTENGK.
a) graugrün (1851)
b) blassgrün (1853)
c) gelblichgraugrün
(1854)
|
5. — —.15 5. — -.20 |
6.— -.25 5.- -.20 |
5.50 —.20 5. — -.20 |
_ _ — 5.-
-.20
60
Hannover.
|
Aufl. |
Rest min. |
max. |
Durchschn. |
Bemerkungen |
||
|
3. V30 THALEE |
||||||
|
lachsfarbig-f- . . 4. Vi5 THALEK |
7.50 1.30 |
10.— 2.50 |
9.— 1.65 |
|||
|
graublauf . . . 5. Vio THALEE a) schwefelgelb*f |
^ |
7.50 1.50 8.— 1.50 |
10.— 2. 12.— 1.75 |
8.75 1.60 10.— 1.60 |
||
|
b) orangegelb* . |
10.- 1.50 |
20.- 2.— |
14.15 1.80 |
30.- |
*) Für Nr. 2 wurde der Stempel von Nr. 1 verwendet. Diese Ausgabe erhielt jedoch auf den Bogenrändern Reihenzahlen, bei Nr. 3 — 5 von 1 — 10 oben und unten. ' Wasserzeichen. ^^ ^^^ Wasserzeichen ist durch einen Eichenkranz (rich-
tiger zwei kranzartig gebogene Laubzweige) vervollständigt ; so war es von Anfang an in Aussicht genommen, jedoch für Nr. 1 vermutlich noch nicht fertig geworden; für die zweite Ausgabe wurde ausserdem ein anderes Wasserzeichen ver- langt, da sich das alte Quadrat dem Stempel nicht genau anschloss. (Es ist schwer , ein klares Wasserzeichen zur Pause deutlich zu bekommen, fast stets ist es dem genauen Beobachter irgendwo unzusammenhängend, wie auch grosse Verschiedenheiten darin vorkommen, aber wohl nie eine ausgearbeitete Eichel, am allerwenigsten an ihren Rändern ausgearbeitete Eichenblätter , wie sie in der Regel abge- bildet sind.)
^) Halbierungen der Marken kommen wohl fast in allen Emissionen vor und geben nicht nur Zeugnis von dem öfteren Markenmangel auf den Post- ämtern, sondern verursachten auch ein diesbezügliches amtliches Verbot.
') Echtheitsmerkmale der Werte 1 GUTENGR., V30, Vis ^^nd Vio THALER. Am auffälligsten ist der obere Schildrand, welcher bei jedem Werte verändert ist, bei 1 GUTENGR. besteht er aus einem einfachen, nach unten hängenden Bogen,
|
^ |
Z) v3y^^ |
^^ |
|
^.^ |
p^^ |
|
|
P>^^ |
||
|
^A |
fer:n |
^^J^\ |
Fig. 1. 1 GUTENGR.
Fig. 2. 1/30 THALER.
Fig. 3.
THALER.
THALER.
welcher parallel dem Wappenschriftbande läuft ohne dasselbe zu berühren (s. die vergrösserten Abbildungen, Fig. 1) ; bei Vso» Vis ^^d Vio THALER hat er die Form einer Klammer ('^^), deren Nase das Wappenschriftband berührt und zwar V30 ganz spitz, sodass die farbige Randlinie die volle Form einer Klammer beibehält
Ilannovc^r.
61
(Fig. 2); * 15 am broitosten, wodurch die farbig«.' Kandlinie in der vollen Brcito der 1 iinterbroch(Mi wird (Fig. 3): ^ ,o weniger breit, sodas.s die farbige Handlinie; nur in der halben Breite der l unterbrochen wird (Fig. 4). Die besseren Vergleiclisobjekte liefern aber reichlich der Löwe und das Einhorn (besonders in der Ausarbeitung der Mähnen und den Schattierungen) , sowie auch das Wappen selbst. Ks würde viel zu weitläufig und unverständlich beschrieben werden müssen, deshalb sind die vergrösserten Abbildungen in photographischen Zinkätzungen (Fig. 1—4) dem Texte beigegeben, um ein bequemes V(^rgleichen zu ermöglichen.
Ferner unterscheiden sich die einzelnen Werte durch die Lage und Kontur des grossen Inschriftenbaudes, dessen vergrösserte Zeichnung, mit Buchstaben ver- sehen, hier folgt.
Bei 1 GUTENGR. ist das ganze Band viel leichter gelegt als an den folgenden Werten und bildet imten über f und i eine Spitze nach oben ; dasselbe hat in den Linien q, r, s, t, u starke, v mittelstarke und p feine Kontiu'.
Vso THALER hat ein sehr regel- mässig laufendes Band, wo sich die Schleifen nicht gegenseitig be- rühren, jedoch in der Drehung der Linie i — k zweimal gedreht ist ; die Kontur ist stark in r, s, t, v und halb stark in p, q, u.
In Vis THALER legen sich die Schleifen zusammen bei b c, d e, k 1 und m n ; die Konturen sind stark bei q, r, s, t, u und nur wenig schwächer bei v und p.
Vio THALER hat dieselben Be- rührimgen wie V^s THALER ; die Konturen sind bei p, q, r, s, u, v gleiehmässig stark , aber bei t schwach.
1853, 15. April. Eine fette Linie im Hochrechteck umschliesst ein senkrecht schraffiertes Hochoval, welches: Krone i HANNOVER
■ I 3 I PFENNIGE, trägt; um den oberen Teil des Ovals legt sich ein weisses Band mit Inschrift EIN DRITTEL SILBER- GROSCHEN; f. Bdr. w. P.; ungez. ; Wz. Eichenkranz im Linienhochrechteck ; rotgelbe bez. rote Gg.
6. 3 PFENNIGE (^/g Sgr.) blassrosa
Aufl. Rest
17.50 9.
25.— 15-
Durchschn. Bemerkungen
21.65 10.80
30.-
8) Auf den Bogem-ändem sind seitüche Reihenzahlen von 1—12.
9) Als Echtheitsmerkmale beachte man die 32 senkrechten Schraffierimgs- linien des Ovals : dessen 3. Linie (von hnks) schneidet den Fuss des P in PFENNIGE durch den unteren (rechten) Fusswinkel ; die 8. verbindet bei halbwegs geschraiertem Druck P und F am Kopfe; die 12. schneidet den Kopfquerbalken des .ersten E am rechten Ende , ausserdem geht sie nach oben durch die linke Seite des unteren linken Bogens der 3, mitten durch den rechten senki-echten Balken des ersten N in HANNOVER und dicht an der Knken Seite der Krone vorüber imter dem rechten imteren Ende des L in DRITTEL in die Ovaleinfassung; die 13. geht dicht am oberen Unken Bogen der 3 vorüber; die 16. dm'chschneidet : den rechten Balken des ersten N in PFENNIGE vom rechten Fusswinkel bis fast zum linken Kopf- winkel, die innere Spitze der 3, das 2. N von HANNOVER (mit der rechten Seite des rechten Balkens abschhessend) und als 3. (von rechts 4.) den Kronenreif, um (ein wenig ausser Linienrichtung) von der linken Kronen-Kreuzecke imterhalb zwischen SI in die Ovaleinfassung zu gehen : die 20. schneidet fein die rechte Seite des oberen rechten Bogens der 3 imd berührt links das linke Kopfende des V in
62
Hannover.
HANNOVER; die 21. geht unten knapp am linken Kopfende des I vorüber, be- rührt den unteren rechten Bogen der 3 rechts, schneidet in HANNOVER das V vom linken Fusswinkel bis zum rechten Kopfwinkel des linken Balkens, geht knapp an der rechten Seite der Krone vorüber unter dem linken Fusswinkel des E in SILBER in die Ovaleinfassung; das letzte E von PFENNIGE schneiden: die 25. den linken Kopfwinkel, die 26. den rechten (oberen) Kopfwinkel, die 28. den Mittelbalken von rechts (bez. oben) in der Mitte, die 30. den Fussbalken von der Mitte rechts (bez. oben) bis fast zum linken Fusswinkel. Man achte noch be- sonders darauf, dass die an den beiden Ovalseiten herabhängenden Bandzipfel in ihrer untersten Spitze nach aussen gebogen sein müssen.
1854, September. ^^) Marke Nr. 3 in geänderter Papierfarbe; schw. Bdr. f. P. ; ungez. ; Wz. Eiehenkranz im Linienhochrechteck ; rotgelbe bez. rote Gg.
7. Veo THALEK dunkelviolettrosa
Aufl.
Rest
min. max. Durchschn
7.5010.- 1.25 2.-
9.— 1.50
Bemerkungen
^^) Dieses Datum ist nach Angabe der Akten aufgenommen.
11) Sicher ist diese Farbenänderung eine absichthche, um Verwechselung mit Nr. 5 b zu vermeiden.
12) Die Markenbogen tragen oben und unten von 1 — 10 laufende Reihenzahlen, welche oben 3, unten 2V2 mm vom Markenbild abstehen.
Echtheitsmerkmale genau wie bei Nr. 3.
1855. Marke Nr. 5 mit engmaschigem^^) Netzüber- druck; (auf das Markenbild innerhalb der Einfassung kommen 9X34 Maschen;) schw. u. f. Bdr. w. P.; ungez.; ohne Wz.; rotgelbe bez. rote Gg. THALEK
b)
Bild schwarz, orangegelbes Netz ....
citronengelbes Netz ....
10.— 2.50
20.- 3.50
20.— 4.
13.25 3.20
15.— 3.25
25.
13) Sämtliche Werte sollten mit diesem Netzwerk verausgabt werden, doch blieben die anderen Werte Essai (mit senkrechtem Netzwerke !) indem sie nicht ge- fielen imd wohl auch das Markenbild zu sehr verdrängten (zumal bei V15 hlau).
1^) Dieses Netzwerk darf nicht mit den vorkommenden schlechten verschmierten Drucken des weitmaschigen verwechselt werden.
1856, 1. Januar. Marken Nr. 6 und 2 — 5, mit färb. bez. schw. weitmaschigem Netzüber- oder Unterdrück (7X22 Maschen); f. bez. schw. Bdr. w. P.; ungez.; ohne Wz.; rotgelbe bez. rote Gg. 9. 3 PFENNIGE
(Vb Sgr.) Bild dunkelrosa, schwarzes Netz*f
10. Desgl. (1857?) Bild dunkelrosa, graues Netz . .
|
25.— |
50.— |
37.50 |
||
|
11.— |
15.- |
12.70 |
||
|
40.— |
60.— |
50.- |
||
|
16.- |
20.- |
17.80 |
Hannover.
63
|
Aufl. |
Rest |
min. |
max. |
Durchschn. |
Bemerkungen |
|
|
11. 1 GUTENGR. |
||||||
|
Bild schwarz, |
||||||
|
grünes Netz* . . |
5.- -.20 |
6.- -.50 |
5.20 -.35 |
|||
|
12. V30 THALER |
||||||
|
Bild schwarz, |
||||||
|
rosa Netz* . . . |
22.50 -.60 |
30.- -.85 |
28.10 —.75 |
|||
|
13. 7,5 THALER |
||||||
|
Bild schwarz, |
||||||
|
blaues Netz* . . |
5.— 1.50 |
10.— 2.25 |
7.75 1.80 |
1857, Januar. Nr. 8 mit dem weitmaschigen Netzwerk wie Nr. 9 — 13 ; f. u. schw. Bdr. w. P. ; ungez. ; ohne Wz. ; rotgelbe bez. rote Gg, 14. V,, THALER
Bild schwarz a) orangegelbes Netzj . .
100.- 150.- 1.75
2.-
100. ■
116.65 1.95
b) gelbes Netz * . 100.- 100.- 100.—
2.15
15) Dass die enggenetzte Vio (^^- 8) ungebraucht so oft iind die weitgenetzte (Nr. 14) so selten vorkommt, erklärt sich damit, dass nach Fertigstellung von Nr. 14 die vorhandenen Bestände von Nr. 8 auf das Lager ziu-ückkamen , während die weitgenetzte wohl ziemlich aufgebraucht wurde. In Hannover blieben sämthche verausgabte Marken bis zum Oktober 1866 in Kurs, sodass die zuerst verausgabte Marke noch 1866 zum Frankieren verwendet werden konnte, wodurch imgebrauchte Stücke der älteren Emissionen nur noch wenig vorhanden sind.
^^ Die Marken Nr. 8 — 14 sind mit den Stempeln der Marken Nr, 2 — 7 gedruckt und haben also auch dieselben Echtheitsnierkmale,
1^) Die Bogenränder der Marken Nr. 8 — 14 sind mit breiten verzierten Eand- leisten in der Farbe des Netzwerkes bedruckt. Die Reihenziffem sind verschieden angebracht. (Vgl. hierüber Krötzsch-Handbuch S. 7 [113].)
1859, 15. Februar. Marke Nr. 6 ohne Wz; f. Bdr. w. P.;
ungez.; rotgelbe bez. rote Gg.
15. 3 PFENNIGE
(Vs Sgr.)^«)
a) rosa*-j- .
b) violettrosa
2. 2.—
4.—
5. 4.50
5.- 3.—
4.— 3.20 4.50 3.—
10.-
^^) Von Nr. 15 existieren Stücke in grüner Farbe, welche jedoch Neudrucke, bez. Fälschungen sind und sich von der ähnlichen Marke zu 3 Pfennige grüu der Ausgabe vom 1. Dezember 1863 dadurch unterscheiden, dass sie im Bande DREI ZEHNTEL SILBERGROSCHEN statt EIN DRITTEL SILBERGROSCHEN tragen.
Echtheitsmerkmale wie Nr. 6 und 9.
1859, 15. Februar. Kopf des Königs Georg V. nach I links auf glattem farbigen Grunde im Kreise ; im Bogen : darüber 1 GEOSCHEN, darunter HANNO VEE auf senk- I recht schraffiertem Grunde im Hochrechteck einer fetten Linie mit verzierten Ecken; f. Bdr. w. P. ; ungez.; ohne Wz.; rosa Gg.-^)
64
Hannover.
|
Aufl. |
Rest |
min. |
max. |
Durchschn. |
Bemerkungen |
|
|
16. 1 GKOSCHEN |
||||||
|
a) rosaf . . . |
2.50 -.10 |
6.— -.35 |
4.15 —.20 |
|||
|
b) karmin . . . |
3.- -.20 |
4.— —.20 |
3.50 -.20 |
|||
|
c) violettrot . . |
^ |
17.50 -.40 |
25.— 1.50 |
22.50 —.80 |
35— |
|
|
17. 2 GKOSCHEN |
||||||
|
a) ultramarin 'j- . |
5.— —.75 |
8.- 1.- |
6.65 —.80 |
|||
|
b) dunkelblau |
6.— —.75 |
6.— -.80 |
6.— -.80 |
|||
|
18. 3 GEOSCHEN |
||||||
|
a) gelb*t . . . |
6.50 1- |
8.- 2.50 |
7.10 1.75 |
|||
|
b) orangegelb . . |
7.50 2.25 |
7.50 2.25 |
7.50 2.25 |
1'-*) Auf den seitlichen Bogcnrändern befinden sich die Reihenzähler von 1 — 12.
20) Die bis 1859 rotgelbe bez. rote Gummieruiig erlitt insofern eine Änderung, als sie dunkelrosa, blassrosa, ja selbst orangerot wurde.
-1) Echtheitsmerkinale. An sämtlichen Werten durchlaufen von den senk- rechten Schraffierungsstrichen links zwei, rechts einer die ganze Höhe des Marken- bildes. Alle übrigen Abweichungen rühren von der Farbe , resp. Abnutzimg her, da nur die entsprechende WertzifFer eingeändert wurde ; jedoch scheint in die Patrize der 2 GROSCHEN - Marke ein Sandkömchen gefallen zu sein, welches durch den Abklatsch auf die Matrize übertragen wurde und in GROSCHEN zwischen S und C einen Punkt am S zeigt.
1860, 1. April. Hochrechteck von dicker Linie, in jeder Ecke einen Punkt durch kleinen Bogen nach innen umgehend, in der Mitte grosses Posthorn nach links und Krone darüber; am oberen Rande geradlinig HANNO VEE, am unteren ebenso Vo Grroschen; schw. Bdr. w. P.; ungez. ;
''i Groschen
a) roter Gummi
b) weisser Gummi
ohne Wz.; bis Ende 1863 Gg. rosa, dann weiss resp. gelblich.
19. V2 (droschen *t schwarz ^^)
25.- 15.— 13.25 7.05
22) Nr. 19 kommt auch in tete-beche gedruckten Stücken vor. Nr. 19 ist die einzige ungezähnte Marke mit weisser Gummierung. Randziflfern, wie bei
Nr. 16 bis 18. Vgl. Anm. 19.
1861, 1. März. Typus von Nr. 16—18, nur ist die WertzifFer statt IY2) 2 mm gross; f. Bdr. w. P. ; ungez.; ohne Wz.; rosa Gg.
20. 10 GKOSCHEN
|
25.- |
25.— |
||
|
15.- |
15.- |
||
|
10.— |
20.— |
||
|
6.25 |
7.50 |
Gebrauchte Stücke mit
50.— 30 —
erhaltener Gg. selten !
gelblichgraugrün f
65.- 55.-
85.-
85.-
75.- 70.-
100.-
23) Marke Nr. 20 wurde niu* von den grösseren Postanstalten verwendet. Echtheitsmerkmale wie Nr. 16 — 18.
Hannover.
65
1861, 10. November. Nr. 18 in abgcündertor Farho; f. w. P. ; ungez.; ohne Wz.; rosa Gg.
|
Aufl. |
Rest |
min. |
niax. |
Durchschn. |
Bemerkungen |
|
|
21. 3 GROSCHEN |
||||||
|
a) hellgraiibrann*i' |
6.— |
15.- |
10.75 |
30.— |
||
|
1.— |
1.- |
1.— |
Nr. 21 Block- |
|||
|
b) dunkelgraii- |
stücke sehr selti'ii |
|||||
|
braun . . . |
6.— 1.25 |
G.— 1.25 |
6.— 1.25 |
25— |
||
|
-*) Die senkrech ton |
Bogenränder trage |
n Reihenzi |
hier von 1 |
-12. |
1863, 1. Dezember. Typus von Nr. 15, geändert ist die Farbe und die Inschrift im* Bande in: DREI ZEHNTEL SILBER-GROSCHEN; f. Bdr. w. P.; ungez.; ohne Wz.; rosa, sehr selten weisse Gg.
22. 3 Pfennige
a) blassgrün -j-
b) gelbgrün
|
10.— |
30.— |
||
|
20.- |
30 — |
||
|
20.- 25.- |
17.50 24.—
20.—
'7^
o.-
Ungebrauchte
Blockstücke sehr
selten !
25) Zu Nr. 22 wurde der Stempel von Nr. G bez. 9, bez. 15 entsprechend um- geändert, d. h. man entfernte das ganze obere Band (samt den gebogenen Enden) mit der Inschrift, und gravierte das ganze Band neu, welches aber ungleicher wurde, denn während das Band des ersten Stempels (Nr. 6, 9, 15) seitlich gleichmässigen Abstand von der Linieneinfassung hat , steht es jetzt (Nr. 22) rechts näher an der Linieneinfassung als links, was als Echtheitsiiierkinal mit beobachtet werden kann, ebenso , dass jetzt statt dem I nur die linke Hälfte des S von SILBER über dem Kronenkreuz steht; im Übrigen ist es der alte Stempel mit denselben Merkmalen. Randziffem wie bei Nr. 15 — 18.
^) Vergl. auch die Anmerk. 18 betr. Neudrucke von Nr. 15 in grün.
1864. Nr. 22, 19, 16, 17, 18 bez. 21, aber in Bogen durchst 16; f. Bdr. w. P. ; olme Wz.; anfangs rosa, dann weisse Gg.
23.3PEENNIGEt-0
a) gelbgrün, rosa Gg.
b) gelbgrün,
weisse Gg.
24. Y^ GROSCHEN a) schwarz, rosaGg.
b)schw., weisseGg.
25. 1 GROSCHEN
a) rosa, rosa G^g.
b)rosa, weisse Gg.
26. 2 GROSCHEN 28) ultram., weisse Gg.
|
10.— 4.50 |
15.— 5.— |
||
|
6.— 3.- |
8.— 5 — |
||
|
25.- 18.- |
40.— 20.- |
||
|
10.— 15- |
20.- 20.- |
||
|
1 7.50 -.50 |
10.- -.50 |
||
|
2.50 -.15 |
3.50 -.75 |
||
|
i.— |
15.— 2.50 |
11.65 4.65 7.10 4 —
35.- 19.35 15.50 19.—
8.35 — 50
2.80 —.40
9.25 1.75
20.—
Gebrauchte Stücke vonNr.23, 21 u. 27 mit er- haltenem Gummi selten !
50.—
30.
H. Krötzsch, Katalog.
66
Hannover.
|
Aufl. |
Rest |
min. |
max. |
Durchschn. |
Bemerkungen |
|
|
27. 3 GROSCHEN* |
||||||
|
a) dunkelgrau- |
||||||
|
braun, rosa Gg. |
25.— |
25.- |
25.- |
40— |
||
|
12.— |
20.- |
17.35 |
30 — |
|||
|
b) dkl. graubraun, |
||||||
|
weisse Gg. . |
^ |
7.— 1.25 |
10.— 2. |
8.65 1.65 |
27) Nr. 23—27 ist auf gewöhnliches starkes, Nr. 23, 25, 26 u. 27 aber auch auf ganz dünnes stark satiniertes Papier gedruckt und kommen die Stücke auf dünnem Papier nur mit weissem Gummi vor, während solche auf starkem Papier mit weissem Gummi selten sind. Von Nr. 23 giebt es auf dünnem Papier auch ungezähnte Stücke — selten!
28) Nr. 26 ist mit rosa Gummierung noch nicht festgestellt.
29) Der Durchstich erfolgte in zwei Teilen, senkrecht und wagerecht.
30) Die Platten (besonders der 1 GROSCHEN-Marke) sind anscheinend nach- graviert, denn der Druck erscheint wieder viel sauberer als in den vorhergehenden letzten Jahren.
31) Die Marken Nr. 23 — 27 wurden je nach Aufbrauch der undurchstochenen Werte verausgabt.
32) Am 1. Oktober 1866 wurden die hannoverschen Marken, infolge Einver- leibung Hannovers in Preussen, ausser Verkehr gesetzt.
Restbestände
sind von den Hannover-Marken in nur geringem Umfange erhalten geblieben, Preussen übernahm im Oktober 1866 sämtliche Eestbestände und verbrannte dieselben mit Ausnahme eines kleinen Teiles, welcher aufbewahrt wurde. Anscheinend sind aber von den Marken Nr. 15 — 18 von Händlern am Schalter grössere Ankäufe gemacht worden, während die durchstochenen Marken nicht die gleiche Berücksichtigung fanden, indem erwartet wurde, dass dieselben als Restbestände billig veräussert werden würden.
Neudrucke.
1863/64. Amtliche Neudrucke.
Aufl.
Senf-Kat.
a) die Orig.-Marke Nr. 1
1 Ggr., blau
b) die Orig.-Marke Nr. 9
3 Pf., schwarzes Netz
c) die Orig.-Marke Nr. 1 1
1 Ggr., grünes Netz
d) die Orig.-Marke Nr. 12 —.50
1/30 Thlr., rosa Netz
e) die Orig.-Marke Nr. 13
Vi5 Thlr., blaues Netz
f ) die Orig.-Marke Nr. 14
Vio Thlr., gelbes Netz
Über den Verbleib der Originalstempel ist nicht mit Sorgfalt gewaltet worden, weshalb mehrere derselben bis 1895 im Privatbesitz einzelner Personen waren, welche dieselben zu ihrem Vorteile ver- wendeten, denn sie veranstalteten
Erkennungsmerkmale
Weisse Gummierung ! Dieselbe ist leicht löslich, auch wenn sie künstlich (mit Himbeersaft etc.) rot gefärbt ist, wegegen die rote Originalgummierung sehr schwer von der Marke zu entfernen ist, was mittelst kaltem Wasser über- haupt nicht gelingt.
Hanno vor.
Private Neudrucke.
Mit dem Stempel zu 7^^ Thaler.
67
g) der Orig.-Marke Nr. 5 10 V n n ,, 1-i
Aufl.
Senf-Kat. —.50
Erkennungsmerkinale
Ohne Wasserzeichen und wcsisse
Gummierung.
weisse Gummierung.
^) Von den Neudrucken g und h giebt es tetes-beches-Stücke, 3fit dein Stempel zu 3 Pfennig (ein Drittel Sgr.)
i) der Orig.-Marke Nr. 15 rosa. (Vgl. auch bei k).
k) der Orig.-Marke Nr. 22 grün
-.10
Die Spitzen der Band-Enden zeigen
genau nach unten, im Original
auswärts.
Die falsche Wertinschrift : Va statt ^/lo Sgl'.
**) Der Stempel zu 3 Pf. = V3 Sgr. befindet sich seit 1895 im Gewahrsam des Reichs-Postmuseums in Berlin.
Mit dem Stempel zu Y2 Groschen. 1) der Orig.-Marke Nr. 19
1 Weisse Gummierung, das Papier zeigt , gegen das Licht gehalten, regelmässig diagonal laufende Porenreihen , beim Original sind die Poren unregelmässig verteilt.
Mit dem Stempel zu 3 Groschen (Kopf).
m) der Orig.-Marke Nr. 18 gelh
n) der Orig.-Marke Nr. 21 braun, ungezähnt
o) der Orig.-Marke Nr. 27 braun, durchstochen
-.15
-.15
-.15
Sehr gute Drucke, fi'üher (wenige)
mit rosa, später (die meisten)
mit weisser Gummierung.
Durchstich 13 (statt 16 im Original). Weisse Gummierung.
^) Der Stempel mit allem Zubehör der 3 Groschen-(Kopf-)Marke wurde vom Berliner Philatelisten - Club im Jahre 1895 angekauft und dem Reichs -Post - museum in Berlin als Geschenk überwiesen.
W^^4^
5*
Selbstbinder
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Formate 27X34 cm) in grösster Stärke und kräftigster, solidester Ausführung. Zum Einfügen einer beliebigen Anzahl starker oder schwächerer Kartons (auch gemischt). In braunrotem Leder- rücken und Kaliko-Überzug mit Gold auf druck Mark 6. —
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Hugo KrÖtzSCh,pliilat. Verlag, Leipzig, Lange Str. 22.
Das Gebiet der freiiMi lloichs- und Ilansostadt Lübeck uinfasst 297,7 qkm und besteht ans zwei Städten, Liibeek und Travemünde, und 52 Dörfern und Höfen. Die Ein wühn erzähl des ganzen Gebietes beitrug 1867: 48538, diejenig«.' der Hauptstadt Lübeck 1867 : 36 998. G e 1 d w ä h r u n g : 1 Mark Coiu-ant (=^ 1 ,20 Mark) a 16 Schillinge, i\ 2 Sechslinge oder 4 Dreilinge.
Freimarken.
1859, 17. Januar. Lübeckischer Doppeladler auf punktiertem Grunde, unten und an den Seiten von einem fliegenden Schriftbande ovalförmig um- geben, in welchem links Wertangabe in Buchstaben, rechts SCHILLINGr, unten POSTMARKE steht, über dem Adler über verziertem Querstrich LÜBECK, mit schraf- fierter Schrift, in den Ecken weiss auf farbigem Grunde die Wertziffer; f. Stdr. w. P. ; ungez. ; Wz. Vergissmeinnicht ^).
Wasserzeichen.
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Auü. ! |
Rest 1 |
min. |
max. |
Durchschn. Bemerkungen |
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1. V2 SCHILLING |
4CK300 |
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a) dunkelHlaf . |
35.- |
35.— |
35.- |
Nr. 1—7 mit |
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40.— |
40 — |
40.— |
Original-Gummi |
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b) Hlaf . . . |
26.— |
40.— |
34.— |
sehr selten! |
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2. 1 SCHILLING |
20000 |
32- |
40.- |
36.75 |
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a) gelbf . . . |
40.— 30- |
40.— 30- |
40.- 30.- |
60.— |
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|
b) orange t . . |
30.- |
40.- |
37.50 |
60.- |
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|
3. 2 SCHILLING |
135828 |
25.- |
35.- |
30.75 |
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|
rotbraun f . . |
—.60 |
—.90 |
—.75 |
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3 a. 2 SCHILLING |
2772 |
10.— |
20 — |
15.— |
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rotbraunfFe A/c^r. |
50.- |
100.- |
68.75 |
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(im Schriftbande |
250.- |
250.- |
250.— |
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ZWEIEINHALB) |
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2 Typen 2) f |
Q) |
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4. 2V2 SCHILLING |
50000 |
, § |
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a) karminrosa-f- |
1.50 |
3.— |
2.10 |
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|
Oq |
25- |
35- |
31.25 |
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|
b) karminrot t |
2.50 |
2.50 |
2.50 |
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|
5. 4 SCHILLING |
149900 |
35.— |
35.— |
35 — |
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|
a) gelbgrün -f- . |
—.60 20.— |
1.25 40.- |
1.— 27.35 |
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|
b) blaugrün . . |
-.50 15.— |
1.— 20.- |
—.75 17.75 |
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|
e) dunkelgrün . |
-.80 45.- |
1.— 22.50 |
-.90 18.75 |
70
Lübeck.
1) Das Wasserzeichen ist oft sehr schwer erkennbar ; es ist ratsam, dasselbe an den Marken 3 — 5 zunächst* auf zusuchen , indem diese Originaldrucke alle das Wasserzeichen haben, während von Nr. 1 und 2 später noch eine Auflage (Nr. 6 und 7) auf Papier ohne Wz. gedruckt wurde.
2) Ziu- Erklärung des Fehldruckes Nr. 3a, von welchem sich auf jedem Originalbogen 2 Stück nebeneinander in der letzten (unteren) Eeihe befanden, sei folgendes -erwähnt: der Lithograph entfernte auf dem Druckstein die 8 Eckwert- ziffern 2V2 und zeichnete an deren Stelle je eine 2 ein, liess jedoch in dem linken Schriftbande ZWEI EIN HALB stehen. Dies freihändige Einzeichnen der acht Eckwertziffern verursachte das Entstehen zweier Typen des Fehldruckes, indem sich in der einen Marke vier anders gestaltete Wertziffern befinden als in der anderen. Vgl. Lichtdrucktafel 9 vom Krötzsch-Handbuch.
1862, April. Nr. 1 und 2, aber ohne Wasserzeichen; ungez.
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Aufl. |
Rest min. |
max. |
Durchschn. |
Bemerkungen |
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6. V2 SCHILLING |
110000 |
70000 |
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a) lila . . . . |
1.25 20.— |
1.25 25.- |
1.25 22.50 |
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b) dunkellila . |
—.75 25.— |
1.25 30.- |
1.10 27.50 |
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|
7. 1 SCHILLING |
49000 |
35000 |
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|
orange .... |
2.— 251- |
3.- 40.- |
2.60 33.75 |
3) Nr. 6 u. 7 haben schon durch ihren klareren Druck ein anderes Äussere als Nr. 1 u. 2 : in der Farbe sind sie zwar meist auch heller, doch existieren von Nr. 1 auch Stücke, welche mit Nr. 6 übereinstimmen.
*) Das Papier zu dieser Neuauflage ist äusserlich dem ersten gleich, jedoch statt dem Vergissmeinnicht -Wasserzeichen , enthält es nur kleine, unregelmässige Poren, welche teils fast zusammenstehen, teils auch bis zu 1 mm von einander entfernt sind. Nr. 6 u. 7 tragen auf den Bogenrändern ebeirfalls den Kontroll- stempel vom Stadt-Post-Amt (vgl. Lichtdrucktafel 9 b vom Krötzsch-Handbuch), sonst aber, nach den Erfahrungen bei der ersten Auflage, keinen Vermerk.
^) Die Guumiieruiig erfolgte nicht gleichzeitig für die Gesamtauflage, sondern geschah in kleinen Transporten , je nach Bedarf. Aus diesem Grunde sind unge- brauchte Originale , welche aus den reichen Restbeständen stammen , in der Regel ohne Gummi und ungebrauchte Originale mit Gummi sehr selten.
6) Die Marken Nr. 1—7 wurden am 1. August 1863 ausser Kurs gesetzt, konnten jedoch noch bis 31. Dezember 1863 zur Frankatur verwendet werden.
'^) Echtheitsmerkmale. Die Marken Nr. 1 — 7 haben Stecherzeichen, d. i. Geheimzeichen, welche der Zeichner des Markenbildes absichtlich einsetzte und von den Fälschern in der Regel nicht bemerkt wurden. Mit denselben ist bei diesen ersten Lübecker Marken jeder Wert zweimal an ganz verschiedenen Stellen und in verschiedener Anordnung fast unsichtbar in der Zeichnung markiert: einmal an dem mittelsten kleinen Querstrich in der unteren Randverzierung , das andere Mal in Verbindung mit der obersten Punktreihe des Wappenuntergrundes. Diesen Kennzeichen fügen sich natürlich noch eine Menge unwillkürliche Ver- schiedenheiten an, von welchen nur einige erwähnt seien.
Nr.